Als Erstes: Wie geht’s Ihnen in Everett?
Mir geht es gut in Everett. Es ist eine gute Organisation mit einem tollen Stadion und großartigen Fans.
Sie haben vor fünf Monaten Ihr erstes Spiel in Nordamerika bestritten. Wie nervös waren Sie, als Sie das erste Mal aufs Eis gingen für die Silvertips?
Es war mehr Vorfreude als Nervosität, deswegen erinnere ich mich gern an den Moment.
Sie haben vor Ihrem Start nach Nordamerika im Interview mit uns gesagt, Sie wollen einen Schritt in Ihrer Entwicklung nach vorne machen. Nun nach etwas mehr als der Hälfte der Saison, wie sehen Sie Ihre Entwicklung?
Ich denke, dass schon ein guter Schritt geschehen ist. Es passiert alles viel schneller. Man lernt, schnellere Entscheidungen zu treffen und härter zu spielen.
Dein Team liegt auf dem vorletzten Platz. Woran liegt es? Und wie zufrieden sind Sie mit dem Team?
Das Team befindet sich in einem „Rebuilding Year“. Wir sind mit 14 Rookies in die Saison gestartet, was die höchste Anzahl in der Liga war. Dann haben wir einige Trades gehabt und es sind immer neue Gesichter in der Kabine aufgetaucht. Ich habe nicht genau mitgezählt, aber ich bin mir sicher, dass schon an die 40 Spieler dieses Jahr das Trikot der Silvertips getragen haben. Bis zur Trade Deadline, die am 10. Januar war und an der man seinen Kader auf 25 Spieler kürzen muss, hatten wir noch 30 Spieler mit an Bord. Jetzt ist unser Team komplett und man merkt auch, dass es jetzt endlich besser wird.
Ihr Team hat noch knapp 16 Spiele in dieser Saison und bereits 56 Spiele absolviert. Wie anstrengend sind für Sie die vielen Spiele und wie wirkt sich das auf Ihr Spiel aus?
Manchmal, wenn man drei Spiele in drei Tagen und das in drei verschiedenen Städten hat, ist das schon echt anstrengend und man fühlt sich auch manchmal schlapp, aber wenn das vorkommt, versuche ich mich auf die einfachen Dinge zu konzentrieren und schlau zu spielen.
Ebenfalls sagten Sie vor der Saison, dass Sie Ihren Mitspieler Ryan Murray bereits kennen. Nun ist dieser im Midterm Ranking des NHL Drafts als höchster Verteidiger gesetzt. Überrascht Sie das?
Überrascht mich kein bisschen. Er ist einfach in allem gut, worin ein Verteidiger gut sein muss und dazu hat er einen extremen Kampfgeist. Er lässt seine Mitspieler um ihn herum einfach besser aussehen.
Und sind Sie selbst enttäuscht, dass Sie nicht im Midterm Ranking aufgelistet sind?
Darauf liegt nicht mein Fokus. Natürlich wäre es schön, wenn das klappen würde, aber im Moment konzentriere ich mich nur darauf, jedes Spiel etwas auf den Tisch zu bringen, das unserer Mannschaft weiterhilft.
Zum Jahreswechsel gab es einen kleinen Urlaub. Wie war’s, zurück in der Heimat zu sein? Und wie schwer fiel der Abschied zum Ende des Besuchs?
Die kleine Auszeit war wichtig für mich, um mal wieder abzuschalten. Ich habe die Zeit genutzt, um wieder Kraft zu sammeln und gut in die zweite Hälfte zu starten. Klar ist es schwer, wieder Abschied zu nehmen, und man wünschte sich, es wären noch ein paar Tage mehr, aber sobald man wieder auf dem Eis steht, will man nur noch spielen.
Und was sind die Ziele, die Sie mit den Silvertips verfolgen?
Meine Ziele sind definitiv die Play-offs. Wir sind im Moment einen Punkt aus den Playoffs und haben noch 16 Spiele zu spielen, das ist definitiv machbar.


















