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Bären erkämpfen sich den ersten AuswärtsdreierEHC Neuwied

Bären erkämpfen sich den ersten AuswärtsdreierBären erkämpfen sich den ersten Auswärtsdreier
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Andre Bruch verletzt (Handbruch), Andreas Funk gesperrt (Spieldauerstrafe gegen Köln), Daniel Niestroj beruflich verhindert: EHC-Trainer Arno Lörsch musste personell improvisieren und überraschte mit der Entscheidung, den jungen Simon Cremer anstelle von Bruch an die Seite der beiden Kontingentspieler Brian Gibbons und Andrew Loew zu stellen. Doch die Maßnahme sollte fruchten, vor allem, weil Cremer aufgrund seiner Athletik in der Lage ist, das hohe Tempo der Nordamerikaner mitzugehen. Den ersten Treffer aber markierten die Gastgeber: Joey Menzel schloss einen Konter zum 1:0 für die Kobras ab (3.). In einem zunächst relativ zerfahrenen Spiel hatten die Bären ein leichtes spielerisches Übergewicht und kamen so auch verdient zum Ausgleich: Auf Vorarbeit von Christian Neumann traf US-Boy Brian Gibbons zum 1:1 (15.).

Über weite Strecken der Partie litt der Spielfluss unter zahlreichen kleinen Strafen auf beiden Seiten. „Der Schiedsrichter hat aus meiner Sicht aber nicht kleinlich, sondern korrekt gepfiffen“, sagte EHC-Trainer Arno Lörsch. Von einer Strafe gegen die Gastgeber profitierte der EHC in Minute 28, als Brian Gibbons in Überzahl zum 2:1 traf. Wenig später jedoch musste EHC-Stürmer Rene Sting nach einem Check verletzt vom Eis. „Da will ich dem Dinslakener Spieler keine Absicht unterstellen, ich glaube eher, dass beide unglücklich zusammengestoßen sind“, sagte Lörsch. „Unsere Spieler haben auch nicht reklamiert oder eine Strafe gefordert.“ Sting wurde mit einer Knieverletzung ins Krankenhaus gebracht.

Im letzten Drittel erhöhte Stefan Kaltenborn auf 3:1 (50.), Dominick Spazier machte die Partie mit seinem Anschlusstreffer zum 2:3 jedoch noch einmal spannend (52.). Als die Bären in den Schlussminuten in Unterzahl agieren mussten, brachte Dinslaken zusätzlich einen weiteren Feldspieler für den Torhüter, Brian Gibbons aber machte mit einem Empty-net-Goal, einem Schuss ins leere Tor, den 4:2-Auswärtssieg perfekt (60.).

„Das sind drei sehr hart erkämpfte Punkte“, freute sich Lörsch. „Wir sind aufgrund der Umstellungen innerhalb der Reihen zunächst nicht gut in Schwung gekommen. Zudem waren einige Spieler heute Abend nicht in Bestform, die Gegentore resultierten aus individuellen Fehlern. Aber die Jungs haben gekämpft wie die Wahnsinnigen.“