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Die Überraschung knapp verpasstDinslakener Kobras

Und fast wäre noch ein Punktgewinn möglich gewesen, stand es 32 Sekunden vor Schluss noch 2:3. Doch mit der Maßnahme, den Torhüter durch einen sechsten Feldspieler zu ersetzen, ging der Schuss an diesem Abend nach hinten los. Brian Gibbons, Torjäger vom Dienst in Reihen der Bären und an diesem Abend mit drei Treffern maßgeblich am Auswärtssieg seines Teams beteiligt, stellte mit einem Empty-Net-Goal die Anzeigetafel auf den Endstand und begrub damit alle Hoffnungen der Kobras auf eine Punkteteilung an diesem Abend.

Das Spiel begann sehr hektisch und war von beidseitigen Nickeligkeiten geprägt. Schiedsrichter Merkel entschied sich daher für eine enge Regelauslegung und sorgte damit zumindest ab Spielabschnitt zwei für eine faire Begegnung. Zwar verteilte er allein im ersten Drittel 42 Strafminuten (22 gegen Dinslaken und 20 gegen Neuwied), worunter natürlich der Spielfluss beider Teams zu leiden hatte, doch damit verhinderte er wahrscheinlich Schlimmeres für den weiteren Spielverlauf.

Den besseren Start erwischten die Hausherren, als Joey Menzel nach 129 Sekunden auf Vorlage des Neuzugangs Julius Krölls, der im Übrigen einen guten Eindruck hinterließ, zum Führungstreffer für seine Farben einnetzte. Die Tsvetkov-Truppe schaffte es zunächst, die Neuwieder Bären nicht ins Rollen kommen zu lassen und so entwickelte sich im Eröffnungsdrittel ein offener Schlagabtausch mit Chancen hüben wie drüben. In der 15. Minute konnten die Gäste dann zum 1:1 ausgleichen, allerdings begünstigt durch einen Wechselfehler der Kobras.

Ab dem Mittelabschnitt nahm der Favorit dann das Heft mehr und mehr in die Hand und der Oberliga-Absteiger stellte unter Beweis, warum man ihn getrost als Spitzenteam der Regionalliga bezeichnen darf. Die schwarze Hartgummischeibe lief flüssig zwischen den Akteuren hin und her und man konnte sich des Eindrucks nicht erwehren, dass sie vor dem von Felix Zerbe gehüteten Kobragehäuse teilweise zu verspielt agierten. Es war nicht so, dass sich die Männer um Kapitän Haßelberg nicht ebenfalls Chancen erarbeitet hätten, doch vor dem Tor der Bären wirkten die Aktionen häufig zu umständlich. Ebenfalls wurde die ein oder andere Chance auf einen Torschuss einfach liegengelassen.

Zudem hatten der EHC an diesem Abend jemanden in seinen Reihen, der genau wusste, wo das gegnerische Tor steht und seine Torgefährlichkeit dreimal unter Beweis stellen konnte: Brian Gibbons. Bei Mannschaft und Fans der Dinslakener keimte in der 52. Minute noch einmal Hoffnung auf, als Dominick Spazier eine Unaufmerksamkeit von Gästetorhüter Alexander Neurath zum 2:3- Anschlusstreffer nutzen konnte, doch dies sollte letztendlich nicht reichen, die Bären an diesem Abend zu bezwingen.

Dennoch  hat man den Eindruck, der DEC 2009 hat die Wende zum Guten vollzogen und wenn die Mannschaft im Laufe der Saison auch spielerisch noch weiter zusammenwächst, wird man sich weiter in der Tabelle nach oben arbeiten können.