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Es bleiben Hausaufgaben für die EG Diez-LimburgRockets besiegen Zweibrücken mit 6:3

(Foto: fischkoppMedien/EGDL)(Foto: fischkoppMedien/EGDL)

Mit 4:3 führte seine Mannschaft, die EG Diez-Limburg, zu diesem Zeitpunkt gegen die Hornets aus Zweibrücken. Vier Buden vorne ist okay, drei Buden hinten geht gar nicht. Zumal die Gegentore nach Fehlern passierten, wie man sie von dieser neuformierten Mannschaft bisher noch nicht gesehen hatte. Am Ende fuhr die EG Diez-Limburg zwar einen verdienten und ungefährdeten 6:3 (1:1, 3:2, 2:0)-Erfolg ein, doch die spürbare Unzufriedenheit im Team macht deutlich, wie hoch der Anspruch dieser Mannen an die eigene Leistung ist. Die Zuschauer sprachen am Ende von einer dominanten Rockets-Mannschaft und zum Teil wirklich sehenswert herausgespielten Toren - und genau das boten die Gastgeber auch. Das leichtfertige Vorbereiten von Gegentoren und das manigfache Vergeben von Torchancen soll jedoch nicht zum Portfolio dieser Mannschaft gehören. Und so wurde der fünfte Sieg im fünften Test zu einem wichtigen Lernprozess.

’Zufrieden sein darf ich mit diesem Spiel nicht“, sagte EGDL-Trainer Arno Lörsch auf der Pressekonferenz im neuen VIP-Raum der Rockets. ’Wir haben zu viele individuelle Fehler gemacht, das fing zumeist schon mit dem ersten Pass hinten raus an. Nur, wenn jemand einen Geistesblitz hatte, ging es schnell nach vorne. Im zweiten Drittel hatten wir eine sensationelle Fehlpass-Quote und in manchen Situationen auch ein Kommunikationsproblem. Da müssen wir mehr mit dem Nebenmann reden. Natürlich sah das hier und da ganz nett aus, aber das ist nicht unser Anspruch. Wir können mehr.“

In Unterzahl (mal wieder) hatte Joey Davies die Rockets in Minute 16 in Führung gebracht. Das Chancenplus und die spielerischen Momente lagen zu diesem Zeitpunkt trotz des genannten Sand im Getriebes klar bei den Gastgebern. Und dennoch stand es nach 20 Minuten nur 1:1: Matus Zaborsky traf in Überzahl (20.) zum Ausgleich.

Im zweiten Drittel geriet die EGDL gleich zwei Mal in Rückstand. Neu-Import Zaborsky schlug in der 22. Minute erneut zu, traf zum 2:1 für die Gäste. Mit seinem ersten Tor im EGDL-Dress traf Florian Flemming zwar zum zwischenzeitlichen Ausgleich (24.), doch Raketen in “Verschenk-Laune” leiteten wenig später den dritten Treffer der Hornets durch Florian Creuzburg ein (34.). Die vom Trainer bereits erwähnten Geistesblitze machten dennoch eine Führung nach 40 Minuten möglich: Dustin Bauscher traf zum 3:3 (36.), Matt Fischer zum 4:3 (36.).

Überhaupt präsentierte sich der Kanadier auch in dieser Partie erneut in Bestform. Fischer scheint nahtlos an die Leistung aus der Vorsaison anknüpfen zu können - und vielleicht ist sogar noch eine Steigerung möglich. Sein Solo zum 6:3 (52.) gehörte in die Kategorie ’Sehenswert“. An seiner Seite kann auch sein Landsmann Joey Davies, der in Überzahl zuvor zum 5:3 getroffen hatte (43.), bisher absolut überzeugen.

’Wir nehmen einiges mit aus diesem Spiel“, sagte Lörsch. ’Eine Generalprobe auf heimischem Eis muss ja auch nicht immer stromlinienförmig verlaufen.“ Immerhin war es den Rockets gelungen, den starken Hornets-Keeper Tobias Chadim, der zur neuen Saison vom Zweitligisten aus Weißwasser nach Zweibrücken gewechselt war, gleich sechs Mal zu überwinden. Es blieben aber auch zahlreiche Chancen, die man nicht nutzen konnte. ’Weil wir trotz der vielen Scheiben, die wir zum Tor gebracht haben, zu wenig nachgegangen sind. Nur so kannst du gegen einen solch glänzenden Keeper auch Tore machen“, sagte Lörsch. Zweibrückens Trainer Tomas Vodika gratulierte den Rockets zum Sieg und hielt fest: ’In unserer Liga würdet ihr sicherlich ganz vorne mitspielen. Wir haben heute, obwohl personell angeschlagen, besser gespielt als noch beim letzten Duell mit Diez-Limburg (5:2 für die Rockets). Aber es hat eben auch heute nicht für uns gereicht.“