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ESV gelingt Überraschungserfolg mit Derbysieg in Landsberg Buchloer Piraten gewinnen mit 5:4

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Für die Buchloer war es dagegen der erste Erfolg am Lech überhaupt, der nach einem spannenden und packenden Derby ein purer Sieg des Willens war, wie Trainer Topias Dollhofer nach der Partie meinte.

Ganz unrecht hatte er damit nicht, denn nach dem punktlosen letzten Wochenende galt es für die Piraten ausgerechnet beim Tabellenzweiten in Landsberg wieder aus dem mentalen Loch zu finden. Und dies gelang den Gennachstädtern mit diesem sicher nicht eingeplanten Sieg allemal eindrucksvoll. Schon im Startdrittel merkte man den fokussiert wirkenden Freibeutern an, dass man die zwei zurückliegenden Niederlagen vergessen machen wollte. Dementsprechend motiviert startete man und hatte im ersten Drittel auch offensiv etwas mehr gefährliche Abschlüsse als die Riverkings. Doch es waren die Hausherren, die im Stile einer Spitzenmannschaft mit der ersten echten Torchance durch Markus Kerber mit 1:0 in Front gingen (5.). Die Buchloer zeigten sich aber wenig geschockt und glichen ausgerechnet durch den ehemaligen Landsberger Simon Beslic aus, der toll freigespielt von Markus Vaitl gegen seine alten Kameraden zum 1:1 einnetzte (8.). Und es kam noch besser: Mit einem wahren Hammer genau in den Winkel sorgte Alexander Krafczyk wenig später gegen den machtlosen HCL-Keeper Maximilian Güßbacher sogar für die 2:1-Führung (14.). Diese hielt aber gerade einmal eine gute Minute, ehe Bohumil Slavicek im ersten Powerplay eines hart umkämpften aber stets fairen Startdrittels zum 2:2-Pausenstand traf.

Das Mitteldrittel begann dann mit einer kalten Dusche für den ESV. Denn keine zwei Minuten waren absolviert, als Dennis Sturm die Scheibe irgendwie unter ESV-Schlussmann Daniel Blankenburg zum 3:2 über die Linie bugsierte. Die Buchloer hielten aber weiter voll dagegen und wurden gleich darauf belohnt. Max Hofer stellte mit seinem Powerplaytor zum 3:3 das Remis wieder her (25.). Im Anschluss entwickelte sich wie über die gesamten 60 Minuten ein intensiver und sehenswerter Schlagabtausch, bei dem sich beide Kontrahenten absolut nichts schenkten. Tore sollten bis zur zweiten Pause aber keine weiteren fallen.

Und so war im Schlussabschnitt vor knapp 1000 Zuschauern für reichlich Spannung gesorgt. Den besseren Start erwischten wieder die Landsberger, auch bedingt durch eine Überzahl. Doch die Pirates überstanden diese schadlos und gingen nach 46 Minuten abermals in Führung, da erneut Alexander Krafczyk mit Saisontor Nummer elf den jungen Landsberger Goalie durch die Hosenträger überwand. Jetzt erhöhten die Riverkings nochmals den Druck und so fiel folgerichtig durch Sven Gäbelein der neuerliche Ausgleich zum 4:4 (52.). Nachdem Timo Rauskolb, der später noch zum goldenen Torschützen werden sollte, haarscharf das 5:4 verpasste, schien sich nun das Blatt zu Gunsten der Landsberger zu wenden. Zwei Strafzeiten binnen kurzer Zeit sorgten nämlich für eine doppelte Unterzahl des ESV. Mit beeindruckendem und aufopferungsvollem Einsatz überstand man aber auch diese ohne Gegentreffer. Das Spiel, das mittlerweile auf Messers Schneide stand, sollte dann zweieinhalb Minuten vor dem Ende seinen Höhepunkt erleben, als Timo Rauskolb den Puck zum vielumjubelten 5:4 in die Maschen setzte und somit das entscheidende Tor in einem rassigen Derby für seine Farben erzielte.

Während die Landsberger nach der Niederlage erst einmal auf Platz drei abrutschen, verkürzen die Buchloer vor der Sonntagspartie zu Hause gegen Peißenberg (17 Uhr) den Abstand auf Rang acht auf einen Zähler.