Eishockey - International

27.04.2012

Eishockey in Europa

Die Meister im Überblick

von Armin Holl-Wagner, Friedhelm Thelen

In Europa sind alle Ligen beendet und damit auch alle Meistertitel vergeben. Einige konnten zum ersten Mal ein Finale der höchsten Spielklasse gewinnen, andere sind Serienmeister wie sie im Buche stehen.


In Italien sicherten sich die Füchse aus Bozen den Meistertitel. (Foto: Foto: LIHG/Max Pattis)

In der Deutschen Eishockey-Liga sicherten sich die Eisbären Berlin ihren sechsten Titel im fünften und damit letzten Spiel der spannenden Best-of-Five Serie-gegen die Adler Mannheim.

Die großteils österreichische, insgesamt aber internationale Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) sah mit den Black Wings Linz ein Team, das nach 2003 den zweiten Meistertitel der Clubgeschichte einfuhr. In der Finalserie wehrte sich der Klagenfurter AC fünf Spiele lang.

National League A (NLA) nennt sich die oberste Schweizer Liga. Der ZSC Lions aus Zürich sicherte sich seinen siebten Titel und musste dabei in der Finalserie über die volle Distanz von sieben Spielen gehen. Ganze zwei Sekunden vor einer drohenden Verlängerung sorgte Steve McCarthy für das Tor zur Meisterschaft.

Seine erste Meisterschaft in der Kontinentalen Hockey-Liga (KHL) sicherte sich der OHK Dynamo Moskau. Zuvor war das ursprüngliche Dynamo-Team aus der russischen Hauptstadt jedoch mehrfacher sowjetischer, GUS, IHL und russischer Meister. 2010 entstand der heutige Klub aus dem Zusammenschluss mit dem HK MWD Balaschicha nach finanziellen Schwierigkeiten des HK Dynamo Moskau. Besiegt wurde Avangard Omsk, das in der Serie bereits 3:1 führte, sich am Ende aber noch 3:4 geschlagen geben musste.

In Schweden heißt der Meister zum 13. Mal Brynäs IF. Das Team aus Gävle setzte sich im Finale der Elitserien nach sechs Spielen gegen Skellefteå AIK durch.

JYP Jyväskylä wurde in der finnischen SM-Liiga zum zweiten Mal Meister. Sie benötigten fünf von sieben möglichen Spielen gegen die  Pelicans aus Lahti.

In der norwegischen Get Ligaen waren die Stavanger Oilers erfolgreich. Finalseriengegen war Lørenskog IK. Das Team aus Stavanger sicherte sich nach sechs Spielen die zweite Meisterschaft.

Tipsport Extraliga ist der Name sowohl der tschechischen als auch der slowakischen ersten Spielklasse. In Tschechien sicherte sich der HC Pardubice den dritten Titel der Clubhistory. Zuvor war man dreimal Meister der Tschechoslowakei. In dem einst vereinten Land war HC Slovan Bratislava nur einmal Meister. Seit der Teilung feierte man diese Saison jedoch schon den achten Titel.

Den 16. Titel heimste Herning Blue Fox in der dänischen AL-Bank Ligaen ein. Es waren jedoch sieben Spiele gegen die Odense Bulldogs nötig.

Die französische Ligue Magnus sah zum zwölften Mal die Dragons de Rouen als Meisterteam. Im Finale besiegte das Team aus Rouen die Brûleurs de Loups de Grenoble.

In Italien spielt man in der Seria A1. Zum 19. Mal feiert der HC Bozen die Meisterschaft. In der Finalserie setzte man sich deutlich mit 4:0 gegen den HC Pustertal durch.

Der KH Sanok eroberte seinen ersten Titel in der polnischen Ekstraliga. Bezwungen wurde KS Cracovia.

Ebenfalls die erste Meisterschaft sicherte sich Metallurg Schlobin aus der weißrussischen Extraliga.

In der slowenischen Eishockeyliga wurde HDD Olimpija Ljubljana zum zwölften Mal Meister. Zuvor war man bereits zwölffacher Champion der jugoslawischen Liga.

Eishockey in Großbritannien spielt man in der Elite Ice Hockey League. Die Belfast Giants aus Nordirland sicherten sich zum zweiten Mal die Meisterschaft.

Der HSC Csíkszereda holte sich den 14.Titel in der rumänischen Liga Națională de hochei.

Bereits zum 21. Mail stemmte die Mannschaft vom HK Slawia Sofia die Trophäe der bulgarischen Eishockeyliga (Държавното първенство по хокей на лед) in die Höhe.

In Lettland heißt der Meister erneut Liepajas Metalurgs. Der Champion setze sich im Finale mit 4:1 Siegen gegen den HK Ozolnieki/Monarhs durch und verteidigte so den Titel. Beim Meister handelt es sich übrigens um die zweite Mannschaft des Klubs; die erste Mannschaft spielt in Weißrussland. Dinamo Riga spielt als bestes Team des Landes in der KHL.

