Eishockey - KHL

06.04.2012

KHL: Play-offs kompakt

Gagarin-Cup-Finale: Avangard Omsk – Dynamo Moskau

von Matthias Eckart

Durch einen knappen Auswärtserfolg in Tscheljabinsk zieht Avangard Omsk als Gegner von Dynamo Moskau ins KHL-Meisterschaftsfinale ein.


Traktor Tscheljabinsk (1) - Avangard Omsk (2)
Serie 1:4 (3:1; 2:3 i.V.; 0:1; 1:3; 0:1)

Der Siegeszug des Überraschungsteams der KHL-Saison 2011/12, Traktor Tscheljabinsk, hat am Karfreitag sein Ende gefunden: Avangard Omsk gewann vor 7.500 Zuschauern Spiel 5 in Tscheljabinsk denkbar knapp mit 1:0 (1:0, 0:0, 0:0) und beendete damit die Finalserie in der Ost-Konferenz als Sieger. Die gefeierten Helden des Spiels für Avangard waren zum einen natürlich Sieg-Torschütze Anton Below (15.) und zum anderen Torhüter Karri Rämö, der alle 30 Torschüsse der Gastgeber stoppte. Below gab das an ihn gerichtete Lob umgehend an Rämö weiter: „Es ist vor allem sein Sieg! Traktor band uns die meiste Zeit in unserem eigenen Drittel, wir kamen selbst nur selten zu Offensivaktionen. Karri gab uns die Chance, dieses Spiel trotzdem zu gewinnen.“ Avangard Omsk kam tatsächlich nur zu höchst bescheidenen 13 Torschüssen. Omsks Chefcoach Raimo Summanen resümierte glücklich: „Solch ein Spiel gewinnt man nur mit einem überragend haltenden Torhüter. Rämö war überragend.“ Sein Gegenüber Waleri Belousow hob trotz des Ausscheidens seiner Mannschaft das Positive dieser Saison hervor: „Ich kann keinem der Jungs einen Vorwurf machen. Jeder hat in dieser Saison alles gegeben, es hat trotzdem nicht sollen sein. Es gibt solche Spiele, wo du machen kannst, was du willst, aber der gegnerische Torhüter ist einfach nicht zu bezwingen. Karri Rämö hat großartig gehalten. Wir haben in dieser Saison Historisches für unseren Klub erreicht. Nun, es gibt für uns die Möglichkeit, uns noch zu steigern. Daran werden wir jetzt arbeiten.“

HK Avangard Omsk und OHK Dynamo Moskau kreuzen ab kommenden Freitag, den 13. April im Gagarin Cup-Finale die Schläger. Als besser platziertes Team nach der Vorrunde genießt Avangard Omsk (2.) in den ersten zwei Spielen gegen Dynamo Moskau (3.) Heimrecht. Danach wechselt die wie gewohnt im Best-of-Seven-Modus  ausgetragene Serie für wiederum zwei Begegnungen in die russische Hauptstadt. Beide Final-Teilnehmer eliminierten mit Traktor Tscheljabinsk (Ost) und SKA St. Petersburg (West) die Vorrundensieger ihrer Konferenzen und greifen daher vollauf verdient nach dem Gagarin Cup.

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