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Blackhawks mit Play-offs vor Augen

NHL-Play-offs: Ducks und Hawks sind weiterNHL-Play-offs: Ducks und Hawks sind weiter

Während abgesehen von der Frage des Spitzenreiters im Osten eigentlich alle Entscheidungen gefallen sind, geht es in der Western Conference unglaublich spannend zu. Abgesehen von Detroit, Colorado und San Jose müssen noch einige Teams um die Play-offs bangen bzw. hoffen. Für die Chicago Blackhawks müsste es nach dem 3:2 Sieg gegen die Calgary Flames allerdings mit dem Teufel zu gehen, sollten sie noch an der Teilnahme scheitern. Bereits frühzeitig im ersten Drittel sorgten Tony Amonte, Steve Sullivan und Michael Nylander für eine vermeintlich beruhigende 3:0 Führung. Dann war es einmal mehr Jarome Iginla, der mit seinen Saisontoren 50 und 51 wieder für Unruhe sorgte. Der Topscorer führt nicht nur mit deutlichem Abstand die NHL-Scorerliste an, ihm ist mit klarem Vorsprung vor Boston’s Bill Guerin die Maurice „Rocket“ Richard Trophy für den besten Goalgetter der Saison nicht mehr zu nehmen. Ob diese Tatsache für verpasste Play-offs entschädigt und ob der Jungstar, seinen auslaufenden Vertrag in Calgary verlängert steht jedenfalls in den Sternen. Die Blackhawks freuen sich nach Jahren der Entbehrung über die Endrunde und haben bereits jetzt mit 93 Punkten 22 Zähler mehr auf dem Konto, als in der kompletten letzten Saison.

Der Colorado Avalanche kann nun auch rechnerisch niemand mehr den Einzug in die Play-offs nehmen. Mit dem 4:2 Sieg bei den St.Louis Blues findet sich der Titelverteidiger auf Platz 2 im Westen wieder und wird dort wohl der ärgste Konkurrent für Detroit werden. Nachdem Patrick Roy zuletzt sein Ausnahmekönnen unter Beweis stellen konnte, durfte in St.Louis mal wieder Dave Aebischer ran. Und der Schweizer bewies mit 30 Saves einmal mehr, dass die Avalanche-Verantwortlichen die Zukunft mit dem Youngster planen können. Auch nach der Führung durch Keith Tkachuk dominierten die Gastgeber, aber die Treffer fielen auf der Gegenseite. Greg DeVries sowie die Rookies Radim Vrbata und Riku Hahl sorgten im Mittelabschnitt für die 3:1 Führung. Nach dem Abschlußtreffer von Al Macinnis in der 57.Minute stellte Superstar Joe Sakic, der zuvor bereits zwei Treffer aufgelegt hatte eine Sekunde vor der Sirene mit einem empty net goal den Endstand her. Während Aebischer eine überzeugende Leistung ablieferte, war das Comeback von Fred Brathwaite eher unglücklich. In seinem ersten Einsatz seit Februar wurde der dunkelhäutige Goalie der Blues durch Minor League Keeper Reinhard Divis ersetzt.

Mit 90 Punkten liegen die Blues lediglich einen Punkt vor den Phoenix Coyotes (89), die widerrum nach der 3:4 Niederlage bei den Vancouver Canucks (88 Punkte) nur noch einen Zähler Vorsprung vor den Kanadiern haben. Im direkten Duell der beiden Aspiranten schien nach der 3:0 Führung der Gastgeber durch Todd Bertuzzi, Brendan Morrison und Todd Warriner eine Vorentscheidung gefallen, aber Paul Mara und Daymond Langkow verkürzten im Mittreldrittel. Nachdem Hendrik Sedin auf 4:2 erhöhte, sorgte Rookie Branko Radivojevic in der 55.Minute zwar für eine spannende Schlußphase, aber die Canucks schaukelten den Sieg nach Hause und sind nun mit Edmonton punktgleich auf Platz 8.

Da die Konkurrenten allesamt gewinnen, wird es für die Dallas Stars immer schwieriger. Den Texanern droht nach der 1:4 Niederlage bei den Mighty Ducks of Anaheim als Favorit gestartet das gleiche Schicksal wie Washington im Osten. Obwohl deutlich überlegen scheiterten sie immer wieder am glänzenden Jean Sebastian Giguere (36 Saves), obwohl Neuzugang Brent Gilchrist noch im ersten Abschnitt das 1:0 durch Patric Kjellberg ausgleichen konnte. German Tirov, Mike LecLerc und Paul Kariya sorgten schliesslich für den Heimsieg der Kalifornier, die nach Phoenix und Edmonton damit in den letzten Spielen fast alle Konkurrenten um Platz 8 geschlagen haben. Leider zu spät, denn wie so oft sind die Ducks bereits frühzeitig im Rennen um die Play-offs ausgeschieden.