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Wien und Salzburg ohne große MüheFavoritensiege zum Play-off-Auftakt in der EBEL

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Titelverteidiger Salzburg zeigte im heimischen Volksgarten den Gästen aus Graz beim 3:0-Sieg von Beginn an die Grenzen auf und brannte zum Start der Begegnung ein wahres Offensivfeuerwerk ab. Der gut aufgelegte Sebastian Dahm im Gehäuse der Gäste verhinderte im ersten Drittel einen höheren Rückstand und hielt eine eigentlich klare Partie relativ lange offen. Zwar gingen die roten Bullen nach nur knapp vier Minuten durch Andreas Kristler in Führung, in der Folge scheiterten die Red Bulls aber bei einer Vielzahl von Möglichkeiten am starken Dänen.

Die 99ers konnten nur selten für Entlastung sorgen, auch die hochgelobten Topscorer Setzinger, McLean und Beach traten zunächst wenig in Erscheinung. Erst bei einem Überzahlspiel kurz vor Ende des ersten Drittels musste Bernhard Starkbaum erstmals in höchster Not eingreifen, ein Annahmefehler an der blauen Linie sorgte dann aber schon für die Vorentscheidung im Spiel. Bill Thomas erkämpfte die Scheibe und traf Sekunden vor der Sirene bei einem Breakaway zum 2:0.

Im zweiten Drittel verflachte die Partie etwas und die Hausherren sicherten das Ergebnis weitestgehend. Einzig Oliver Setzinger hatte bei einem schnellen Konter der Grazer noch einmal die Möglichkeit Feuer in die Partie zu bringen, der Routinier verzog aber knapp. Im letzten Drittel machte der Meister aus Salzburg dann den Sack zu: Marc Flood bediente seinen Sturmkollegen Manuel Latusa mustergültig von der rechten Seite und dieser hielt die Kelle in den Torraum und besorgte letztlich den verdienten Endstand. Salzburg zeigte in der Begegnung, dass es über vier sehr gute Reihen verfügt, Graz muss im Heimspiel am Mittwoch deutlich zulegen, um die Serie enger zu gestalten.

Vorrundensieger Wien belehrte im Auftaktmatch die vielen Journalisten, die den Pick Innsbruck als „äußerst gefährlich“ einstuften, eines Besseren: Ohne Mühe waren die Capitals über 60 Minuten beim 5:0 die stärkere Mannschaft. Auffälligster Aktuer war wieder einmal Riley Holzapfel, der mit zwei Treffern und einem Assist nahtlos an seine Leistungen in der Vorrunde anknüpfte.

Enger ging es bei den Spielen Klagenfurt gegen Znojmo (4:3 nach Verlängerung) und Linz gegen Bozen (2:1 nach Verlängerung) zu. Die höher gesetzten Teams setzten sich erst in der Overtime durch. Beim KAC war es der erfahrene Jamie Lundmark, der Sekunden vor Schluss erst den 3:3-Ausgleich gegen die Tschechen besorgte und nach 17 Minuten auf 4:3 stellte. Zum Matchwinner in Linz avancierte Brian Lebler, der die enge Begegnung gegen die Südtiroler entschied und so auch hier einen Außenseitersieg verhinderte.

Christoph Schneider