Avangard Omsk – Dynamo Moskau
Serie 1:0 (2:1)
Nach Gründung der KHL im Jahr 2008 gab es erst zwei Mannschaften, welche sich den neu gestifteten Gagarin Cup in ihre Vitrine stellen durften: zweimal war es der AK Bars Kasan (2009, 2010) und einmal Salawat Julajew Ufa (2011). Am Ende der vierten KHL-Spielzeit wird es, da sich beide Teams frühzeitig aus dem Titelrennen verabschiedeten, einen neuen Gewinner der pompös gestalteten Trophäe geben. Seit Freitagnachmittag kämpfen Avangard Omsk, das die Vorrunde als Zweiter der Ost-Konferenz abschloss, und Dynamo Moskau, Dritter der West-Konferenz, im Best-of-Seven-Modus um Meisterehren. In Spiel eins gelang den „Avangardisten“ um Chefcoach Raimo Summanen vor der Heimkulisse von 10.318 Zuschauern mit einem knappen 2:1 (1:0; 0:1; 1:0)-Sieg der bessere Start in die Finalserie. Offensiv war Omsk das aktivere Team, nahm den von Alexander Jerjomenko gehüteten Kasten der Hauptstädter bei insgesamt 32 Schüssen ins Visier. Zweimal musste Jerjomenko hinter sich greifen: Play-off-Topscorer Roman Cervenka (11 Tore/9 Vorlagen) brachte die Hausherren mit 1:0 (5. Spielminute) in Führung. Avangards Siegtreffer ging auf die Kappe von Alexander Pereschogin (44.), zu dem wiederum Cervenka die Vorarbeit leistete. Dynamos zwischenzeitlichen Ausgleich markierte in der 31. Spielminute Leo Komarow.
Wenn auch Spiel eins für die Moskowiter verloren ging und nahezu alle Experten einen engen Verlauf der Serie vorhersagen, gibt es unter ihnen nicht wenige, die dennoch Dynamo Moskau die größeren Chancen auf den Titelgewinn einräumen. Einer davon ist der slowakische Trainer Julius Shupler, der in der KHL zuerst für Dynamo Riga und danach, allerdings weit weniger erfolgreich, für ZSKA Moskau (wurde dort im Februar entlassen) als Chefcoach hinter der Bande stand. Shupler begründete seine Vorhersage gegenüber Sport-Express: „Dynamo spielt seit Jahren erfolgreich sein System, und auch unter Trainer Oleg Znarok funktioniert die Mannschaft weiter wie eine gut geölte Maschine. Jeder Spieler weiß, wozu er auf dem Eis steht und füllt seine Rolle diszipliniert aus. Die große mannschaftliche Geschlossenheit könnte am Ende den wesentlichen Unterschied ausmachen.“ Genau diese Vorzüge muss Dynamo am Sonntag in Spiel zwei, das erneut in Omsk stattfindet, wieder mehr zum Tragen bringen, will man den Wechsel der Serie nach Moskau nicht mit einem 0:2-Rückstand antreten.










