Eishockey Nachwuchs - DNL

18.06.2012

DNL: Düsseldorfer EG

Georg Holzmann: „Die DEG ist für mich ein Schritt nach vorn“

von Thomas Schulz

Georg Holzmann wird ab der kommenden Saison die Eishockey-Junioren der Düsseldorfer EG in der Deutschen Nachwuchs-Liga (DNL) trainieren. Der 51-jährige ehemalige Linksaußen besitzt die Erfahrung aus 885 Pflichtspielen für den EV Füssen, die Düsseldorfer EG (von 1982 bis 1984 in 57 Partien 24 Tore), Schwenningen, Mannheim, Preussen Berlin und die deutsche Nationalmannschaft.


Georg Holzmann trainiert künftig das DNL-Team der Düsseldorfer EG. (Foto: Daniel Fischer - www.stock4press.de)

Seit 2000 arbeitet Holzmann als Trainer und betreute dabei Bad Tölz, Heilbronn, Riessersee, Ravensburg sowie zuletzt seinen Stammklub Füssen. Wir sprachen mit dem gebürtigen Pfrontener.

Frage: Hallo, Herr Holzmann! Sie sind als Trainer des deutschen Inlinehockey-Teams bei der WM in Ingolstadt in der vergangenen Woche Zweiter geworden. Überwiegt die Freude über die Silbermedaille oder sind Sie enttäuscht, dass das Finale verloren wurde?

Holzmann: „Klar möchte man Gold holen, wenn man im Endspiel steht. Aber Kanada war klar besser und deswegen saßen wir auch nicht traurig in der Kabine. Zumal vor dem Turnier niemand mit einer derart guten Platzierung gerechnet hat.“

Frage: Mit ihrem Wechsel zur Nachwuchsmannschaft der DEG hat auch niemand gerechnet. Warum dieser Rückschritt vom Seniorenteam des EV Füssen?

Holzmann: „Das ist alles andere als ein Rückschritt. Ich sehe das sogar eher als einen Schritt nach vorne an, weil ich in Düsseldorf viel näher an der DEL dran bin. Zudem war die Arbeit in Füssen nicht viel anders, denn dort hatte ich 14 Spieler im Team, die auch für die DNL spielberechtigt waren.“

Frage: Wie kam der Kontakt zur DEG zustande?

Holzmann: „Walter Köberle und ich kennen uns aus meiner Zeit als Spieler in Düsseldorf. Er rief mich an und sagte, dass er jemanden braucht, der junge Spieler nach vorne bringt.“

Frage: Und da haben Sie nicht lange überlegen müssen?

Holzmann: „Nein, denn auch wenn der neue Weg der DEG ihrer finanziellen Situation geschuldet sein mag, so ist diese Tätigkeit für mich doch wahnsinnig interessant. In den vergangenen Jahren hat die DEG nicht viele eigene Spieler ausgebildet, obwohl sie alle Voraussetzungen dafür bietet. Der Verein ist gut organisiert und die Spieler sind in einer Art Internat untergebracht, wo sie Schule und Sport prima miteinander verbinden können. Wir müssen nur Geduld haben, denn von heute auf morgen wird man nicht Profi.“

Frage: Der EV Füssen ist noch auf der Suche nach einem Kooperationspartner in der DEL. Käme durch ihre Kontakte die DEG dafür in Frage?

Holzmann: „Nein. Denn der Weg muss ja in beide Richtungen verlaufen und dafür ist die Entfernung zwischen Düsseldorf und Füssen zu groß. Wir haben für diese Zusammenarbeit mit dem EV Duisburg zudem schon einen hervorragenden Partner.“

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