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Zagreb stürmt nach obenBlick in die EBEL

Für Marko Pöyhönen und Medveščak Zagreb läuft es derzeit gut in der EBEL. (Foto: dpa/picture alliance/PIXSELL)Für Marko Pöyhönen und Medveščak Zagreb läuft es derzeit gut in der EBEL. (Foto: dpa/picture alliance/PIXSELL)
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Platz 1: Vienna Capitals, 52 Punkte

Für Wien waren wie für alle anderen Teams auch drei Partien zu bestreiten, dabei ging es am Dienstag nach Graz. Das Spiel war spannend bis in die Schlussminuten und sah mit den 99ers einen überraschenden 3:2-Sieger. Das wohl entscheidende Tor war der Unterzahltreffer des 26-jährigen Letten Zintis Nauris Zuševics zum zwischenzeitlichen 2:1. Am Donnerstag führte der Weg zum Kracher nach Linz. In der ausgeglichenen Partie dauerte es bis zur 33. Minute, ehe der ehemalige DEL-Spieler Aaron Brocklehurst die Wiener Führung erzielte. In der Folge wechselte die diese mehrfach, bis der Ex-Straubinger Niki Hartl das 4:3-Siegtor in der 53. Minute markierte. Das dritte Duell fand in Wien statt und sah Salzburg als Gast. Auch hier lag der Unterschied am Ende in nur einem Tor. Ausschlaggebend waren die Special Teams der Caps, die zweimal in Überzahl zuschlagen konnten. So fiel auch das Siegtor durch Rafael Rotter in der 58. Minute im Powerplay.

Platz 2: Klagenfurter AC, 44 Punkte

Mit der vollen Ausbeute von neun Punkten springen die Klagenfurter auf Rang zwei. Beim Spiel in Fehévár konnten die Ungarn nur zwanzig Minuten mithalten, dann würden sie überrollt. Nach sechzig Minuten bejubelten die Rotjacken einen 7:1-Sieg. In Innsbruck brachte ein 3:0 im Mittelabschnitt die Entscheidung. Am Ende wurde es ein 4:2-Sieg. Die Siegserie nahm gegen Bozen ihren Fortgang, wobei Goalie David Madlener einen Shutout feiern konnte. Allerdings hatte er beim 3:0-Sieg vor allem in der Schlussphase auch das Glück des Tüchtigen.

Platz 3: Black Wings Linz, 38 Punkte

Den Platz den die Klagenfurter gewonnen haben, haben die Linzer verloren. Dabei begann die Woche mit einem eindrucksvollen 6:2-Sieg über Innsbruck. Matchwinner war Sébastien Piché, der zwei Tore beisteuern konnte. Das Gipfeltreffen gegen Wien wurde erst sieben Minuten vor der Schlusssirene entschieden. In einer Partie, in der die Führung hin und her schwappte, holten sich am Ende die Caps nach einem 4:3-Erfolg die Punkte. In Zagreb konnte Brian Lebler in den letzten fünf Minuten zwar zwei Überzahltore erzielen, doch das änderte an der 3:4-Niederlage nichts mehr.

Platz 4: KHL Medveščak Zagreb, 36 Punkte

Der Wochengewinner kommt aus Kroatien. Mit drei Siegen aus drei Spielen rutschten die Bären um vier Plätze im Vergleich zu Vorwoche nach oben. Den ersten Sieg feierte man gegen Salzburg. Nach vierzig Minuten stand es noch 3:3, doch im Schlussabschnitt zogen die Kroaten bis zum 6:3-Endstand davon. Großen Anteil hatte der norwegische Teamspieler Sondre Olden, dem drei Treffer gelangen. In Ungarn stand es lange 0:0, doch kurz vor der zweiten Pause schlugen die Bären doppelt zu. Nach der Partie in Fehérvár sah man einen 4:0-Sieg für Zagreb. Gegen Linz war es am Ende knapper, noch bis fünf Minuten vor dem Ende sah es nach einem sicheren Sieg aus, ehe Brian Leber mit zwei Powerplaytoren das Spiel nochmal spannend machte. Zagreb rettete den 4:3-Erfolg aber noch über die Zeit.

Platz 5: Red Bull Salzburg, 35 Punkte

Bei der 3:6-Niederlage in Zagreb war die spielentscheidende Szene ein Check von Brant Harris. In der folgenden fünfminütigen Überzahl gingen die Kroaten in Führung und behielten diese bis Spielende. Gegen Znaim lief es für die roten Bullen besser. Bereits in der zweiten Minute brachte Thomas Raffl die Mozartstädter erstmal in Führung. Bei Spielende hieß es 5:2. Das Spitzenspiel gab es in Wien, wobei die Salzburger zwar dreimal ausgleichen konnten, aber nie die Führung innehatten. So hieß es am Ende 5:4 für den Hauptstadtclub.

