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Wien und Klagenfurt „sweepen“ sich ins HalbfinaleEBEL-Viertelfinale

Torhüter Marcel Melicherčík steht mit dem HC Bozen dicht vor dem Einzug ins Halbfinale. (Foto: dpa/picture alliance/CITYPRESS 24)Torhüter Marcel Melicherčík steht mit dem HC Bozen dicht vor dem Einzug ins Halbfinale. (Foto: dpa/picture alliance/CITYPRESS 24)
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Vienna Capitals – HC TWK Innsbruck
Serie 4:0

Spiel eins der Serie war eine klare Sache für den Hauptstadtclub. Mit 5:0 wurden die Haie heimgeschickt. Im ersten Abschnitt hielten sich die Innsbrucker noch wacker, doch dann waren die Caps nicht mehr zu stoppen. Bester Mann war Riley Holzapfel mit zwei Treffern und einer Vorlage.

Das zweite Spiel hat seinen Platz in den Geschichtsbüchern gefunden, denn es wurde erst in der dritten Verlängerung nach 103 Minuten und 55 Sekunden entschieden. Die Haie führten schon mit 3:1, doch es war wieder Riley Holzapfel der zwei Tore machte und das Spiel so in die Verlängerung schoss. Taylor Vause sollte der Glückspilz sein, der mit dem Tor zu 4:3 das Spiel zugunsten der Wiener entschied.

Spiel drei war ein Scheibenschießen. Neben jeder Menge Tore gab es auch jede Menge Strafen. Insgesamt ließen die Wiener aber nichts anbrennen und gewannen 7:4. Allerdings hatten auch beide Torhüter nicht ihren besten Tag. Wiens Jean-Philippe Lamoureux hatte nur 14 Schüsse gegen sich, musste aber viermal hinter sich greifen. Das macht eine magere Fangquote von 71,4 Prozent. Etwas besser war Andy Chiodo. Von 33 Schüssen konnte er 26 abwehren. Seine Fangquote lag somit bei 78,8 Prozent.

In Spiel vier machten die Caps den Sweep perfekt und gewannen auch dieses Spiel. Den entscheidenden Unterschied machte diesmal die Special Teams. Alle drei Wiener Tore beim 3:2-Sieg fielen in Überzahl. Einmal mehr war Riley Holzapfel mit zwei Treffern beteiligt. Wien steht damit im Halbfinale, für die Innsbrucker ist die Saison hingegen beendet.

Red Bull Salzburg – Graz 99ers
Serie 3:1

Mit einem ungefährdeten 3:0-Sieg im ersten Spiel gingen die roten Bullen in Führung. Der Grundstein wurde bereits im ersten Drittel gelegt. Bei besserer Chancenverwertung wäre jedoch ein noch deutlicher Sieg möglich gewesen.

Auch wenn es das Ergebnis von 4:1 im zweiten Spiel nicht vermuten lässt, war es eine Partie auf Augenhöhe. Graz wehrte sich nach Kräften und konnte gute offensive Akzente setzen. Doch im Mitteldrittel zeigen sich die roten Bullen erbarmungslos, denn alle Tore fielen in Abschnitt zwei.

In der dritten Runde ließen es die Teams zunächst etwas ruhiger angehen. Doch mit Drittel zwei nahm die Partie Fahrt auf. Einmal ins Rollen gekommen, waren die Mozartstädter nicht zu stoppen. Bei Spielende stand ein 5:1 auf der Anzeigentafel.

Mit dem Rücken an der Wand blieb den 99ers nur eine Richtung – nach vorne. Das erste Drittel endete noch ohne Tore, doch ab dem zweiten Abschnitt sollte sich das ändern. Dabei machte Evan Brophey zwei Tore, doch das Game Winning Goal geht auf den Konto von Oliver Seitzinger.

Klagenfurter AC – Orli Znojmo
Serie 4:0

Es war ein ewiges Hin und Her im ersten Spiel der Serie. Mehrfach wechselte die Führung in der spannenden Partie. Als viele schon in Zmain den Siegers des Spieles sahen, traf Jamie Lundmark doch noch zum Ausgleich. Nach 77 Minuten und 34 Sekunden war es erneut Lundmark, der das Spiel für den KAC entschied.

Auch das zweite Spiel war umkämpft. Der Führungswechsel für die Rotjacken passierte in 20 Sekunden. Erst machte Stefan Geier den Ausgleich und mit den nächsten Angriff traf Thomas Hundertpfund. Er war es auch, der später den Game Winner erzielte.

Im dritten Aufeinandertreffen war für die Tschechen nichts zu holen. Im Mitteldrittel legten beiden Teams eine etwas härtere Gangart an den Tag, doch eine Überzahl nutzen konnte niemand. Am Ende reichte es aber zu einem kaum gefährdeten 3:0-Sieg des KAC.

Das vierte Spiel der Serie war ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Beide Mannschaften hatten Chancen und beide gingen in Führung. Erfolgreichster Spieler bis zur Overtime war Stefan Geier mit zwei Toren. Die Entscheidung fiel in der zweiten Verlängerung nach 72 Minuten und 37 Sekunden durch Routinier Thomas Koch. Damit sweept der KAC den letztjährigen Vizemeister und steht bereits nach vier Spielen im Halbfinale.

Black Wings Linz – HC Bozen Südtirol
Serie 1:3

Dies ist die engste Serie im Viertelfinale. Schon Spiel eins war hart umkämpft und sah zwei ausgezeichnete Torleute. Nach 60 Minuten stand es 1:1, sodass es in die Overtime ging. Nach 8:19 Minuten machte Brian Lebler einen Schlussstrich unter die Partie. Somit führten die Linzer in der Serie. Doch für Sebastien Piche gab es ein Nachspiel. Im Spiel leistete er sich einen Stockstich gegen Olivier Vallerand und wurde dafür für drei Spiele gesperrt.

Knapp war es auch im zweiten Spiel. Doch diesmal hatten die Füchse mit 3:1 das bessere Ende für sich. Den entscheidenden Treffer machte Andrew Yogan. Lindsay Sparks stellte in der Schlussminute mit seinem Empty-Net-Treffer den Endstand her.

Held des dritteln Spieles war Bozens Goalie Marcel Melicherčík. Er konnte alle 53 Versuche der Linzer abwehren und trug so entscheidend zum 2:0-Erfolg seines Teams bei. Viel schlechter war Michael Ouzas auf der anderen Seite auch nicht, denn bis zur 57. Minute stand es 0:0. Doch dann brach Brodie Reid den Bann. Den Entstand stellte Marco Insam mit einem Schuss ins leere Tor her.

Das vierte Aufeinandertreffen musste in die Verlängerung. Nach 60 spannenden Minuten stand es 4:4. Bozen ging viermal in Führung, doch die Stahlstädter konnten viermal ausgleichen. Den letzten Ausgleichstreffer machte Fabio Hofer in der 57. Minute. Die fünfte Führung und damit gleichzeitig den Siegtreffer machte der Italiener Luca Frigo in der 69. Minute.