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Große Klasse der Edmonton Oilers, große Emotionen bei den Pittsburgh Penguins NHL kompakt

Vereint in der Sache, getrennt in den Farben: Marc-Andre Fleury und Sidney Crosby stehen heute Abend wieder gemeinsam auf dem Eis - allerdings nicht mehr im gleichen Trikot.Vereint in der Sache, getrennt in den Farben: Marc-Andre Fleury und Sidney Crosby stehen heute Abend wieder gemeinsam auf dem Eis - allerdings nicht mehr im gleichen Trikot.
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Es war ein großer Abend für die Edmonton Oilers: Sie haben mit Tampa Bay Lightning das punktbeste Team der Liga mit einem überzeugenden 6:2 aus dem heimischen Rogers Place gefegt, dabei das Top-Duo Stamkos / Kucherov nahezu komplett aus dem Spiel genommen und ihre Bilanz aus den letzten sechs Spielen auf 5-1 verbessert. Obendrein erzielte Oilers-Kapitän Connor McDavid vier Tore und verbuchte noch einen Assist. Um die ganze Klasse von McDavid zu erfassen, genügt es, sich seine vier Tore des gestrigen Abends anzuschauen: Das erste Tor war ein blitzsauberer Tip-In nach einer schönen Kombination in Überzahl der Oilers. Den zweiten Treffer erzielte er mit einem unwiderstehlichen Power-Move auf dem linken Flügel und einem extrem präzisen Schuss in die kurze Ecke aus sehr spitzem Winkel über die rechte Schulter des Lightning-Goalies. Den Hattrick komplettierte er mit einem perfekt ausgeführten Konter, nachdem er zuvor an der eigenen blauen Linie Tampas Verteidiger Mikhail Sergachev die Scheibe abgeluchst hatte. Der vierte Streich schließlich war ein bisschen glücklich, als er von hinter dem Tor einen Bolts-Verteidiger anschoss, von dem aus der Puck ins Netz trudelte.

Leon Draisaitl, der mit einem Tor und zwei Assists ebenfalls sehr erfolgreich war und seine Serie auf zwölf Punkte aus den letzten acht Spielen ausbaute, war voll des Lobes über seinen kongenialen Sturmpartner und Freund und stellte klar: "Wenn man so gut ist wie er, gibt es so etwas wie Glück nicht. Man kreiert seine eigenen Abpraller. Er hat einfach diese Fähigkeit, ein Spiel komplett zu übernehmen. Es gibt sehr, sehr wenige Spieler auf der Welt, die das können." Vielleicht noch wertvoller war das, was Lightning-Kapitän Steven Stamkos, eines von McDavids Idolen aus Jugendzeiten, nach dem Spiel sagte: "Er ist der beste Skater der Welt und ich denke, dass er und Sid (Sidney Crosby) die besten Spieler der Welt sind. Und wenn Du solchen Spielern Selbstvertrauen gibst, kann man sehen, was dann passiert." Trotz dieses großen Sieges liegen die Edmonton OIlers jedoch mit derzeit 50 Punkten elf Zähler hinter Minnesota Wild, die aktuell den letzten Play-off-Platz der Western Conference innehaben. Vor ihnen stehen so renommierte Teams wie die Chicago Blackhawks, die Anaheim Ducks, die Erzrivalen aus Calgary sowie die in dieser Saison sehr starken Colorado Avalanche.

