Hier ließ sich Lanny McDonald im Trikot der Calgary Flames 1989 den wohl markantesten Bart wachsen. Auch Mike Commodore ließ sich 2006 einen Vollbart wachsen, dazu ragte ein Afro unter seinem Helm hervor. Aber es gibt auch die Spieler, die sich ohne Aberglauben einen Bart stehen lassen. In Hannover ist es Sascha Goc, der sich gern einmal nicht rasiert oder Jergus Baca zu Oberhausener Zeiten. Allesamt sind es aber vor allem Verteidiger, die durch ihren Bart eine Art „Härte“ ausdrücken wollen. Einen Stürmer schreckt der „Baumfäller-Look“ gerne ein wenig ab.
Eine Liga im „Magnum-Style“
Anfang des Jahrtausends entsprang in einer Kneipe in Australien eine Idee, die heute ein Trend ist. Die Erfüllung dieses Trends ging 2004 erstmals im vollen Umfang über die Bühne und 2006 schiffte das „Oberlippenbart-Tragen“ nach Neuseeland über, von dort aus in die ganze Welt. Diese Idee nannte sich „Movember“, ein Kofferwort aus Moustache (Englisch für Oberlippenbart) und November. Schwer zu erraten, dass dieser im November eines jeden Jahres startet und dieser auch am letzten Tag des Novembers endet. Wie jeder Trend erreichte schließlich auch dieser den Eishockey-Sport. Dabei lassen sich Spieler, Betreuer und Trainer einen Oberlippenbart stehen und sammeln spenden für Prostatakrebs-Organisationen oder weitere Hilfsprojekte gegen Krankheiten bei Männern.
Bald gingen ganze Teams mit diesem Oberlippenbart aufs Eis und irgendwann die ganze Liga. Zwar macht nicht jeder Spieler mit, nicht jeder hat einen starken Bartwuchs. Doch die Mehrheit der Spieler ist bereit, einen Vergleich mit Filmstars wie Magnum hinzunehmen.
Der berühmteste Moustache ist wahrscheinlich der von Anaheims George Parros. Er lebt sozusagen für den Movember, ist einer der wenigen Spieler, die auch außerhalb des Novembers mit diesem Bart auflaufen.
In Deutschland ist bekannt, dass die Eisbären Berlin, Augsburger Panther, Hamburg Freezers und viele andere Teams beim Movember mitmachen. Noch ist der Trend des Movembers nicht in der gesamten DEL angekommen, doch ist dieses sicher nur noch eine Frage der Zeit.
Aber nicht nur die gesamte NHL in Nordamerika macht bei diesem Event mit, auch andere Ligen in Übersee. Auch die jungen Deutschen schließen sich dieser jungen Tradition an. Sebastian Uvira von den Oshawa Generals gesteht: „Bei mir wachsen nur blonde Härchen, aber ich mache trotzdem mit“. Uvira hat mit seinen Generals eigens eine „Mo-Space“ eingerichtet (diesen und weitere Links finden Sie weiter unten) – ebenfalls Dominik Bittner, der bereits 50 Dollar über seine Mo-Space sammelte.
Konrad Abeltshauser von den Halifax Mooseheads gesteht lachend wie Uvira: „Der Bart wächst langsam, sehr langsam“. Marcel Noebels soll Gerüchten zufolge den Bart allerdings wieder abrasiert haben.






















