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Titelverteidiger SC Bern gibt das Tempo vorBlick in die Schweiz

Andrew Ebbett jubelt: Es läuft für den SC Bern. (Foto: dpa/picture alliance/KEYSTONE)Andrew Ebbett jubelt: Es läuft für den SC Bern. (Foto: dpa/picture alliance/KEYSTONE)
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Die vor wenigen Wochen noch führenden Fribourger leisteten sich in der ersten Oktoberhälfte eine Schwächeperiode mit vier Niederlagen und drifteten bis Platz vier in der Tabelle ab. Ähnlich auch Biel, das mittlerweile nur noch Rang sieben ziert. Mit einem kleinen Zwischenspurt konnte sich Ambri sogar bis auf Platz acht vorschieben, musste nach der gestrigen Niederlage gegen Bern dagegen wieder einen Platz abgeben. Überhaupt hatte es der gestrige Dienstag in sich, denn die drei letzten NL-Vertreter (Genf, Langnau, Kloten) gewannen jeweils ihre Spiele und verkürzten die Rückstände bis auf die Play-off-Plätze.

Sieger in der ersten Oktoberhälfte: SC Bern (21:9 Tore, 13 Punkte)

Der Tabellenführer gewann auch die erste Oktoberhälfte. Fünf Spiele, fünf Siege und dabei sogar noch ein triumphales 9:2 gegen Kloten, das erst ins Spiel kam, als Bern nach dem zwischenzeitlichen 9:0 zwei Gänge zurückschaltete. Es folgten zwei glückliche Siege, jeweils nach Verlängerung in Fribourg (5:4) und Zürich (4:3) und dann zeigte die Defensive, dass sie ihr Handwerk versteht, als beide Auswärtsspiele in Langnau (2:0) und Ambri (1:0) mit einem Shutout für Nationalkeeper Genoni endeten. Deutschlands Nationalverteidiger Justin Krueger kam leider zu keinen Punkte-Ehren.

Zweiter in der Rangliste wurde der HC Lugano (18:9 Tore, 12 Punkte)

Eine Serie von vier Siegen wurde erst gestern beim überraschenden 1:3 in Kloten durchbrochen. Davor zeigte sich Lugano spielstark, beherrschte seine Begegnungen schon fast mühelos. Genf (0:4), Fribourg (1:4) und Biel (2:5) waren chancenlos. Beim 4:3 gegen Davos benötigten die Bianconeri vor 6.100 Fans schon etwas Glück, konnten aber eine Verlängerung gerade noch vermeiden. Überragend in dieser Partie der Schwede Klasen mit zwei Toren sowie der lettische Keeper Merzlikins, der mit etlichen Paraden die Punkte sichern konnte.

Platz drei in der ersten Monatshälfte holte sich der HC Lausanne (16:12 Tore, 9 Punkte)

Die Fans des LHC wurden von ihren Spielern in ein Wechselbad der Gefühle gerissen. Der Monat begann gleich mit einem 3:4 nach Verlängerung gegen Langnau, wobei diese Niederlage akzeptabel war, da die Langnauer alle Tore bei numerischer Gleichheit erzielten, während Lausanne gleich zwei Powerplays benötigte. Noch verrückter die zweite Partie. Loeffel, Tanner und Hasani ließen Genf jubeln, dann packte Lausanne den Hammer aus der Tasche und traf fast siebenmal in Folge. Am Ende stand ein 8:4, was die nicht offensivverwöhnten Fans jubelnd zur Kenntnis nahmen. Ausgerechnet die Tessiner aus Ambri stoppten die Tormaschinerie des LHC (1:2), aber danach wurden Fribourg (3:2) und Zug (1:0) besiegt.

Punktgleich im ersten Oktoberabschnitt waren mit Lausanne noch Davos und Ambri. Es folgten Zug (8), Langnau (8), der ZSC (7) und Genf (6).

Die letzten drei Ränge nahmen Fribourg (5), Biel (4) und Kloten (3) ein. Besonderes Pech für die Fribourger Drachen. Gleich drei der vier verlorenen Spiele wurden mit nur einem Tor Differenz verloren. Da tat es gut, dass im letzten Spiel gegen Biel, einem Sechs-Punkte-Spiel, mit 6:2 gewonnen wurde. Biel selbst konnte in dem Zeitraum nur gegen Kloten (4:2) punkten und beschleunigte mit dem Sieg den Rauswurf von Trainer Pekka Tirkkonen. Die Antwort der Klotener kam prompt. Unter der neuen Leitung von Niklas Gällstädt konnte sensationell gegen Lugano 3:1 gewonnen werden. 5.242 Zuschauer wurden Zeugen, wie Roman Schlagenhauf (2) und Dominik Egli trafen bei einem Penaltygegentor durch Luca Cunti. Wie wichtig der Sieg für die „Flieger“ war, zeigten nach dem Spielende die Jubelszenen der Klotener.

Spieler des Tages für uns ein Mann, der eigentlich kaum in den ersten beiden Wochen auffiel, dann aber mit einer „One Man Show“ wieder Leben in den Körper brachte. Die Rede ist von Roman Schlagenhauf vom EHC Kloten. Der Klotener traf gegen Genf zum 1:2 und begeisterte nach der Trennung von Trainer Tirkkonen mit der maximal möglichen  Punktzahl von drei Zählern im Spiel gegen Lugano. Allerdings sollte noch ein Spieler aus dieser Partie erwähnt werden. Beim 2:0 bediente Schlagenhauf im Powerplay den erst 19-jährigen Dominik Egli und der Neuling traf in seinem vierten Punktspiel erstmals in der NL.