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Kobras zurück auf dem Boden der TatsachenDinslaken unterliegt der Soester EG deutlich

(Foto: Verein)(Foto: Verein)

Denn die Sikorski-Truppe hatte von Beginn an das Nachsehen. Jeder Spieler der Hausherren war gegenüber seinem Gegenspieler gedankenschneller, antrittsschneller und in puncto spielerischem Element hatten die Hausherren sowieso ein deutliches Plus. Die Kobras mussten zusehen, wie sie von Beginn an nahezu überrannt wurden und konnten nichts Gleichwertiges entgegensetzen. Wieder versuchte man über den Kampf zum Spiel zu kommen, doch diesmal misslang dieses Vorhaben völlig. Im Gegenteil: Man bewegte sich durch den hohen kämpferischen Einsatz immer nah an einer Strafzeit und hatte das Pech, auf einen Schiedsrichter zu treffen, der eine sehr enge Regelauslegung bevorzugte. Somit befand man sich schon im Eröffnungsdrittel mit acht Strafminuten viermal in Unterzahl. Und was eine gute Vorbereitung Wert ist, zeigte dann das Team vom Möhnesee mit einer Tic-Tac-Toe-Überzahl und verwertete zwei der vier Überzahlsituationen zu den Toren zwei und drei. Der erste Treffer resultierte aus einem Scheibenverlust an der eigenen blauen Linie, womit man den Gegner zum 1:0 einlud.

Kurz keimte Hoffnung bei den mitgereisten Fans auf, als Michal Plichta in der 24. Minute auf 1:3 verkürzen konnte, doch keine Zeigerumdrehung später hatte das stark verbesserte Team von Trainer Dieter Brüggemann den alten Abstand wiederhergestellt. Zunehmend haderte man nun mit den Schiedsrichterentscheidungen und manche Äußerung war dem Referee dann wohl auch zu deftig und der Strafminutenzähler arbeitete auf Hochtouren. Zu allem Überfluss ließ sich Petr Macaj in der 49. Minute noch zu einem Kniecheck hinreißen, der eine Spieldauerdisziplinarstrafe nach sich zog. Damit fehlt er auch am Sonntag gegen Herford. Pech hatte Moritz Hofschen, der einen nicht geahndeten Stockschlag abbekam, der ihn zum Aufhören zwang. Bleibt zu hoffen, dass er am Sonntag wieder dabei sein kann. Der zweite Kobra-Treffer 10 Minuten vor dem Ende durch Alex Brinkmann beim Stand von 7:1 war dann nicht mehr als Ergebniskosmetik. 45 Strafminuten in Summe sind dann doch eindeutig zu viel, will man einen starken Gegner in die Knie zwingen.

Wollen die Dinslakener am Sonntag gegen Herford eine Chance haben, müssen sie es schaffen, der Strafbank fern zu bleiben. Denn auch von Herford ist die individuelle Klasse der meisten Spieler so groß, dass man sich häufige Unterzahlsituationen nicht erlauben kann. Mit diesem Spiel hat das Team vom Möhnesee die Kobras wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt und gezeigt, wie wertvoll eine vernünftige Vorbereitung ist.