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ESV Buchloe will nach punktlosem Wochenende wieder zuschlagenDem mentalen Loch entfliehen

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Lange Zeit zum Ärgern haben die Gennachstädter aber nicht, denn schon an diesem Wochenende warten die nächsten beiden Spiele. Leichter wird es dabei aber mit Sicherheit auch nicht werden, denn am Freitag ab 20 Uhr muss der ESV zunächst zum Derby gegen den Tabellendritten nach Landsberg, bevor am Sonntag dann ab 17 Uhr der TSV Peißenberg in die Buchloer Sparkassenarena kommt.

„Wir müssen schauen, dass wir aus dem mentalen Loch wieder rauskommen“, meinte ESV-Trainer Topias Dollhofer schon unmittelbar nach der fünften Saisonniederlage letzten Sonntag in Dorfen. So sind die Gennachstädter nach dem ersten punktlosen Wochenende der Spielzeit erst einmal aus den Top Acht der Bayernliga gerutscht. Die Abstände sind bis auf das Spitzentrio Höchstadt, Dorfen und Landsberg aber noch ziemlich eng, sodass für die momentan zehntplatzierten Buchloer natürlich noch lange nichts verloren ist. Trotzdem müssen die Rot-Weißen vor allem defensiv wieder deutlich kompakter stehen, wenn man an diesem Wochenende punkten will.

Immerhin wartet mit dem Nachbarschaftsduell beim HC Landsberg am Freitag gleich das nächste Top-Team auf die Piraten. Mit sieben Siegen aus acht Spielen sind die Lechstädter nahezu perfekt in die Saison gestartet. Lediglich gegen den Spitzenreiter Höchstadt zog man bislang nach Verlängerung den Kürzeren und wurde somit den Ansprüchen bisher mehr als gerecht. Lohn dafür ist derzeit Tabellenrang drei, einen Punkt hinter dem Zweiten Dorfen und zwei hinter den führenden Höchstadtern. Möglich macht dies vor allem die bärenstarke Offensive der Riverkings, die mit 50 Treffern momentan die torgefährlichste der gesamten Liga ist. Bester Schütze ist mit 14 Toren und 9 Assists der Tscheche Bohumil Slavicek, der im Sommer erst durch den kurzfristigen Ausfall von Tyler Wiseman nachverpflichtet wurde und nun die Scorerliste der BEL anführt. Und mit Dennis Sturm, Markus Kerber und dem zweitligaerfahrenen Daniel Menge stehen dem aus Peißenberg neu gekommenen Trainer Randy Neal noch eine Vielzahl weiterer Angreifer zur Verfügung, die genau wissen wo das Tor steht.

Nach der schweren Freitagsaufgabe in Landsberg wird es am Sonntag beim Heimspiel gegen Peißenberg aber bestimmt auch nicht leichter werden. Die letzten Jahre waren die Oberbayern schließlich stets unter den Top Acht zu finden und so gelten die Peißenberger auch heuer wieder als heißer Anwärter auf die vorderen Plätze. Zwar hat man bereits vier Niederlagen auf dem Konto, darunter auch zwei überraschende Heimpleiten im Derby gegen Schongau (2:3) und gegen das derzeitige Schlusslicht Moosburg (5:6), doch durch den 3:0 Erfolg unter der Woche in Füssen arbeitete man sich inzwischen bis auf Tabellenrang fünf vor. Zuvor musste man im Sommer einige schmerzhafte Abgänge verkraften. Trainer Randy Neal und dessen Sohn Dennis wechselten beispielsweise nach Landsberg und auch Routinier Josef Staltmayr beendete seine Karriere und steht nun künftig als neuer Coach hinter der Bande. Für den ebenso abgewanderten Topscorer Tyler Wiseman wurde Kanadier Brandon Morley geholt, der momentan hinter dem oberligaerfahrenen Manfred Eichberger auf Rang zwei der teaminternen Scorerwertung liegt. Ein mehr als unbequemer Gegner sind die Eishackler allemal, sodass die Buchloer auch hier alles geben müssen, um wieder Punkte einzufahren.