Wie schon am Freitag im Spiel gegen Plzen fehlten Chefcoach Don Jackson die Verletzten Sven Felski (Knie), Darin Olver (Hüfte), Constantin Braun (Fuß). Frank Hördler, der sich in diesem Match eine Blessur im Gesicht zuzog, gesellte sich zu diesem Trio noch hinzu. Dass den Eisbären kein solcher Raketenstart gelang wie am Freitag, lag aber weniger an den Ausfällen, hatte viel mehr damit zu tun, dass Brno doppelt gewarnt war. Zum einen durch den Auftritt der Berliner gegen ihre tschechischen Landsleute, als auch die eigene 3:7-Klatsche gegen die Hamburg Freezers am selben Tag. Und so agierte Kometa zunächst recht konzentriert und spielerisch durchaus gefällig, kreierte Chancen, sodass Eisbären-Torsteher Rob Zepp von Beginn an gefordert war. Dennoch gingen die Berliner in Überzahl durch Neuzugang Matt Foy (8. Spielminute) nach schönem Zusammenspiel mit Barry Tallackson in Führung. In der 12. Spielminute hatte ein Neuzugang auf des Gegners Seite seinen weniger erfreulichen Auftritt: Brnos Verteidiger Boris Valabik, dem der Ruf vorauseilt, im Zweikampf zu häufig schlechte Entscheidungen zu treffen, rammte Berlins Dominik Bielke (Schneidezahn abgebrochen) derart unsanft in die Bande, dass der Arbeitstag des zwei Meter großen und über 100 Kilo schweren Slowaken nach Spieldauerstrafe beendet war. Allerdings verschwand auch der Getroffene in der Kabine. Den Eisbären drohen bereits jetzt die Verteidiger auszugehen. Die fünfminütige Überzahlmöglichkeit ließen die Hauptstädter jedoch ungenutzt verstreichen.
Was die Eisbären im ersten Drittel versäumt hatten, holten sie gleich nach Wiederbeginn per „Triple“ eindrucksvoll nach: Jimmy Sharrow überwand Brnos Goalie Martin Falter aus Nahdistanz, Tyson Mulock und Verteidiger-Neuzugang Mark Katic (in Überzahl) schlossen jeweils kurze schnelle Kombinationen zum Zwischenstand von 4:0 ab. Den Tschechen drohten gegen die Eisbären die Dinge nun ähnlich zu entgleiten, wie anfänglich Plzen am Freitag. Die Eisbären dagegen wissen dagegen bereits zu diesem frühen Zeitpunkt durch Kombinationssicherheit bei 5-5 als auch im Powerplay zu gefallen, Youngster wie auch die beiden Nordamerika-Neuzugänge fügen sich bislang bestens ins Mannschaftsgefüge ein. Beweis gefällig? In der 36. Minute erzielte Matt Foy seinen zweiten Treffer des Abends - das 5:0 für den Deutschen Meister fiel in Überzahl. Seinen Hattrick perfekt machte Matt Foy in der 48. Spielminute mit einem Schuss von der blauen Linie. Als die Eisbärenfans die wenigen mit nach Berlin gereisten Kometa-Fans zum Mitsingen animierten, die Gäste gar anfeuerten, gelang Mirolav Holec in Unterzahl der Ehrentreffer für die Tschechen.
Eisbären Berlin – HC Kometa Brno 6:1 (1:0; 4:0; 1:1)
Tore: 1:0 (8.) Foy – Tallackson PP; 2:0 (21.) Sharrow – Mulock, TJ/Baxmann; 3:0 (22.) Mulock, Tyson – Foy/Braun, L.; 4:0 (24.) Katic – Mulock, Tyson/Mulock, TJ PP; 5:0 (36.) Foy – Sharrow/Katic PP; 6:0 (48.) Foy – Mulock, Tyson/Braun, L. PP; 6:1 (50.) Holec – Koreis/Kadela SH
Schiedsrichter: Schukies/Krawinkel
Strafen: 6/17 (+Spieldauer Valabik)
Zuschauer: 6.200
Beste Spieler: Matt Foy – Tyson Mulock – Jimmy Sharrow


























