Eishockey WM 2014

19.05.2014

Presseschau zum Spiel Russland - Deutschland

Mit Grubauer wäre mehr möglich gewesen

von Armin Holl-Wagner

Nach einer sehr starken Leistung gab es vor allem für Goalie Phillip Grubauer viel Lob, doch auch die offensichtliche Steigerung des gesamten Teams wird vor allem in den deutschen Medien herausgestellt. Für die Russen war es ein überraschend schweres Spiel, das jedoch von der Verletzung von Alex Ovechkin getrübt wurde. Sogar ein WM-Aus scheint möglich.


Gute Kritiken gab es für Philipp Grubauer. (Foto: Ice-Hockey-Picture-24)

Deutschland

Die Sport Bild lobt zwar die Leistung des heutigen Spieles mit den Worten: „Das Team von Bundestrainer Pat Cortina verlor nach großem Kampf im vorletzten Vorrundenspiel in Minsk mit 0:3 (0:0, 0:0, 0:3) gegen Rekordweltmeister Russland mit Superstar Alexander Owetschkin.“ Doch die gute Leistung täuscht nicht über das Gesamtabschneiden hinweg, denn nun „droht der Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) das schlechteste WM-Abschneiden seit dem Debakel von Bern 2009.“ Der Kicker erkennt völlig richtig: „DEB-Team bietet Russland lange Paroli“. Lob gibt es hier nicht nur für die Teamleistung, sondern selbstredend auch für Deutschlands Besten: „Grubauer lässt die Sbornaja verzweifeln.“ Über die Schiedsrichterleistung war man jedoch wenig erfreut: „Eine weitere umstrittene Strafe gegen das deutsche Team leitete die Niederlage im Schlussdrittel ein.“ Auch im Live-Ticker von Sport1 sieht das Fazit ähnlich aus: „Mit 0:3 verliert das DEB-Team nach einem starken Auftritt gegen den Rekordweltmeister. Das Viertelfinale ist damit nicht mehr zu erreichen. Bitter, dass Deutschland nach zwei krassen Fehlentscheidungen der Schiedsrichter ins Hintertreffen geraten ist.“ Zur Strafe vor dem russischen Führungstor hieß es: „Kink muss wegen eines vermeintlichen Stockschlags auf die Strafbank. Mal wieder eine mehr als zweifelhafte Entscheidung der Schiedsrichter, die wenn überhaupt Seidenberg vom Eis hätten schicken können, nicht jedoch den unbeteiligten Kink.“ In der heutigen DPA-Meldung steht zu lesen: „WM-Viertelfinale ohne DEB-Team - 0:3 gegen Russland - Deutschlands Eishockey-Nationalmannschaft hat trotz der bislang besten Turnierleistung gegen Rekordchampion Russland das WM-Viertelfinale endgültig verpasst.“ Und: „Das junge Team von Bundestrainer Pat Cortina verlor unglücklich mit 0:3“. Danach gibt es nochmal einen kleinen Hinweis an Pat Cortina in Sachen Torhüterauswahl: „In Grubauer fand die Sbornaja zudem lange ihren Meister. Der 22 Jahre alte Keeper der Hershey Bears deutete an, dass die Deutschen mit ihm im Tor in den vergangenen Spielen möglicherweise bessere Chancen auf das Viertelfinale gehabt hätten.“

Der Gegner - Russland

Auf gazeta.ru steht die Verletzung des Superstars erst mal vor dem Sieg: „Erster Platz auf Kosten der Verletzung von Ovechkin“. Weiter heißt es, dass der Sieg durch die Verletzung getrübt ist. Auf der Seite wurde ebenfalls getickert. Bei der Szene, die zu Ovechkins Ausfall führt, meint der Schreiber im Gegensatz zu den deutschen TV-Experten, dass es sich um ein Foul handelte. Richtig Erleichterung schwingt aber nach dem Führungstor mit. „ENDLICH“, freut man sich in großen Buchstaben und meint dann: „Nun sollte es leichter gehen.“ Man geht davon aus, dass die DEB-Truppe aufmachen und mehr auf Angriff spielen wird, „weil die Deutschen heute gewinnen müssen.“ Die zweiminütige Überzahl im ersten Abschnitt konnte wenig überzeugen, sorgte jedoch für lobende Worte für die deutsche Auswahl. Der Spieler der auch hier am häufigsten genannt wird, ist natürlich Philipp Grubauer. Die Izvestia schreibt über Ovechkin gar, dass er die Arena im Krankenwagen verlassen hat. Dass die Deutschen von Anfang an gut im Spiel waren, lag aber an der eigenen Mannschaft: „Die Russen begannen, das Spiel verschlafen.“ Erst im dritten Drittel „ist das Team aufgewacht.“

Die Gruppengegner

Der Schweizer Blick schreibt in seiner knappen Meldung: „Die Sbornaja holt sich im Abendspiel gegen Deutschland den sechsten Sieg im sechsten Auftritt. Die Deutschen werden 3:0 geschlagen.“ Dass die Verletzung von Alex Ovechkin offenbar doch schlimmer sein könnte, schreibt auch Ilta-Sanomat: „Russlands Star-Spieler wurde verletzt ins Krankenhaus gebracht.“ Ein Foul konnte jedoch nicht erkannt werden „Ovechkin musste im dritten Drittel vom Eis geführt werden. Markus Kink hatte die Hüfte ausgefahren.“ Die russische Journalistin Slava Malamud teilte dem Blatt nach dem Spiel mit, dass es um Ovechkin „ziemlich schlecht aussieht.“ Das lässt gar ein WM-Aus vermuten. eliteprospects.com, bekanntermaßen in Schweden ansässig, führt Ovechkin inzwischen als „verletzt“ mit dem Hinweis „Lower-body-Verletzung, Schwere unbekannt“

Aus der anderen Gruppe

Bisher war die Vorrunde in Nordamerika eher ein Randthema und viel mehr als die Ergebnisse sah man auf den einschlägigen Seiten nicht. Doch heute meldet sich sogar die offizielle Internetseite NHL zu Wort. Thema ist jedoch ausschließlich die Verletzung des Stürmers der Washington Capitals. Diese erklären: „Wir wissen, dass Alex Ovechkin eine Verletzung während des heutigen Spieles erlitten hat. Unser medizinisches Personal ist mit Ovechkin und den Russen in Verbindung, um zusätzliche Informationen zu bekommen.“

Eishockey - Weitere Meldungen


 
Heimteam : AuswärtsteamTore
U.S.A. : Tschechien3:4
Russland : Frankreich3:0
Kanada : Finnland2:3
Schweden : Weißrussland3:2
Russland : Schweden3:1
Tschechien : Finnland0:3
Schweden : Tschechien3:0
Russland : Finnland5:2


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