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Hiobsbotschaft für den EHC Netphen Keine Freigabe für die Kühlanlage im Sportpark Siegerland

Hiobsbotschaft für den EHC Netphen Hiobsbotschaft für den EHC Netphen

Großen Anteil daran hatte sicherlich auch die im Frühjahr 2017 neu  gegründete Interessengemeinschaft Eissport im Siegerland IGEiS, welche  mit viel Herzblut und Einsatz Unterschriften sammelte, Protestmärsche organisierte und in den Medien immer wieder auf die Notwendigkeit des Bestehens der Eissporthalle hingewiesen hatte.

Diese Woche erreichte den EHC Netphen dann die Hiobsbotschaft: Der TÜV verweigert dem Sportpark Siegerland nach einer Prüfung die Betriebserlaubnis für die Kühlanlage. Somit ist der Start in die neue Saison erst mal aufs nicht vorhandene Eis gelegt.

Laut dem Vertreter des zum Insolvenzverwalter bestellten Kölner Rechtsanwalts Dr. Niering, Bernhard Görg, handelt es sich um eine ’Verkettung von Nachlässigkeiten aller seit Bestehen der Anlage Beteiligten.“

Kollektive ’Nachlässigkeiten“ über viele Jahre zum jetzigen Nachteil Dritter. Besonders hart trifft es den EHC Netphen, der mit frischem Elan als Bezirksligameister der vergangenen Saison in die NRW-Landesliga starten wollte. Zudem konnte seit vier Jahren  wieder eine Nachwuchsmannschaft, U14,  zum Spielbetrieb gemeldet werden.

’Unser Ärger und Unverständnis sind groß. Natürlich sollte eine Kühlanlage dieser Größenordnung über eine aktuelle TÜV-Abnahme verfügen. Aber warum kommt das nach vielen Jahren der Untätigkeit nun so urplötzlich, nur Tage vor Saisonbeginn?“, bemerkt Andre Langenbach, Vorsitzender des EHC Netphen. ’Wir geraten damit völlig unerwartet und überflüssig in eine Notlage, die wir jetzt schnell bewältigen müssen“, ergänzt Jörg Flender, 2. Vorsitzender des EHC. Es wurde eine gemeinsame Krisensitzung vom Vorstand mit der 1. Mannschaft anberaumt und das weitere Vorgehen besprochen. Insbesondere, wie und wo man die notwendigen Trainingseinheiten und Heimspiele absolviert ist dringend zu klären. Dazu laufen die Gespräche mit dem TuS Wiehl.

’Dem Verein entgehen dadurch auch wichtige Eintrittsgelder und auswärts stattfindende Heimspiele können auch nicht die so typische Heimatmosphäre erzeugen. Neben den Fans sind unsere Sponsoren  über diese von uns unverschuldete Entwicklung naturgemäß wenig begeistert. Aber so etwas nennt man dann wohl Kollateralschäden“, erklärt Marketing- und Sponsoring Vorstand Michele Schulte

Prinzipiell ist man ’gedämpft optimistisch“, dass die Saison noch gerettet werden kann. Voraussetzung dafür ist allerdings ein bezahlbares Angebot der vom Vertreter des Insolvenzverwalters beauftragten Spezialfirma für die notwendigen Modernisierungsmaßnahmen. Dieses wird in Kürze von allen Beteiligten mit großer Spannung erwartet. Danach weiß man mehr und kann handeln, so oder so.