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EHC entscheidet Derby für sichEHC Waldkraiburg

EHC entscheidet Derby für sichEHC entscheidet Derby für sich

Die Fans beider Lager hatten der Begegnung entgegengefiebert, die Ränge waren gut gefüllt und von der ersten Minute an entwickelte sich ein rassiges Derby mit recht hohem Tempo. Dorfen konnte dabei nach nicht einmal zwei Minuten durch Alexander Koß die Führung erzielen (01:40) und setzte die Löwen damit früh unter Druck, die ihren Zuschauern natürlich etwas bieten wollten. Die Hausherren vom EHC attackierten in der Folge früh und suchten oft den Abschluss- wirklich aussichtsreich kamen sie in den ersten 20 Spielminuten aber noch nicht vor das von Andreas Tanzer hervorragend gehütete Dorfener Tor. Alex Piskunov (13.) und zwei Mal Max Kaltenhauser (14./18.) hatten noch die besten Gelegenheiten auf den Ausgleich, ein jedes Mal hatte Tanzer aber etwas dagegen. So ging mit dem 1:0 für die Eispiraten auch zum ersten Pausentee.

Die berühmten richtigen Worte müssen dann aber wohl in der Kabine der Löwen von Trainer Petr Vorisek gefunden worden sein, denn die Industriestädter kamen mit Wut und Wucht aus der ersten Drittelpause. Timo Borrmann, einer der Aktivposten des Löwenspiels, eröffnete den Offensivlauf, in den folgenden Minuten versuchten sich dann auch noch Daniel Hämmerle und Andreas Paderhuber daran, Tanzer zu überwinden. Die Scheibe wollte aber noch einfach nicht ins Tor und so musste ein relativ kurioser Treffer den Knoten zum Platzen bringen. Tanzer konnte einen Schuss von Alex Piskunov nicht festhalten und der Puck fiel hinter ihm über die Linie (28:31). Der viel und laut umjubelte Ausgleich zum 1:1 war damit geschafft und der Torsong war im Stadion gerade erst verstummt, da lief er schon wieder. Denn nur 18 Sekunden nach dem Ausgleich erzielte Daniel Hämmerle nach einem großartigen Spielzug die 2:1-Führung für die Hausherren (28:49). Damit aber noch nicht genug. Der EHC drückte jetzt aufs Gas und setzte Dorfen weiter unter Druck, die gleichzeitig etwas den Faden verloren und aus dem Takt kamen. So konnte zunächst Timo Borrmann mit seinem ersten Pflichtspieltor zum 3:1 seine starke Leistung krönen (34:17), kurz vor der zweiten Pause stellte Andreas Paderhuber mit viel Übersicht auf 4:1 (38:26).

Im Schlussdurchgang wollten die Löwen dann eigentlich an der Leistung des starken zweiten Drittels anknüpfen, doch nach dem 5:1 durch Hämmerle (41:18) leisteten sie sich einige „schöpferische Pausen“. So durfte Dorfen wieder ins Spiel finden und durch den Ex-Waldkraiburger Tobias Brenninger (41:32) und Jarret Granberg (46:58) nochmals verkürzen- wirklich gefährlich wurden sie den Hausherren dann aber nicht mehr. Thomas Vogl, seit Sommer der Spielertrainer des ESC, zeigte im Anschluss an die Partie, wie man in der Niederlage Größe beweist: „Es war kein schön „gespieltes“ Spiel, es kam mehr über den Kampf, wie das eben in einem Derby so ist- aber Waldkraiburg ist spielerisch schon stark und sie nutzen ihre Chancen eiskalt aus. Im Endeffekt haben sie deshalb auch verdient gewonnen“, so der langjährige Zweit- und Drittligaspieler. EHC-Coach Petr Vorisek sah es ähnlich, freute sich aber gleichzeitig auch über das erste Tor von Borrmann: „Ich denke, er wird jetzt auch in den nächsten Spielen treffen“, so Vorisek. Die Fans, die die Mannschaft nach Abpfiff minutenlang auf dem Eis feierten, würde das sicher freuen, denn dieser Derbysieg und diese Stimmung machen Lust auf mehr.