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Unterschiede zwischen Neuwied und Diez-Limburg sind geringBären müssen „kreuz und quer" unterbinden

Drei Tage nach dem Pokal-Halbfinale spielen der EHC „Die Bären“ 2016 (links: Robin Schütz) und die EG Diez-Limburg um den Ex-Neuwieder André Bruch (rechts) erneut gegeneinander. Zweiter EHC-Gegner des Wochenendes ist am Sonntag ab 19 Uhr im heimischen IceDrei Tage nach dem Pokal-Halbfinale spielen der EHC „Die Bären“ 2016 (links: Robin Schütz) und die EG Diez-Limburg um den Ex-Neuwieder André Bruch (rechts) erneut gegeneinander. Zweiter EHC-Gegner des Wochenendes ist am Sonntag ab 19 Uhr im heimischen Ice
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„Das ist doch gut für die Spannung, wenn im Vorfeld niemand eine Voraussage treffen kann“, sagt EGDL-Trainer Arno Lörsch. Ein Neuwieder Liga-Sieg daheim, einen Limburger Erfolg sowie ein Remis im Halbfinale des Rheinland-Pfalz-Pokals hat es bislang gegeben. „Es waren dreimal Partien absolut auf Augenhöhe“, resümiert EHC-Coach Jens Hergt. Das galt auch für das Pokalspiel am Dienstag, das im Neuwieder Icehouse 3:3 endete und nach dem die Rockets den Finaleinzug bejubeln konnten, weil sie daheim als 6:5-Sieger das Eis verlassen hatten.

„Und am Freitag werden wieder Kleinigkeiten den Ausschlag geben“, ist sich Hergt sicher. Dann kommt es ab 20.30 Uhr am Diezer Heckenweg zum nächsten Aufeinandertreffen, dann wieder in der Regionalliga West. „Wir konnten aus dem Pokalspiel auf jeden Fall noch ein paar neue Erkenntnisse mitnehmen, die wir am Freitag zu unserem Vorteil nutzen möchten“, analysiert Hergt. Dazu zählt sicherlich nicht mehr, dass das an der Lahn gerne betriebene sportliche Understatement wenig mit der tatsächlichen Leistungsstärke der Mannschaft zu tun hat. Die beiden Kanadier Matt Fischer und Joey Davies sowie Ex-DEL-Mann Konstantin Firsanov sind der Schrecken jeder Regionalliga-Abwehr. Neu hinzugekommen im Rockets-Spiel scheint die entdeckte Hingabe für die eigene Defensivarbeit. „Wir haben bisher teilweise zu offensiv gespielt, uns aber auch einige individuelle Fehler geleistet, was zu vielen Gegentoren in der Liga führte. Am Dienstag war das deutlich disziplinierter, und es haben sich auch andere Spieler als sonst in der Abwehr in die Schüsse geworfen“, sah Lörsch in der Hintermannschaft deutliche Fortschritte. Die Bären vermissten indes an diesem Abend nicht viel, dafür aber Entscheidendes. Hergt: „Das Momentun, das wir im Spiel gegen Hamm hatten, fehlte. Aber am Freitag beginnt alles wieder bei 0:0, und wir werden alles geben, um die nächsten drei Punkte einzusammeln.“

Spiel Nummer fünf in dann zehn Tagen bestreiten die Bären am Sonntagabend ab 19 Uhr im Icehouse. Dann ist der Neusser EV zu Gast. Ein Gegner, gegen den Spiele manchmal etwas von spektakulärem Wildwest-Eishockey ohne großes Federlesen haben. „In der letzten Saison haben wir mit 8:10 verloren“, erinnert sich Hergt mit süß-saurer Miene. Ein Ergebnis, das klarmacht, wie es gegen Neuss gerne einmal zugehen kann. „Damals kamen die Zuschauer voll auf ihre Kosten, und ich denke, dass wir am Sonntag wieder eine sehr interessante Partie erwarten können. Neuss spielt ein wenig kreuz und quer, etwas unorthodox. Gegen diese Mannschaft kommt es darauf an, sich nicht von der eigenen Linie abbringen zu lassen.“ Der NEV startete zwar durchwachsen in die Saison, hat jetzt aber allmählich seinen Rhythmus gefunden. Zufall ist es nicht, wenn du Meister Hamm mit 4:0 besiegst oder zwischenzeitlich mit 2:1 gegen Diez-Limburg führst. Hergt: „In der Regionalliga kann man vor keinem Spiel davon ausgehen, dass ein Sieg herausspringt. Es gibt keine großen Leistungsunterschiede, und auf dem Eis stehen immerhin noch Menschen und keine Maschinen“, gibt der EHC-Coach zu bedenken, dass nicht jeder Tag sein kann wie der andere. Die beiden Seiten der Medaille erlebte der EHC jüngst innerhalb kürzester Zeit: Sonntags fand der Puck fast wie ferngesteuert den Weg ins Hammer Tor, dienstags schien das Gehäuse der EGDL in der Anfangsphase hingegen wie vernagelt zu sein.