Eishockey - KHL

08.09.2011

Aufgewühlt, fassungslos, ratlos ...

von ahw/ jwi/ ovk

Die weltweite Eishockeyfamilie ist noch immer geschockt und trauert. Am Mittwochnachmittag kam es zu einem tragischen Flugzeugunglück, wo das gesamte Team von Lokomotive Jaroslawl ums Leben kam. Unter ihnen auch Robert Dietrich, Ex-Profi in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) und Nationalspieler beim Deutschen Eishockey-Bund (DEB).

Trauer um Robert Dietrich

Foto: Daniel Fischer - www.stock4press.de

Geschockt und traurig zeigten sich auch seine Weggefährten. Viele können es kaum in Worte fassen, dass sie mit Didi, wie Robert Dietrich von ihnen genannt wurde, plötzlich einen Freund und ehemaligen Mitspieler verloren haben. Ihr Gemütszustand: aufgewühlt, fassungslos, ratlos ...

NHL-Spieler und Nationalmannschaftskollege Marcel Müller traf die Nachricht sehr: „Die Nachricht hat mich geschockt! Ich hatte immer ein super Verhältnis zu Didi. Wir hatten viel Spaß zusammen bei etlichen DEB-Maßnahmen. Ich kann nur sagen, wir haben einen super und Menschen und Eishockeyspieler verloren. Wir werden ihn vermissen. Ruhe in Frieden, Didi!“

Tief bewegt zeigt sich auch Thomas Greilinger vom ERC Ingolstadt: "Das ist brutal und geht mir sehr Nahe. Das ist ja nicht nur Robert, das ist eine ganze Mannschaft. Mit fehlen die Worte, ich weiß gar nicht recht was ich sagen soll. Eigentlich kann man gar nichts sagen" - Greilinger spielte in Straubing und in der Nationalmannschaft zusammen mit Robert Dietrich.

Fassungslosigkeit herrscht auch beim DEB. Generalsekretär Franz Reindl spricht von einer großen Tragödie, DEB-Präsident Uwe Harnos beschreibt mit Fassungslosigkeit nicht nur den Tod von Robert Dietrich, sondern auch der gesamten Mannschaft. DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke ließ in einer offiziellen Erklärung wissen: „"Wir sind entsetzt und fassungslos. In diesen schweren Stunden sind wir in Gedanken ganz bei seiner Familie und allen Angehörigen der Opfer des Flugzeugabsturzes"

Der gedenkt auch IIHF-Präsident René Fasel, der vom schwärzesten Tag im Eishockeysport spricht.


Weitere Stimmen:

Thomas Wilhelm (spielte mit Robert Dietrich zusammen in Straubing: "Ich kenne Didi ja schon ewig, habe mit ihm U16 bis U21 gespielt und auch neben dem Eis viel Zeit mit ihm verbracht. Wir haben viel Karten gespielt und auch sonst viel unternommen. Es ist ein Riesenschock.
Ich habe mir erst die letzten Tage alte Fotos von der Meisterfeier in Straubing angesehen und wollte ihn eigentlich mal wieder anrufen - das kann ich jetzt nicht mehr. Didi war ein so feiner Kerl, man hat alles von ihm haben können, er war immer für einen da."

Martin Schimaynski (EHC München): "Es ist unfassbar, ich kann es nicht in Worte fassen. Ich habe mit ihm die ganze Nachwuchzeit durchgemacht. Es ist einfach tragisch und schlimm - mehr kann ich nicht sagen - es macht mich sprachlos."

Gordon Borberg (EC Peiting): "Ich habe das noch nicht kapiert. Das ist unfassbar. Ich habe die Nachricht heute von unserem Geschäftsführer erfahren, da war ja noch einiges unklar. Auf dem Heimweg habe ich dann via Handy im Netz gesucht. Als ich zu Hause war meinte meine Frau noch, dass er vielleicht Glück hatte und nicht in der Maschine saß. Er war so ein netter Kerl. Wir haben in unserer gemeinsamen Zeit viel zusammen unternommen und später habe ich seine Karriere verfolgt, in Düsseldorf, Amerika und jetzt Russland. Er ist immer auf dem Boden geblieben.
Es ist zur Zeit nicht einfach. Erst der schwere Verkehrsunfall von Marc Vorderbrüggen und jetzt Didi. Das ist alles noch so unwirklich."

Youri Ziffzer, Saison 2002/2003 bei den Mannheim Adler zusammen in der DNL in einem Team: "Ich bin seitdem ich es gelesen habe, in Gedanken nur noch bei dem Unglück und bei Robert! Didi war immer ein sehr freundlicher, lieber Mensch und ein super Mannschaftskamerad, den man immer gerne um sich rum hatte! Mein tiefstes Mitgefühl geht an seine Eltern!"

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