Toronto und Nashville siegen in turbulenten Spielen

Ebenfalls torreich ging es in der Partie zwischen den Toronto Maple Leafs und den Anaheim Ducks zu: Mit 7:4 gewannen die Kanadier gegen das Team von Korbinian Holzer, der jedoch nicht zum Einsatz kam. In diesem turbulenten Spiel mit mehreren Führungswechseln brachen die Leafs im Schlussdrittel den Widerstand der Ducks, als sie nur 81 Sekunden nach dem 4:4-Ausgleich durch Anaheims Schweden Richard Rackell erneut in Führung gingen durch das zwölfte Saisontor von William Nylander. Gut drei Minuten vor dem Ende machte Superstar Auston Matthews alles klar, in der Schlussminute traf Zach Hyman noch ins leere Tor der Enten. Auch im Spiel der New York Islanders, bei denen Halak den Vorzug im Tor vor Thomas Greiss erhielt, wechselte die Führung einige Male: Isles-Kapitän John Tavares eröffente den Torreigen nach gut fünf Minuten. Noch im ersten Drittel drehten die Predators das Spiel durch zwei Tore von Kevin Fiala innerhalb von 88 Sekunden. Doch davon ließen sich die Hausherren in Brooklyn nicht beeindrucken. Nur gut eine halbe Minute später glichen die Islanders durch Ryan Pulock aus - und nach weiteren drei Minuten verwandelten sie durch Casey Cizikas den Rückstand in eine Führung. Diese baute Nick Leddy zu Beginn des Mitteldrittels aus. Spät im zweiten Abschnitt schaffte Nashvilles Calle Järnkrok den Anschluss, in der Schlussminute des letzten Abschnitts erzwang Ryan Johansen mit dem Extra-Angreifer auf dem Eis den späten Ausgleich für die Raubkatzen aus Tennessee, die an diesem Abend insgesamt 47 Torschüsse abgaben. Den Schwung nahm der letztjährige Stanley-Cup-Finalist in die fällige Verlängerung mit und erzielte in der vierten Minute der Overtime durch den Schweizer Roman Josi den Siegtreffer.

In der vierten Begegnung des Abends entschied ein Powerplay-Tor das Spiel. Martin Hanzal traf in Überzahl zum 2:1 seiner Dallas Stars gegen die New York Rangers. Zuvor waren die Rangers im ersten Drittel durch David Desharnais in Führung gegangen, ehe Tyler Seguin im Mittelabschnitt ausglich."Letztlich haben die Special Teams den Ausschlag gegeben. Wir nehmen einfach zu viele Strafzeiten. Das macht es uns schwer, Siege zu einzufahren. Wir können einfach nicht so viele Stafen nehmen. Das ist Fakt", sagte ein etwas genervter Rangers-Goalie Henrik Lundquist nach dem Spiel.

"It's time to meet a legend..."

Eine andere Torwart-Legende kehrt heute Nacht an ihren langjährigen Arbeitsplatz zurück: Die Vegas Golden Knights mit Marc-Andre Fleury gastieren bei den Pittsburgh Penguins, für die "Flower" 13 Jahre das Tor hütete und mithalf, drei Stanley Cups in die "Steel City" zu holen. Es wird ein Abend mit gemischten Gefühlen für den 33jährigen Kanadier, der in Sorel, etwa 90 Kilometer nördlich von Montreal am St. Lawrence River gelegen, das Licht der Welt erblickte. Fleurys Familie, seine Eltern und seine Schwester werden sich das Spiel im Stadion anschauen, Teambesitzer Mario Lemieux wird ihm den Ring für den Stanley Cup-Sieg im vergangenen Jahr überreichen. Zudem dürfte es ein sehr emotionales Video auf der Stadionleinwand geben, das die Highlights aus mehr als einem Jahrzehnt zeigt. Fleury ist mit 375 Siegen und 44 Shutouts der Rekord-Goalie der Franchise und wegen seiner fröhlichen Art und der langjährigen Arbeit für wohltätige Zwecke immer noch sehr beliebt in Pittsburgh. Nach den Play-offs im vergangenen Jahr, in denen er in Spiel drei des Conference Finals gegen die Ottawa Senators das letzte Mal das Tor des Pens hütete, verzichtete er auf die "No-Movement"-Klausel in seinem Vertrag, so dass die Penguins ihn an die Golden Knights abgeben konnten. "Ich habe so viel Spaß daran zu spielen und ich wollte einfach weiterhin spielen und dieses Team wollte, dass ich komme und für sie spiele", sagt Marc-Andre Fleury über seinen Wechsel zum Liga-Neuling, der derzeit mit 35 Siegen und 74 Punkten stärktes Team der Western Conference ist. Insofern verwundert es nicht, wenn Fleury sagt: "Ich könnte nicht glücklicher darüber sein, wie alles gekommen ist."

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