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Herforder Ice Dragons klettern mit Arbeitssieg in Soest auf Platz 19:6-Erfolg bei der Soester EG

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Der Start der Ice Dragons in die Partie war holprig. Zwar versuchten sie vom Anpfiff an, dass von Marvin Nickel hervorragend gehütete Tor der Gastgeber unter Druck zu setzen, waren aber nicht energisch genug im Abschluss. 84 Sekunden dauerte die erste Druckphase, dann verloren sie den Puck an der gegnerischen Blauen Linie, Kieren Vogel eilte aus dem Tor um zu klären, der Soester Simon Tambosi war einen Schritt schneller an der Scheibe und schob zur 1:0-Führung ins leere Herforder Tor ein. Soest war mit dem ersten Torschuss in Führung gegangen. Die Antwort der Ice Dragons war nicht so druckvoll wie von den mitgereisten Fans erhofft. Zwar waren sie optisch überlegen, Konzentrationsmängel sorgten allerdings für zu viele leichte Scheibenverluste, mehr als nur einmal musste Kieren Vogel Kopf und Kragen riskieren, um die konternden Gastgeber zu stoppen. Dennoch, der Ausgleich in der siebten Spielminute war hochverdient. Fabian Staudt war mit seinem Torschuss noch gescheitert, Gleb Berezovskij bekam den Abpraller rechts vorm Tor und verwandelte aus spitzem Winkel. Der Treffer, von den Schiedsrichtern irrtümlich an Kris Gehring vergeben, gab den Ice Dragons jedoch nicht wie erhofft mehr Sicherheit. Die Ice Dragons mühten sich zwar redlich, bis sie jedoch endlich in Führung gehen konnten, mussten auch sie einige brenzlige Situationen überstehen. In der 18. Minute war es dann aber so weit: nach Vorarbeit von Kris Gehring und Aaron Reckers stand R.J. Reed mal wieder goldrichtig und netzte zum 1:2-Pausenstand ein.

Der Beginn des zweiten Drittels war geprägt von einem neunminütigen Tiefschlaf der Ice Dragons. Und hellwachen schnörkellos agierenden Gastgebern, die diesen Tiefschlaf eiskalt ausnutzten. Erst glich Ernst Reschetnikow in Überzahl in der 24. Minute zum 2:2 aus, dann sorgten drei schwere Fehler der Ice Dragons dafür, dass Kieren Vogel zwischen der 26. und der 30. Minute gleich drei weitere Male hinter sich greifen konnte, Marc Polter und zweimal Martin Juricek, davon ein Treffer sogar in Unterzahl, brachten die Gastgeber mit 5:2 in Front. Wer nun jedoch dachte, dass wäre die Vorentscheidung, sah sich getäuscht. Es wirkte fast so, als hätten die Ice Dragons diesen Rückstand gebraucht, um ins Spiel zu finden. Das Team von Jeff Job erhöhte den Druck, stand defensiv deutlich konzentrierter und schlug mit vier Treffern in fünf Minuten zurück. Erst nutzte Lucas Klein in der 35. Minute eine Vorarbeit von Jan-Niklas Linnenbrügger zum 3:5, dann legte Fabian Staudt in der 37. Minute das 4:5 nach, Jan-Niklas Linnenbrügger glich wiederum nur eine Minute später aus und R.J. Reed brachte die Ice Dragons sogar noch vor der Pause mit 6:5 in Front. Jetzt wirkten die Gastgeber konsterniert und konnten froh über den Pausenpfiff sein, während die Ice Dragons, gerade richtig in Fahrt gekommen, sich über den Pfiff wirklich ärgerten.

Den besseren Start ins letzte Drittel hatten dann die Ice Dragons. Es lief die 43. Minute, als Killian Hutt aus zentraler Position sein Team in Überzahl mit 7:5 in Führung brachte, ein Treffer, der eigentlich für Ruhe sorgen sollte. Doch weit gefehlt. Erneut war es ein Fehler der Ice Dragons, der nur eine Minute später wieder das Spiel spannend machte, plötzlich waren die Boerdeindianer frei vor Kieren Vogel und Martin Juricek verkürzte auf 6:7. Doch die Ice Dragons fanden die passende Antwort. Nur 70 Sekunden nach dem erneuten Soester Anschluss stand Nils Bohle goldrichtig, um auf 6:8 zu erhöhen. Die Ice Dragons hielten nun die Gastgeber von ihrem Tor weg so gut es ging, hatten ihrerseits dabei genug Chancen, um das Spiel endgültig zu entscheiden. Doch es dauerte bis zur 59. Minute, ehe die endgültige Entscheidung fiel. Die Gastgeber hatten mittlerweile Ihren Goalie zu Gunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis genommen, als Killian Hutt sich die Scheibe in der neutralen Zone erkämpfte und in Richtung verwaistes Soester Tor zog. Er selbst hatte die Chance auf den Treffer, doch anstatt abzuziehen legte er quer auf R.J. Reed, der den 9:6-Endstand erzielte.