Nashville erobert Serienführung zurück3:1-Sieg in Anaheim

Pontus Äberg bringt die Nashvills Predators in dieser Szene mit 2:1 in Führung. (Foto: dpa/picture alliance/AP Photo)Pontus Äberg bringt die Nashvills Predators in dieser Szene mit 2:1 in Führung. (Foto: dpa/picture alliance/AP Photo)
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Auch wenn die Buchmacher jetzt Nashville wieder mit knappen Vorsprung sehen, geschafft ist, das wurde in dieser Serie mehrfach bewiesen, bis jetzt noch nichts. Vor selbstverständlich ausverkauftem Haus starteten die Ducks wie die Feuerwehr, setzten die Predators sofort unter Druck. Diese setzten auf eine vielbeinige Abwehr, pressten stellenweise mit zwei Mann vor und versuchten, über Konter zum Erfolg zu kommen. Tatsächlich hatten die Predators dann sogar die erste große Chance des Spiels, als sie in der achten Minute vor dem Heiligtum von Ducks-Keeper Gibson in Form von Arvidsson auftauchten und um ein Haar fast das 0:1 geschossen hätten. Auf der Gegenseite musste Rinne Kopf und Kragen riskieren, als Ritchie frei vor dem Torwart von Nashville auftauchte.

Schock für Anaheim dann in der ersten Drittelpause. Stammkeeper Gibson hatte sich wohl bei einer seiner Taten verletzt, musste seinen Platz räumen für Jonathan Bernier. Bernier machte übrigens auch in Deutschland in der Saison 2012/13 Schlagzeilen, als er in der Lockout-Zeit für die Heilbronner Falken in der 2. Bundesliga die Pucks fing. Nach der Rückkehr in die NHL war Bernier zunächst Stammtorhüter in Toronto, verlor aber diesen Posten, wechselte dann nach Anaheim, wo er ebenfalls, jedenfalls im Augenblick, die Position hinter Gibson innehat.

Zunächst hatten jedoch die Ducks die Hosen an und gingen folgerichtig in der 33. Minute in Führung. Montour kam aus der Mitteldistanz zum Schluss, Rinne konnte zwar mit dem linken Schlittschuh abwehren, aber die Scheibe kam zurück, diesmal zu Chris Wagner und der 21-Jährige, der die halbe Saison in der AHL bei San Diego verbracht hatte, traf zum 1:0. Den Ausgleich besorgte ein Spieler, der zwar nicht im Rampenlicht der Medien steht, aber mit einem  Vertrag bis 2019 ausgestattet ist: Colin Wilson. Der 27-Jährige stand goldrichtig im Slot, als die Scheibe zu ihm kam und beförderte sie per Rückhand in das linke Eck. Rinne hatte kaum eine Chance.

Die Antwort der Kalifornier war zu erwarten. Nach Wiederbeginn ging es pausenlos in Richtung gegnerisches Drittel, aber mit Können und auch etwas Glück konnte Nashville einen weiteren Rückstand vermeiden. Alleine Lindholm und Kesler hatten große Möglichkeiten, aber nach 51 Minuten stand es immer noch 1:1 und die Zuschauer wurden langsam unruhig. Das durften sie auch, denn die Gäste hatten noch eine Überraschung parat, frei nach dem Motto: Wenn der Gegner seine Chancen nicht nutzt, dann muss er bestraft werden. Bei einem schneller Konter kam Forsberg zum Schluss, Bernier konnte nur abklatschen und Pontus Äberg, 23-jähriges Talent, das Hauptteile dieser Saison in der AHL bei Milwaukee verbracht hatte und zu den Play-offs zurückbeordert worden war, durfte seinen ersten Play-off-Treffer erzielen. Jetzt warf Anaheim natürlich alles nach vorne, aber die Defensive der Predators war geübt, blockte und checkte alles war nur in Tornähe kam und so musste Headcoach Randy Carlyle seine letzte Option ziehen und seinen Keeper vom Eis nehmen.

Bei so viel Pech und teilweise auch Unvermögen musste auch dieses Unterfangen schiefgehen  und Austin Watson, ebenfalls ein Akteur, der es erst in dieser Saison zum Stammspieler geschafft hatte, traf aus etwa 50 Metern zum entscheidenden 1:3.

Zum Spiel sagte Nashvilles Keeper Pekka Rinne: „Wir alle wussten, dass Spiel sechs das entscheidende werden kann. Nach der letzten Heimniederlage wollten wir dies unbedingt wieder gut machen und das ist uns gelungen.“

Tore: 1:0 (32:46) Wagner (Montour, Silfverberg), 1:1 (39:19) Wilson (Sissons, Subban/5-4), 1:2 (51:01) Äberg (Forsberg, Ekholm), 1:3 (59:12) Watson (ENG).

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