Eishockey - KHL

18.01.2012 - 08:48
Von: Matthias Eckart

Geklärte Fronten

Die KHL-Vorrunde befindet sich auf der Zielgeraden, und die wichtigsten Fragen scheinen bereits geklärt. St. Petersburg und Tscheljabinsk dominieren ihre Divisionen.


Die Manager der KHL-Klubs können ruhigen Gewissens damit beginnen, die üblichen Tauschgeschäfte vor den Play-off einzufädeln, um ihre Kader in Tiefe und Qualität ein letztes Mal aufzubessern. Denn in beiden Divisionen ist nahezu geklärt, welche Mannschaften ins Rennen um den Gagarin Cup einsteigen. Worum es noch geht, ist das abschließende Ranking hinter den beiden Top-Teams, SKA St. Petersburg (85 Punkte) im Westen und Traktor Tscheljabinsk (84) im Osten. Beide Klubs standen sich am Dienstag im Spitzenspiel der Konferenz-Ersten gegenüber. Dank eines furiosen letzten Drittels entschieden die „Traktoristen“ das prestigeträchtige Duell vor 7.700 Zuschauern auf eigenem Eis mit 3:1 (0:0; 0:1; 3:0) für sich. Viktor Tichonow hatte die Gäste in Führung gebracht. Jewgenij Kusnezow leitete mit dem frühen Ausgleich zu Beginn des Schlussabschnitts die Aufholjagd der Gastgeber ein und drehte mit seinem zweiten Treffer die Partie. Den Schlusspunkt setzte für Tscheljabinsk der Finne Petri Kantiola 39 Sekunden vor Spielende.

Dinamo Riga (57) belegt im Westen Rang acht, verlor zwar bei Barys Astana mit 5:6 (0:0; 2:3; 3:2; 0:0; 0:1) nach Penalty-Schießen, verfügt jedoch bereits über einen mehr als beruhigenden Vorsprung von 15 Punkten auf Rang neun, den Spartak Moskau inne hat. Die Play-off werden mit an 100 Prozent grenzender Wahrscheinlichkeit ohne den hauptstädtischen Traditionsklub stattfinden. Mit ZSKA Moskau hat sich indessen der andere bis vor kurzem mit Problemen belastete Hauptstadtklub mit einer Reihe von Siegen (3:1 im Lokalderby bei Spartak, 2:1 gegen Riga und 3:1 gegen Titelverteidiger Ufa) in ruhiges Fahrwasser gebracht und kann für die Play-off planen. Nach dem erneuten 4:1-Heimsieg (1:0; 2:0; 1:1) über Neftechimik Nischnekamsk steht ZSKA mit 59 Zählern auf dem Konto auf Platz sieben.

Die „Chemiker“ hingegen können nun wohl nach Urlaubsplätzen Ausschau halten. Mit 55 Punkten hängen sie in der Ost-Konferenz auf Rang neun fest, da der Abstand auf Jugra Chanti-Mansijsk (64) schon auf neun Zähler angewachsen ist. Der kriselnde Champion Salawat Julajew Ufa (68) belegt derzeit Platz sechs, hält allerdings Kontakt auf Rang vier, den mit 70 Punkten AK Bars Kasan freilich versuchen wird über die Ziellinie zu retten. In Beton gegossen sind dafür die roten Laternen sowohl im Westen bei Witjas Tschechow (34), als auch im Osten bei Avtomobilist Jekaterinburg (28). 

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