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Die schönste Zeit in der besten Liga der Welt NHL vor dem Play-off-Start

Für Tom Kühnhackl und seine Teamkollegen vom Titelverteidiger Pittsburgh Penguins beginnt die erneute Jagd nach dem Stanley-Cup. (Foto: dpa/picture alliance/AP Images)Für Tom Kühnhackl und seine Teamkollegen vom Titelverteidiger Pittsburgh Penguins beginnt die erneute Jagd nach dem Stanley-Cup. (Foto: dpa/picture alliance/AP Images)

In der Metropolitan Division der Eastern Conference treffen die Washington Capitals als Gewinner der Presidents‘ Trophy für das punktbeste Team der Liga auf die Toronto Maple Leafs mit den drei grandiosen Youngstern William Nylander, Mitch Marner und natürlich Auston Matthews. Letzterer hat mit seinen 40 Toren in der Hauptrunde nicht nur einen neuen Rekord als treffsicherster Neuling in der langen Geschichte der Leafs aufgestellt, sondern ist auch bester US-amerikanischer Rookie in der Historie der NHL. Dennoch dürfte es für „Ovis Erben“ sehr schwer werden, gegen den besten Torschützen der letzten Jahre in Diensten der Caps zu bestehen. Zumal es offensiv durchaus Alternativen gibt zum Dauerbrenner Alexander Ovechkin und die Defensive der Hauptstädter mit dem starken Torhüter-Gespann Braden Holtby und Philipp Grubauer spätestens seit dem Shattenkirk-Deal zur Trading Deadline im Februar allerhöchsten Ansprüchen genügt.

Kommt es zum Duell Pittsburgh gegen Washington in Runde zwei?

In der anderen Paarung aus dieser Gruppe treffen die Penguins als Titelverteidiger mit dem deutschen Defensiv-Stürmer Tom Kühnhackl auf die Columbus Blue Jackets – eines der Teams, das Kühnhackl im Interview mit Hockeyweb.de als einen der großen Rivalen im Kampf um den Cup bezeichnet hat. Die Penguins haben sich nach der Meisterschaft im vergangenen Jahr gezielt verstärkt und keine Anzeichen des Nachlassens gezeigt. Goalie Matt Murray, dessen Stern in den Play-offs 2016 aufging, ist zu einer festen Größe im Penguins-Tor geworden, die Defensive weiter stabil. Bitter für die Pens ist der Ausfall von Verteidiger Kris Letang. Das macht die Serie gegen die Jackets noch schwerer. Sie könnte sogar über die volle Distanz gehen, denn auch die Blue Jackets spielen eine sehr gute Saison, hatten unter anderem die längste Siegesserie aller Teams in dieser Spielzeit. Wegen der etwas höheren individuellen Klasse und der größeren Play-off-Erfahrung sollte es aber für die Penguins reichen für den Einzug in die nächste Runde – wo dann womöglich Dauerrivale Washington wartet.

In der Atlantic Division kommt es zu einer Original-Six-Battle zwischen den New York Rangers und den Montreal Canadiens. In der anderen Paarung treffen die Boston Bruins mit ihrem Kapitän Zdeno Chara auf dessen Ex-Team Ottawa Senators. Beide Teams konnten sich zuletzt nicht für die Endrunde qualifizieren. Bei den Bruins spielte der nicklige Stürmer Brad Marchand die bisher beste Saison seiner Karriere und war einer der Top-Scorer der Liga. Allerdings ist er auch immer wieder für unfaire Aktionen bekannt und dürfte seit seinem fiesen Stockstich zum Ende der Hauptrunde unter verschärfter Beobachtung der Unparteiischen stehen. Besinnt er sich aber auf seine Stärken, sollten die Bruins aufgrund ihrer großen Erfahrung – neben Chara und Marchand stehen mit David Krejci, Patrice Bergeron und Tukka Rask noch einige Spieler aus dem Meisterjahr 2011 im Kader – keine allzu großen Probleme mit den Senators um Top-Verteidiger Erik Karlsson haben. Der Klassiker New York gegen Montreal könnte hingegen eines der Highlights der ersten Runde werden: Zwei Teams ohne die ganz großen Namen, abgesehen von Habs-Verteidiger Shea Weber, dafür mit den zwei bärenstarken erfahrenen Torhütern „King“ Hendrik Lundquist auf Seiten der New Yorker und seinem Pendant Carey Price im Tor der Canadiens.

Die jungen Oilers knüpfen an glorreiche Zeiten an, auf sie warten aber die erfahrenen Sharks

Besonders interessant aus deutscher Sicht ist die Pacific Division der Western Conference. Hier spielt Leon Draisaitl mit seinen Edmonton Oilers gegen den Vorjahresfinalisten San Jose Sharks. In der anderen Serie stehen sich die Anaheim Ducks mit Korbinian Holzer und die Calgary Flames gegenüber. Am Ende der Hauptrunde fehlten den Oilers nur zwei Punkte zum Division-Sieg und der Battle of Alberta in der ersten Runde gegen die Flames. Dennoch gehen die Oilers mit großer Euphorie in die Endrunde: Das erste Mal seit elf Jahren sind sie wieder mit dabei und haben auf dem Weg dorthin mehrmals an die großen alten Zeiten in den Achtzigern erinnert: Connor McDavid ist der erste NHL-Top-Scorer der Oilers seit 1988, er ist nach Sidney Crosby und einem gewissen Wayne Gretzky auch der drittjüngste Hart-Trophy-Gewinner der NHL-Historie und die Oilers haben das erste Mal seit 1988 wieder in zwei Spielen hintereinander sieben Tore erzielt – diese Liste ließe sich noch lange fortsetzen. Die jungen Talente wie eben Draisaitl, McDavid oder auch Ryan Nugent-Hopkins müssen nun aber zeigen, ob sie auch gegen eine erfahrene Truppe wie die Sharks mit den Veteranen Pavelski, Burns und natürlich „Big Joe“ Thornton bestehen können, zumal viele der „Young Guns“ noch keine Play-offs in der NHL gespielt haben. Auch dies könnte eine der spektakulären Serien der ersten Runde werden. In der anderen Begegnung sind die Anaheim Ducks mit den Routiniers Ryan Getzlaff, Ryan Kesler oder Corey Perry klarer favorisiert gegen die ebenfalls im Vergleich unerfahreneren Calgary Flames.

„Same procedure as every year“ heißt es in der Central Division der Western Conference. Zum dritten Mal hintereinander treffen die Chicago Blackhawks auf die Nashville Predators. Erneut sind die Blackhawks, die vielleicht einzige wirkliche „Dynastie“ der jüngeren NHL-Geschichte mit drei Titeln seit dem Jahr 2010, favorisiert. Aufgrund ihrer Erfahrung und individuellen Klasse ist auch nicht zu erkennen, wie die Predators sie schlagen sollten, auch wenn das Team mit Akteuren wie Pekka Rinne und P.K. Subban durchaus über herausragende Kräfte verfügt. In der zweiten Serie treten die Minnesota Wild gegen die St. Louis Blues an. Das Team aus der Twin City Minneapolis - St. Paul geht als Favorit in die Begegnung mit den Blues, die durch den Abgang von Verteidiger Kevin Shattenkirk während der Saison der mannschaftlichen Geschlossenheit der Wild nur punktuell etwas entgegenzusetzen haben dürften. Sollten sie gewinnen, träfen sie womöglich auf Chicago in Runde 2, eine Paarung, die es in den letzten Jahren auch regelmäßig gab – und stets mit dem besseren Ende für das Team aus der „Windy City“ ausging.

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