Platz 6: Graz 99ers, 34 Punkte

Mit einer Überraschung begann die Woche für die 99ers, denn der 3:2-Sieg über Wien war so nicht vorhersehbar. Insgesamt war die Partie eher ausgeglichen, doch mit einem Unterzahltreffer von Zintis Nauris Zuševics hatten die Murstädter einen Vorteil auf ihrer Seite. In Bozen war es noch knapper, denn man musste in die Overtime. Hier brauchte Brock Higgs nur 40 Sekunden, bis er den 3:2-Sieg für Graz perfekt machte. Auch gegen Dornbirn mussten die Spieler Überstunden machen. Dabei lag Graz bereits 3:0 in Führung, ehe die Bulldogs das Spiel doch noch ausgleichen konnten. Diesmal war es Daniel Woger, der den 99ers-Siegtreffer markierte. 13 Sekunden vor dem Penaltyschießen traf er zum 4:3.

Platz 7: HC TWK Innsbruck, 30 Punkte

Innsbruck ist mindestens in einer Ergebniskrise. Vor Wochen lief es noch rund, doch inzwischen ist man sogar aus den Top sechs gefallen. Dabei konnte man das Spiel in Linz zwei Drittel offen halten, ehe man im Schlussabschnitt unterging. Als die Sirene ertönte, sah man eine 2:6-Niederlage. Auch gegen den KAC hatte man Ende nichts zu lachen und musste sich 2:4 geschlagen geben. In Znaim war vor allem das erste Drittel ein wildes Scheibenschießen, indem die Tschechen viermal in Führung gehen konnten. Für den Rest der Partie ging die Trefferquote deutlich zurück. Den 5:5-Ausgleich schoss Innsbrucks Hunter Bishop in der 57. Minute. Die Verlängerung blieb torlos, sodass die Partie in Penaltyschießen entschieden werden musste. Das Siegtor für Znojmo ging auf das Konto von Erik Němec.

Platz 8: Villacher SV 30 Punkte

Für den VSV ging es wieder nach unten. In dem intensiven Spiel in Znaim hatte man mit 1:3 das Nachsehen. Auch gegen Dornbirn zog man den Kürzeren. Mit einem Doppelschlag am Ende des Eröffnungsdrittels nahm das Schicksal seinen Lauf. Bei Spielende hieß es 3:6 für die Bulldogs. Erst gegen Fehérvár sammelte man nach vier Niederlagen wieder Punkte. Allerdings war es mit 4:3 denkbar knapp. Zudem geht der Umbau in der Führungsebene weiter. Nun legte Obmann Guiseppe Mion nach 25 Jahren sein Amt nieder, er wird jedoch nicht komplett ausscheiden, sondern den Posten des Vizepräsidenten übernehmen.

Platz 9: Orli Znojmo, 30 Punkte

Nachdem Verteidiger Antonín Bořuta langfristig ausfällt, holte man Michal Plutnar auf Leihbasis von Bílí Tygři Liberec. Der hatte gegen den VSV auch gleich einen Einstand nach Maß, als er in der elften Minute das 1:0 schoss. Nach 60 Minuten war ein 3:1-Sieg eingetütet. In Salzburg musste man sich jedoch 2:5 geschlagen geben. Gegen die Innsbrucker Haie hatte man aber wieder das bessere Ende für sich, wenn auch erst nach dem Penaltyschießen. Im ersten Drittel sahen die Zuschauer ein 4:3-Spektakel. Im Duell Mann gegen Mann verbuchte Erik Němec das Siegtor zum 6:5-Endstand.

Platz 10: Dornbirner EC, 30 Punkte

Für den neuen finnischen Goalie Rasmus Rinne war das Spiel gegen Bozen sein erste Spiel und das konnte man gleich 4:1 siegreich gestalten. Gegen den VSV legte der DEC nach. Beim 6:3-Auswärtserfolg war der Ex-Straubinger Scott Timmins bester Mann. Erst in Graz musste man sich geschlagen geben, allerdings erst in der Verlängerung. Timmins traf erneut doppelt, doch 13 Sekunden vor Ablauf der Overtime entschied Daniel Woger das Spiel 4:3 für Graz. Aufgrund des schlechten Torverhältnisses ging es trotz sieben gesammelten Punkten nach unten.

Platz 11: Sapa Fehérvár, 26 Punkte

Der Aufschwung der Ungarn ist bereits wieder vorbei. Gegen den KAC konnte man nur das erste Drittel offen halten, danach überrollte die Rotjacken das Team von Benoît Laporte und schossen diese mit 7:1 ab. Auch gegen Zagreb gab es eine deutliche Niederlage. Wieder war das erste Drittel ausgeglichen, doch nach dem Spiel verbuchte man ein 0:4. Die dritte Niederlage setzt es in Villach. Hier war es enger, doch über ein 3:4 kam man auch hier nicht hinaus.

Platz 12: HC Bozen Alperia, 23 Punkte

Die Südtiroler schlugen nochmals auf dem Transfermarkt zu und verpflichteten Angelo Miceli. Der 23-jährige Italo-Kanadier kam von den Atlanta Gladiators aus der ECHL. Gegen Dornbirn war er noch nicht dabei, doch ob er die 1:4-Niederlage hätte verhindern können, ist ohnehin fraglich. Gegen die Graz 99ers konnte man einen Punkt sichern, war dem Sieg aber denkbar nahe. Erst in der 56. Minute musste man den Ausgleich hinnehmen und nach 40 Sekunden in der Verlängerung schluckte man das Tor zur 2:3-Niederlage. In Klagenfurt musste man sich ebenfalls geschlagen geben. Alle Drittel gingen 0:1 verloren, sodass es am Ende 0:3 hieß.