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Colorado und Toronto bleiben im Rennen

Avs verlieren gegen Calgary - Stastny langfristig gebundenAvs verlieren gegen Calgary - Stastny langfristig gebunden

Die Colorado Avalanche stand gestern vor dem vierten Spiel in der Serie gegen die Detroit Red Wings unter großem Druck. Eine Niederlage und damit ein Rückstand von 1:3 Spielen wäre für den Titelverteidiger wohl gleichbedeutend mit dem Ausscheiden gewesen. Wie schon mehrmals in den diesjährigen Playoffs siegte das Team aus Denver aber wiederum, wenn es enorm wichtig war. Die Gäste aus Michigan waren zwar vierzig Minuten die bessere Mannschaft, aber am Ende mußten sie den 2:2 Ausgleich hinnehmen. Den besseren Start ins Spiel und 16 Torschüsse hatten sie im ersten Drittel vorzuweisen, aber Patrick Roy ( insgesamt 31 Saves ) blieb zunächst ohne Gegentreffer. Dominik Hasek ( 19 Saves ) auf der anderen Seite mußte in der achten Minute erstmals hinter sich greifen. Nach Vorarbeit von Verteidiger Rob Blake brachte Steven Reinprecht die Scheibe vorbei am Fanghandschuh Haseks, der auf dem Eis lag, ins Netz. Für die Avalanche war es die erste wirklich gute Möglichkeit der Begegnung. Im zweiten Abschnitt gelang den Gästen dann aber der hochverdiente Ausgleich. Nach einem Zweikampf zwischen Kirk Maltby und Peter Forsberg mußte unverständlicher Weise nur der Gästespieler in die Kühlbox, aber Sergei Fedorov ließ sich davon nicht beeindrucken. In Unterzahl fing er einen schwachen Paß von Forsberg ab, lief alleine auf das Gehäuse von Roy zu und markierte das 1:1 mit einem Rückhandschuß. Mit einen klaren Schußvorteil von 25:12 gingen die Red Wings dann in den Schlußabschnitt, in dem sie eiskalt erwischt wurden. Nach 45 Sekunden brachte Joe Sakic die Avalanche mit einem für ihn typischen harten und platzierten Handgelenkschuß wieder in Führung. Detroit hatte zwar noch einige Ausgleichschancen, aber insgesamt war Colorado in den letzten zwanzig Minuten stärker, was zum Sieg reichen sollte. Die Entscheidung besorgte schließlich Chris Drury in der 57.Minute. Drei Sekunden vor der Schlußsirene konnte Brett Hull mit seinem siebten Playoff Tor nur noch auf den Endstand von 3:2 verkürzen.

Für die Toronto Maple Leafs hätte eine Niederlage beim gestrigen Auftritt in Carolina schon das definitive „Aus“ bedeutete, aber auch die Kanadier bleiben im Rennen. Schlüssel zum Sieg war vor allem die starke Vorstellung von Curtis Joseph, der dank 27 Saves einen Shutout verbuchte. Mitte des ersten Abschnitts vollbrachte er eine seiner besten Rettungstaten, als er bei eine 2-1 Situation der Hurricanes einen Rückhandschuß von Bates Battaglia parierte. In der 19.Minute durften die Leafs das letztendlich entscheidende 0:1 bejubeln. Ein Schuß von Bryan McCabe wurde nacheinander von den Schlittschuhen Sean Hills und Darcy Tuckers abgefälscht, ehe er den Weg vorbei an Artus Irbe ins Tor fand. Im zweiten Drittel hatte Carolina bei vier aufeinanderfolgenden Powerplays die Riesenchance zum Ausgleich, aber Joseph war an diesem Abend einfach nicht zu bezwingen. In den letzten zwanzig Minuten sahen sich die Hurricanes dem Ausgleich bei 15:2 Schüssen des öfteren sehr nahe, aber auch das Glück war in dieser Partie insgesamt ganz klar auf der Seite Torontos.