Zum Auftakt unterlagen die Panther den Gästen aus der Schweiz mit 3:4 (1:0, 1:2, 1:1, 0:1) nach Penaltyschießen.
Die Schweizer unter ihrem neuen Trainer Marc Crawford, der Colorado 1996 zum Stanley Cup führte und ein Jahr zuvor mit dem Jack Adams Award als bester Trainer der NHL ausgezeichnet wurde, mehr als ein einfacher Testspielgegner. Vor allem Ryan Shannon, Neuzugang bei den Lions und nach dem Match zum besten Spieler der Partie gewählt, stand im Fokus der Anwesenden. Die Panther brauchten sich aber nicht zu verstecken, nach neun Tagen Training auf Eis kam es verständlicherweise noch zu kleineren Missverständnissen und Abstimmungsproblemen. Auch hier lag das größte Interesse an den Neuen im Pantherdress, allen voran Tim Conboy und Craig Weller. Letzterer präsentierte sich immer wieder und rang seinen Gegenspielern dank seiner Statur von 100 Kilogramm verteilt auf 193 Zentimeter immer wieder Respekt ab. Ein Neuer beim ERC war es auch, der im ausgeglichenen ersten Drittel die Führung für Ingolstadt erzielte, Patrick Hager traf in der 17. Minute nach feinem Solo zum 1:0.
Im Mittelabschnitt durfte Powerplay bzw. Unterzahlspiel geübt werden, gut und ausgeglichen verteilt auf beide Seiten. Zunächst die Panther in Überzahl, das 2:0 durch Joe Motzko (24.) nach erstklassiger Vorlage von Christoph Gawlik. Nach diesem Rückstand erhöhten die Gäste nun die Schlagzahl, der Anschlusstreffer durch Jeff Tambellini (28.) ließ nicht lange auf sich warten. Es folgten weitere Powerplaysituationen für die Lions, den Ausgleich zum 2:2 mussten sich die Gäste richtig hart erarbeiten. Mark Bastl erzielte kurz vor der zweiten Pause den Zwischenstand.
Da auch der Schlussabschnitt absolut ausgeglichen war, die schnelle Führung zum 3:2 nach nur 26 Sekunden durch Derek Hahn egalisierte Ryan Shannon in der 45. Minute, ging dieses Spiel in die Verlängerung. Hier rettete sich der ERC mit einer Abwehrschlacht ins Penaltyschießen, die letzten beiden Minuten der Verlängerung brummte Kris Sparre eine Strafe ab und Ian Gordon konnte beweisen, dass er bereits in blendender Form ist. Der Zusatzpunkt ging in die Schweiz, da außer Jared Ross kein weiterer Ingolstädter den Lions-Schlussmann Lukas Flueler überwinden konnte. Beim ZSC trafen nur Jeff Tambellini und der auffällige Luca Cunti mit dem entscheidenden Penalty.
Ein Punkt gegen den Schweizer Meister ist aller Ehren wert, vor der Halle gab es nach dem Spiel zu Speis und Trank die obligatorische Mannschaftsvorstellung. Kommendes Wochenende sind die Panther zu Gast in Finnland. In Helsinki geht es gegen den IFK und tags drauf gegen Jokerit um weitere Vorbereitungsmaßnahmen und Teambildung und natürlich auch um Punkte in der European Trophy.
















