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Nach dem Draft ist vor der Free AgencyTransfers in der NHL

Wo landet Alex Galchenyuk? (Foto: dpa/picture alliance/empics)Wo landet Alex Galchenyuk? (Foto: dpa/picture alliance/empics)
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Unterschieden wird dabei zwischen RFA (Restricted Free Agents) und UFA (Unrestricted Free Agents).

Ein RFA ist ein Spieler, dessen Einstiegsvertrag gerade abgelaufen ist. Jedes andere Team hat die Möglichkeit, dem Spieler ein Angebot zu unterbreiten (Offer Sheet). Wird dieses Papier unterschrieben, hat das letzte Team, bei dem dieser Spieler gespielt hat, sieben Tage Zeit, dieses Angebot zu toppen. Andernfalls wechselt der Spieler zum neuen Team. Das alte Team erhält einen Ausgleich in Form eines oder mehrerer Draft-Picks für den nächsten Draft. Je nach Gehalt, dass der RFA in den nächsten Jahren verdient, kann das ein Drittrunden-Pick, ein Zweitrunden-Pick oder bei einem Vertrag über 9,8 Millionen Dollar Durchschnittsgehalt pro Jahr sogar vier Erstrunden-Picks sein.

Einige Spieler, die am Samstag RFAs werden:

David Pastrnak (Boston)
Tomas Tatar
(Detroit)
Leon Draisaitl
(Edmonton)
Mikael Granlund
(Minnesota)
Nino Niederreiter
(Minnesota)
Alex Galchenyuk
(Montreal)
Victor Arvidson
(Nashville)
Ryan Johansen
(Nashville)
Conor Sheary
(Pittsburgh)
Tyler Johnson
(Tampa)
Ondrej Palat
(Tampa)
Phillip Grubauer
(Washington)
Evgeny Kuznetzov
(Washinton)

UFAs sind Spieler, deren Vertrag ausläuft und von ihrem letzten Team kein neues Angebot erhalten haben. Ein UFA kann mit jedem Team verhandeln, sein altes Team bekommt dafür keinen Ausgleich in Form von Draft-Picks. Aus diesem Grund werden die Teams versuchen, ihre UFAs noch vor Ablauf der Verträge zu anderen Teams zu tauschen, damit sie wenigstens etwas dafür bekommen. Der Name von Alex Galchenyuk taucht dabei gerade ganz oben in der Gerüchteküche auf. Montreal sucht noch dringend einen Abnehmer für den 23-jährigen Stürmer.

Bei manchen Unrestricted Free Agents kann es auch sein, dass sie im letzten Moment doch noch ein Angebot ihres bisherigen Teams erhalten bzw. akzeptieren werden. So konnte sich T.J. Oshie vergangenen Donnerstag mit seinen Washington Capitals auf einen neuen Vertrag über acht Jahre Laufzeit einigen, bevor er UFA wurde.

Namhafte UFAs am kommenden Samstag:

Radim Vrbata (Arizona)
Jaromir Jagr
(Florida)
Thomas Vanek
(Florida)
Alexander Radulov
(Montreal)
Mike Fisher
(Nashville)
Mark Streit
(Pittsburgh)
Chris Kunitz
(Pittsburgh)
Patrick Marleau
(San Jose)
Joe Thornton
(San Jose)
Ryan Miller
(Vancouver)
Kevin Shattenkirk
(Washington)
Justin Williams
(Washington)

Findet ein UFA kein neues Team bleiben ihm nur drei Möglichkeiten:

-Karriere Ende mit ggf. anschließender Karriere als TV-Experte, Scout, Trainer oder Manager.

-Der Gang nach Europa (KHL, Schweiz, DEL usw.). Aktuelles Beispiel ist Devin Setoguchi, der bei den Los Angeles Kings keinen neuen Vertrag bekam und bei den Adlern Mannheim für zwei Jahre unterschrieben hat.

-Versuchen sich über ein Tryout in den Trainingscamps bei einem NHL-Team zu empfehlen, um einen festen Vertrag zu bekommen. Brandon Prust, zuletzt bei den Thomas Sabo Ice Tigers aktiv, wird auf diesen Weg versuchen, nochmal NHL-Luft bei den Toronto Maple Leafs zu schnuppern.

Im letzten Jahr konnten sich Gabriel und Rene Bourque (nicht verwandt) über ein Tryout einen NHL-Vertrag bei der Colorado Avalanche ergattern.