Damit festigten die Deichstädter, die nach Spielende ausgiebig mit den Fans auf dem Eis feierten, den vierten Tabellenplatz. „Der Sieg war hochverdient“, sagte EHC-Trainer Bernd Arnold. „Wir haben das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten.“ Auch Darmstadts-Trainer Roger Nicholas sprach von einem „verdienten Sieg für Neuwied. Die Bären waren gefährlich im Angriff und haben sehr gut in der Abwehr gestanden. Wir waren offensiv zu harmlos.“
Neuwied spielt gegen Darmstadt und ist drückend überlegen - das gab es schon zwei Mal im bisherigen Saisonverlauf. Dass die Partie aber auch mit einem Erfolg der Bären endete war eine echte Premiere. Zum ersten Mal in dieser Spielzeit verstanden es die Deichstädter, das deutliche Übergewicht an Spielanteilen auch in die notwendigen Tore umzuwandeln. Wenngleich Neuwied nach 14 Minuten gefühlt bereits mit 2:0 in Führung lag, auf der Anzeigentafel aber immer noch ein 0:0 stand - beide Treffer wurden nicht gegeben. Ärgerlich, da trifft man schon mal gegen Darmstadts Keeper Ilja Doroschenko, und dann zählen die Tore nicht.
Beim ersten Treffer nach einem Schlagschuss von Verteidiger Andreas Wichterich von der blauen Linie hatte EHC-Stürmer Marc Blumenhofen den Gästekeeper wohl behindert und musste für zwei Minuten auf die Strafbank. Beim zweiten vermeintlichen Treffer enteilte Alexander Bill in Unterzahl der Dukes-Abwehr und zirkelte die Scheibe an Doroschenko vorbei in den Torwinkel. Die Unparteiischen hatten zuvor aber eine Strafe gegen Darmstadt angezeigt und ein Gästespieler die Scheibe an den Schlittschuh bekommen - der Pfiff ging im Trubel unter, der Treffer zählte ebenfalls nicht.
Dass Neuwied dennoch nach dem ersten Drittel in Führung lag, hatten die Deichstädter Andreas Halfmann zu verdanken: In Überzahl zog der Verteidiger auf Vorarbeit von Jens Hergt von der blauen Linie ab - die Scheibe ging ins Tor, sprang aber wieder heraus. Erst als sich Keeper Doroschenko die Scheibe unglücklich selbst ins Tor schob zeigten auch die Unparteiischen den Treffer an - 18 Sekunden vor der ersten Pausensirene.
Die Gastgeber blieben auch im zweiten Drittel spielerisch überlegen, Darmstadt erarbeitete sich keine zwingende Chance. Allerdings überstanden die Dukes auch eine zweiminütige doppelte Unterzahl unbeschadet. Erst nach 37 Minuten durften die rund 700 Fans im Neuwieder Ice House, die für eine prächtige Stimmung sorgten, über den zweiten EHC-Treffer jubeln: Willi Hamann traf auf Vorarbeit von Andreas Wichterich und Christian Czaika zum 2:0.
Erst im letzten Spielabschnitt kam auch Darmstadt vereinzelt zu Torchancen und nach 48 Minuten in Überzahl auch zum Anschlusstreffer: Stefan Kaltenborn saß in der Kühlbox, als Marc Lingenfelser auf 1:2 verkürzte.


















