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Robert Kienle hat das Traineramt bei den Mammuts niedergelegtEA Schongau

Robert Kienle hat das Traineramt bei den Mammuts niedergelegtRobert Kienle hat das Traineramt bei den Mammuts niedergelegt

Andererseits hatte der Coach auch sehr viele Fürsprecher gerade unter den routinierten Kräften des Teams. Ganz besonders hart fällt dieser Abgang EAS-Vorstand Oliver Karbach: „Robert war nicht nur Coach, sondern hat sich seit die Stelle des Teammanagers bei der EAS vakant ist, sehr viel um die Zusammenstellung der Mannschaft und um die Belange der einzelnen Spieler gekümmert.“  Im Dezember 2011 übernahm Robert Kienle, damals Schülertrainer bei der EAS,  in einer ähnlichen Situation das Team, nachdem Trainer Heinz Feilmeier hingeschmissen hatte. Und Robert Kienle hätte trotz aussichtloser Lage mit dem Team fast noch den Klassenerhalt in der Bayernliga geschafft. Auch beim Neuaufbau nach dem Abstieg brachte er sich voll ein, verstand er doch die begrenzten finanziellen Mittel der EA Schongau, forderte keine unrealistischen Verpflichtungen. Trotz der Abgänge vieler Routiniers im Team, konnte er mit der neu zusammengestellten Mannschaft erneut an die Tür der Bayernliga anklopfen. Sicher war der bisherige sportliche Verlauf nach der im Großen und Ganzen überraschend guten Vorsaison auch für ihn persönlich sehr enttäuschend.

Das Spiel am Freitag war schon bitter und nach der Niederlage in Geretsried zog der Trainer am Montagabend für sich die Konsequenzen und beendete sein Engagement für das Team. Wer sein Nachfolger wird, kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gesagt werden. Jedoch drängt die Zeit – man steht ja mitten im Punktspielbetrieb.

Das Dienstagstraining  leitete Verteidiger Kamil Drimal, nachdem sich der Coach vom Team verabschiedet hatte. Am Freitag beim Heimspiel gegen den ESV Burgau wird wohl Juniorentrainer Thomas Aumiller einspringen. Beispielhaft wie sehr sich Robert Kienle immer noch für den Verein einbringt, lieferte er am Dienstagabend Vorstand Oliver Karbach noch persönlich Vorschläge für  seine potentielle Nachfolge.

In der gegenwärtigen Situation ist man bei den Mammuts froh, dass am Wochenende nur eine Begegnung ansteht. Am Freitag, 1. November, 19.45 Uhr ist der ESV Burgau zu Gast. Die Gäste aus Burgau zeigten bisher zwei Gesichter. Einem klaren 7:1-Erfolg über den SC Forst in Peißenberg folgte im heimischen Stadion eine glatte 0:4-Niederlage gegen die SG Oberstdorf/Sonthofen, um zwei Tage später Vorjahrsmeister EV Pfronten mit 7:3 abzufieseln.

Das Team der Eisbären aus Burgau kann auf eine Großzahl an Spielern aus dem Augsburger Raum zurückgreifen, die reichlich höherklassige Erfahrung mitbringen. Trainiert von Stanislav Hlozek sind die Stützen im Team unter anderem Goalie  Markus Matula (AEV), in der Verteidigung Neuzugang Benjamin Gottwalz (Pfronten). Paradestück der Burgauer ist aber der torgefährliche Angriff um Routinier Roman Mucha. Die Torjäger der Gäste im 30-Mann-Kader sind Frank Kozlovsky und die Ex-Königsbrunner Alexander Rehle und  Topscorer Patrick Ullmann (Vorjahr 44 Punkte, davon 21 Tore).

Für EAS-Verteidiger Kamil Drimal ist dies natürlich einen besondere Begegnung, stand er doch im Vorjahr im Kader der Eisbären. Personell bleibt die Lage bei den Mammuts angespannt, so werden erneut die Verteidiger Norbert Löw und Friedrich Weinfurtner, oder auch Stefan Schäller wieder im Angriff aushelfen müssen. Julian Kropp hat inzwischen das Training wieder aufgenommen. Fehlen wird noch länger Marco Fichtl (Bänderverletzung) und die Lücken, der beiden Abgänge zum Transferschluss können ja erst frühestens zum 1. Dezember wieder geschlossen werden.