Eishockey News

Es ist soweit: Eishockey in Frankfurt

Frankfurt gegen Iserlohn klingt nach einem emotional geladenen Spiel, bei dem viele Fans an packende Spiele in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) denken. Am Sonntag ist es zwar nicht mehr die DEL, ein aufregendes Spiel erwartet Ilja Vorobiev, sportlicher Berater von Cheftrainer Jaufmann, aber dennoch. „Sie spielen wie die DEL-Mannschaft. Immer am provozieren. Daher kann es gut sein, dass die Zuschauer Eintritt für zwei Stunden zahlen, aber 3,5 Stunden Unterhaltung geboten bekommen“.

 Meisterspieler reaktiviert

Die Macher der Löwen Frankfurt arbeiten seit Wochen fieberhaft auf dieses erste Heimspiel hin und haben jede Menge prominente Spieler angesprochen, ob sie nicht am Sonntag einmalig das Löwen-Trikot tragen möchten. Aber weder Jason Young, der sich in Kanada wohl fühlt und nicht mehr nach Deutschland zurück möchte (er lehnte kürzlich auch ein Angebot des DEL Vereins München ab), noch Michael Hackert (Probevertrag Iserlohn Roosters) oder Jonny Walker (aus gesundheitlichen Gründen) werden als Überraschung auf dem Eis stehen.

Mit Markus Jocher konnten die Verantwortlichen kurzfristig aber doch noch einen Ex-Löwen überzeugen, am Sonntag im ersten Spiel aufzulaufen, sollte seine Spielgenehmigung rechtzeitig eintreffen. Von 2003 bis 2006 spielte Jocher für die Frankfurt Lions, mit denen er in der ersten Saison den Meistertitel gewann. Die Löwen erhoffen sich durch die Verpflichtung von Jocher einen Zuschauerschub. Bisher wurden knapp 1.500 Tickets im Vorverkauf abgesetzt, davon 500 Dauerkarten. „Es wäre toll, wenn 2.500 Zuschauer kommen würden“, so Bresagk. Sportlich erwarten Bresagk, Vorobiev und der Geschäftsführer der Löwen, Stefan Krämer, eine schwierige Saison, die unbedingt mit dem Aufstieg in die Oberliga enden soll. „Wir möchten schnellstens professionell werden und möglichst kurzfristig in der 2. Liga spielen“, so Krämer, der bei allem Optimismus ergänzt, dass dies aber auch finanziell zu stemmen sein muss. Aktuell gibt es nur wenige Zusagen von Sponsoren. „Das Verhalten ist grundsätzlich abwartend“, so Krämer. „Es ist viel Erde verbrannt“, ergänzt Bresagk. Umso wichtiger ist der erste Heimauftritt am Sonntag, das wissen auch die Spieler, auf die Vorobiev neugierig ist, wie sie vor 2.500 Zuschauer auftreten. Die Abendkasse an der Eissporthalle wird zwei Stunden vor Spielbeginn geöffnet sein.