In den Niederlanden gibt es einen ganz neuen Titelträger. Denn die Ruijters Eaters Geleen gewannen erstmals die nationale Meisterschaft. In der Best-of-Five-Finalserie ging es über die volle Distanz gegen HYS Den Haag. Geleen gewann im letzten Spiel mit 7:1, nachdem Den Haag schon mit 2:1 Siegen geführt hatte. Im Nachbarland Belgien setzte sich HYC Herentals durch.

Auch in Spanien wird Eishockey gespielt. Der Meister heißt zum elften Mal CH Jaca. Auch der bekannte FC Barcelona hat eine Eishockeyabteilung, wurde in der „Superliga“ aber nur Dritter. Im Finale gewann Jaca mit 3:1 Siegen gegen CG Puigcerdà.

Der Meister der Meistriliiga in Estland heißt erneut Tartu Kalev-Välk.

Auch in einigen weiteren Ländern ist der nationale Spielbetrieb eher zweitrangig, da die Spitzenteams in internationalen Ligen aktiv sind – oder einfach in einer Liga eines Nachbarlandes. Nationale Titelträger werden aber dennoch ermittelt. In Kasachstan, mit Barys Astana in der KHL vertreten, gewann zum zweiten Mal der HK Beibarys Atyrau. In Kroatien konzentriert sich das Eishockey in Zagreb. Der KHL Medvescak Zagreb spielt in der österreichischen EBEL. National gelang der 16. Titelgewinn durch ein 3:1 nach Siegen gegen KHL Mladost Zagreb. Luxemburgs Topteam ist der HC Tornado Luxemburg, der unter anderem am Spielbetrieb in Frankreich und Deutschland (mit der 2. Mannschaft in der Rheinland-Pfalz-Liga) teilnimmt. Der Landestitel wird im „Alter-Domus-Cup“ vergeben. Durch den mit einem Tor gewonnenen direkten Vergleich setzte sich Tornado gegen Lokomotiv Luxemburg durch. In Ungarn gewann Alba Volán Székesfehérvár zum 13. Mal die Meisterschaft. Die erste Mannschaft spielt in der EBEL, weitere Teams spielen um den ungarischen Titel sowie in der internationalen MOL-Liga, deren Meister in diesem Jahr Dunaújvárosi Acélbikák (Ungarn) heißt und zum ersten Mal gewann.

Alle Titel der diesjährigen Meister im Überblick:

Eisbären Berlin (2005, 2006, 2008, 2009, 2011, 2012)

Black Wings Linz (2003, 2012)

ZSC Lions (1936, 1949, 1961, 2000, 2001, 2008, 2012)

OHK Dynamo Moskau (2012)

Brynäs IF (1964, 1966, 1967, 1968, 1970, 1971, 1972, 1976, 1977, 1980, 1993, 1999, 2012)

JYP Jyväskylä (2009, 2012)

Stavanger Oilers (2010, 2012)

HC Pardubice (2005, 2010, 2012)

HC Slovan Bratislava (1998, 2000, 2002, 2003, 2005, 2007, 2008, 2012)

Herning Blue Fox (1973, 1977, 1987, 1991, 1992, 1994, 1995, 1997, 1998, 2001, 2003, 2005, 2007, 2008, 2011, 2012)

Dragons de Rouen (1990, 1992, 1993, 1994, 1995, 2001, 2003, 2006, 2008, 2010, 2011, 2012)

HC Bozen (1963, 1973, 1977, 1978, 1979, 1982, 1983, 1984, 1985, 1988, 1990, 1995, 1996, 1997, 1998, 2000, 2008, 2009, 2012)

KH Sanok (2012)

Metallurg Schlobin (2012)

HDD Olimpija Ljubljana (1995, 1996, 1997, 1998, 1999, 2000, 2001, 2002, 2003, 2004, 2007, 2012)

Belfast Giants (2003, 2006, 2010, 2012)

HSC Csíkszereda  (1949, 1952, 1957, 1960, 1963, 1997, 2000, 2004, 2007, 2008, 2009, 2010, 2011, 2012)

HK Slawia Sofia (1953, 1954, 1985, 1987, 1988, 1991, 1993, 1994, 1996, 1997, 1998, 2000, 2001, 2002, 2004, 2005, 2008, 2009, 2010, 2011, 2012)

Liepajas Metalurgs (2000, 2002, 2003, 2008, 2009, 2011, 2012)

Tartu Kalev-Välk (1997, 1999, 2000, 2002, 2003, 2008, 2011, 2012)

Ruijters Eaters Geleen (2012)

HYC Herentals (1997, 1998, 2002, 2009, 2012)

CH Jaca (1984, 1991, 1994, 1996, 2001, 2003, 2004, 2005, 2010, 2011, 2012)

HK Beibarys Atyrau (2011, 2012)

KHL Medvescak Zagreb (1995, 1997, 1998, 1999, 2000, 2001, 2002, 2003, 2004, 2005, 2006, 2007, 2009, 2010, 2011, 2012)

Alba Volán Székesfehérvár (1981, 1999, 2001, 2003, 2004, 2005, 2006, 2007, 2008, 2009, 2010, 2011, 2012)

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