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Verletzungsgeplagte Rebels vor schwerem WochenendeStuttgart Rebels

Verletzungsgeplagte Rebels vor schwerem WochenendeVerletzungsgeplagte Rebels vor schwerem Wochenende

Im Prinzip ist es egal, gegen wen die Rebellen antreten, denn der aktuelle Kader ist zur Zeit personell dermaßen gebeutelt, dass man froh sein kann, überhaupt antreten zu können. Zu den bisherigen Verletzten kommen seit Sonntag noch Alex Katjuschenko und Daniel Heilmann. Hinzugekommen ist aktuell noch Philip Hodul (Schulter) und Dany Glemser (krank). Hinter Alexej Schneider steht auch noch ein dickes Fragezeichen. Das bedeutet im Klartext, dass wieder einige Landesliga-Spieler mehr in den Kader integriert werden müssen, um sich dem Gegner entgegenzustellen.

„Eigentlich müssten wir die Notbremse ziehen und die Wochenendspiele absagen. Punkt. Aber, wir regen uns immer über Verzerrungen im Spielplan auf und beklagen ausgefallene Spiele, die abgesagt werden und nur mit großer Mühe irgendwann nachgeholt werden müssen. Deshalb ziehen wir das durch. Wir vertrauen den verbleibenden Spielern und auch denen, die aus der Landesliga-Mannschaft kommen. Wir setzen damit ein Zeichen und stellen uns den Herausforderungen“, erklärt der sportliche Leiter Carsten Golombek. „Ich habe sowas seit sieben Jahren, die ich hier tätig bin, noch nicht erlebt, auch nicht mal andeutungsweise. Unsere Youngster, die wir eigentlich behutsam reinschnuppern lassen wollten, sind nun Stammspieler. Das sagt schon alles aus über unsere Situation.“

Das Heimspiel am Freitag kommt also denkbar ungünstig, nicht nur aufgrund der Personalsituation. Denn mit den Baden Rhinos kommt auch die Mannschaft der Stunde, die entgegen ihren Gepflogenheiten zu Saisonbeginn schwach zu starten, diesmal optimal aus den Startblöcken gekommen ist und zurzeit sehr stabil auftritt. Ein kleines Wunder könnte man denken, denn der Kader wurde nur auf einer Position mit Patric Kaliszewski verstärkt. Aber das Erfolgsgeheimnis steht nicht auf dem Eis, sondern hinter der Bande und heißt Pascal Winkel. Der Trainerfuchs aus dem Airpark, der an spielfreien Wochenenden immer zu Spielen der Gegner anreist, hat die Fähigkeit, seine Mannschaft optimal auf den jeweiligen Gegner einzustellen.

Ein ähnlicher Trainertyp begegnet den Rebellen am Samstag, 2. November, um 20.15 Uhr in der SAP-Arena (Nebenhalle). Maddogs-Erfolgscoach Sascha Trivunov, der fünf Neuzugänge in den Kader integrieren musste, hat nach dem 0:18-Startdebakel in Heilbronn sein Team umgestellt. Plötzlich lief es auch besser. Beeindruckend die Heimsiege gegen Schwenningen und gegen Eppelheim, als man die Rhein-Neckar Stars mit 7:2 aus der SAP-Halle ballerte.

Mit den „verrückten Hunden“ aus Mannheim treffen der Rebels also auf eine starken Aufsteiger, und das ausgerechnet einen Tag nach dem schweren Heimspiel gegen die Baden-Rhinos. Es gibt angenehmere Situationen.