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Auf den HEC wartet ein HammerwochenendeHöchstadter EC

Auf den HEC wartet ein HammerwochenendeAuf den HEC wartet ein Hammerwochenende

Dabei hat man vor allem an den Gegner vom Freitag gute Erinnerungen. Zwei Mal konnte man das starke Team vom Bodensee nach Penaltyschießen in der vergangenen Saison schlagen und legte so den Grundstein für die Play-off-Teilnahme. Auch in dieser Saison möchte man von der Reise in den äußersten Süd-Westen Bayerns die Punkte mit an die Aisch nehmen.

Dass die Islanders Tabellenführer sind war nach der Turbulenten Vorbereitung nicht gerade zu erwarten. Erst musste Spielertrainer Pavel Mojtek aus privaten Gründen sein Amt niederlegen, dann verletzte sich auch noch Leistungsträger Nikolas Oppenberger bei einem üblen Check gegen den Kopf im ersten Spiel schwer. Seit einer klaren 0:4-Niederlage beim ESC Dorfen zum Auftakt läuft es aber für das von Teammanager Sebastian Schwarzbrett gecoachte Team äußerst rund. Einem knappen 5:4-Sieg gegen den EV Moosburg folgten klare Siege gegen Regen und Nürnberg. Wie stark die Islanders tatsächlich sind bewiesen sie aber am vergangenen Sonntag im Derby gegen den Ligafavoriten ERC Sonthofen, den sie nach hartem Kampf mit 4:3 auf eigenem Eis schlugen.

Aber auch die Höchstadter können mit breiter Brust in die Partie am Bodensee gehen. Schließlich hat man in dieser Saison – mit Ausnahme des Auftaktspiels – noch keine Partie nach regulärer Spielzeit verloren und zeigte zuletzt immer stärkere Leistungen. Nach der kurzen Vorbereitung funktioniert das Zusammenspiel nun immer besser und auch die Beine werden leichter. Die Moral, der Kampfgeist und der Zusammenhalt im Team stimmen ohnehin. Zudem hat sich am vergangenen Wochenende das Lazarett weiter etwas gelichtet. Mit Stephan Hiendlmeyer kehrte der zweitbeste Stürmer der vergangenen Saison ins Team zurück und fügte sich gleich sehr gut in das Team ein. Ebenso steht der verletzte Ronny Glaser im Tor wieder zur Verfügung.

Auch der ERC Sonthofen der am Sonntag ab 18.30 Uhr am Kieferndorfer Weg gastiert ist ein ganz schwerer Brocken für die Panzerechsen. Die Allgäuer haben sich nach dem verpassten Aufstieg in die Oberliga erneut das Ziel „Bayernliga-Meisterschaft“ auf die Fahnen geschrieben.  Das Team von Trainer Dave Rich ist im Vergleich zur Vorsaison fast unverändert, wurde aber gezielt verstärkt. Besonders auf der Ausländerposition dürfte sich das Team nochmals verbessert haben. Mir Ryan Martens wechselte vom Oberligisten TSV Erding ein sehr torgefährlicher Kanadier zu den Bulls. Allerdings läuft der Motor des ERC scheinbar noch nicht richtig rund. Lediglich gegen die schwächer einzuschätzenden Gegner Haßfurt, Mitterteich, Nürnberg und Germering gab es relativ klare Siege. Die beiden Topspiele gegen den EHC Waldkraiburg und den EV Lindau verlor man jeweils knapp.  Darum galoppieren die Bullen auch bei weitem nicht so deutlich in der Tabelle voran wie im vergangenen Jahr, als nach der Vorrunde gerade einmal  sechs Minuspunkte die Bilanz der Sonthofener trübten. Einen dieser Minuspunkte haben die Allgäuer ja bekanntlich den Panzerechsen zu verdanken. Im ersten Saisonspiel erkämpften die Höchstader trotz Trainingsrückstand ein 4:4 nach regulärer Spielzeit und musste sich erst im Penaltyschießen geschlagen geben. Mit einer ähnlich couragierten Leistung möchte die HEC-Truppe auch an diesem Jahr dem Team des ERC das Leben so schwer wie möglich machen. Das Ziel wird sein aus einer gut gestaffelten Defensive mit effektiven Überzahlspiel den Gegner aus der Reserve zu locken. Dann könnte es erneut klappen mit der großen Überraschung gegen den großen Favoriten. Vielleicht sogar mit dem ein oder anderen Pünktchen mehr als im Vorjahr.