Eishockey - KHL

07.12.2011 - 18:53
Von: Matthias Eckart

SKA St. Petersburg: Zwischentief schnell überwunden

In der West-Konferenz trennt sich scheinbar schon jetzt die Spreu vom Weizen - Im Osten bleiben drei Groß-Klubs die Sorgenkinder


West-Konferenz

Ausgehend des Vormonats schwächelte auf einmal das schon unschlagbar erscheinende SKA St. Petersburg. Der Heimniederlage im Spitzenspiel gegen Dynamo Moskau (3:4) folgten im November noch zwei Misserfolge bei Metallurg Nowokusnezk (3:4 n.P.) und Sibir Nowosibirsk (3:4 i.V.). Chefcoach Milos Rzigha schäumte vor Wut. Und seine Spieler erhörten ihren charismatischen Trainer, der bekanntlich auch vor unpopulären Entscheidungen nicht zurückschreckt, gerade noch rechtzeitig. So läutete SKA den Dezember mit einem Paukenschlag ein: Zu Gast beim Überraschungsteam von Amur Chabarowsk trumpften die Zarenstädter am vergangenen Donnerstag mit einem 7:3-Sieg (4:0; 1:1; 2:2) souverän auf. Damit längst nicht genug, gar zweistellig überrollte SKA am Sonntag das bemitleidenswerte Spartak Moskau! 10:2 (1:1; 2:0; 7:1) hieß es am Ende für den Ersten (63 Punkte) der West-Konferenz, der durch beide Kantersiege als erstes KHL-Team in dieser Spielzeit die 100 Tore-Schallmauer durchbrach.

Die beiden Verfolger, Dynamo Minsk (54) als Konferenz-Zweiter und der Dritte Dynamo Moskau (56), trafen am Freitag in Minsk aufeinander. Knapp mit 2:1 (1:1; 0:0; 1:0) behielt das Team aus Weißrusslands Hauptstadt die Oberhand verteidigte so vorläufig seinen zweiten Rang.

Der ist dennoch in Gefahr, weil Atlant Mytischtschi, wie Minsk in der Tarassow Division, weiter auf dem Vormarsch ist. Atlant (53) hat drei Spiele weniger als Minsk bestritten und liegt dabei nur einen Punkt auf die Weißrussen zurück. Seine beiden letzten Spiele gewann der Moskowiter Vorstadt-Klub mit 2:1 (0:1; 1:0; 1:0) gegen Witjas Tschechow und nach Penalty-Schießen mit dem knappsten aller Resultate gegen AK Bars Kasan. Zieht Mytischtschi demnächst in der Division an Minsk vorbei auf Platz eins, erklimmt das Team der beiden Deutschen Eduard Lewandowski und Dimtri Kotschnew zugleich Rang zwei in der Konferenz-Tabelle.

Beinahe entschieden scheint im Westen das Rennen um die Play-off-Ränge, nur deren Verteilung gilt es offenbar noch zu klären. Denn zwischen dem Achten, Dynamo Riga (43), und dem Neunten, Lev Poprad (33), klafft bereits eine mächtige Lücke von zehn Punkten.

Ost-Konferenz

Die Erfahrung eines Debakels musste zuletzt nicht nur der Konferenz-Zweite Amur Chabarowsk (54 Punkte) machen. Auch für Spitzenreiter Traktor Tscheljabinsk (64) setzte es am vergangenen Samstag mit 2:6 (1:2; 0:1; 1:3) auf eigenem Eis gegen Jugra Chanti-Mansjisk eine derbe Pleite. Doch die beiden Führenden hielten sich nur Tage später jeweils mit 2:1-Overtime-Siegen gegen Sibir Nowosibirsk bzw. Avtomobilist Jekaterinburg schadlos und verteidigten, wenn auch mit Mühe, ihre Spitzenpositionen.

Während die beiden Emporkömmlinge weiter an ihrer Erfolgsstory feilen, dümpeln drei „Große“ unvermindert in einem steten Auf und Ab im grauen Mittelfeld dahin.

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