Eishockey News

Wien und Klagenfurt stehen im FinaleEBEL-Halbfinale

Vienna Capitals - HC Bozen Südtirol
Play-off-Stand: 4:0

Das ging schnell. Der Hauptstadtclub ließ keinen Zweifel aufkommen und gewann auch das vierte Halbfinalspiel gegen die Südtiroler. Die Partie war eine äußerst schnelle Angelegenheit und sah eine Vielzahl von guten und sehr guten Chancen. Doch im ersten Drittel waren die Torhüter noch nicht zu überwinden. Der erste Treffer der Partie gelang dem aus der DEL bekannten Verteidiger Aaron Brocklehurst in Überzahl. Wenig später traf mit McGregor Sharp der nächste ehemalige DEL-Spieler. Doch nur 20 Sekunden später machte Marc-Olivier Vallerand das Spiel wieder knapp. Allerdings sollte es bei diesem Tor für die Füchse bleiben, denn im Schlussdrittel traf nur noch Kelsey Tessier und machte mit seinen beiden Toren den Finaleinzug perfekt. Auf Sky Sport Austria HD war Bozens Coach nach dem Spiel aber nicht mit der Schiedsrichterleistung einverstanden und sagte: „Es gab zu viele No-Calls. Dann haben sie ein paar Strafen gegen uns gepfiffen und hätten das auf beiden Seiten ausgleichen müssen. Das waren aber Nebensachen. Es war nicht dieses Spiel alleine. Wir müssen unsere Powerplay-Chancen besser nutzen.“ Wiens Coach Serge Aubin zeigte sich natürlich glücklich: „Alle Spiele waren sehr eng und schwierig. Ich bin sehr glücklich über vier Spiele. Wir haben sehr diszipliniert gespielt, das ist wichtig. Mit Disziplin kann man Spiele gewinnen und heute Abend waren sie sehr diszipliniert. Der 2:0-Vorsprung war gut und deswegen haben wir auch gewonnen.“ Für die Caps ist es der vierte Finaleinzug, bisher konnten sie einmal den Titel erringen.

Red Bull Salzburg – Klagenfurter AC
Play-off-Stand: 2:4

Zur Erinnerung: Salzburg führte in der Serie bereits mit 2:0 und vieles deutete auf einen Durchmarsch der roten Bullen hin. Doch die Klagenfurter haben sich nicht hängen lassen. Im vierten Spiel mussten die Salzburger aber gleich auf fünf Stammkräfte verzichten. Am Ende gewann der KAC klar mit 4:1, hatte aber reichlich Chancen liegen lassen, um das Ergebnis noch deutlicher zu machen. Erfolgreichster Torschütze war der Ex-Krefelder Mark Hurtubise mit zwei Treffern. Salzburg konnte in der 52. Minute zwar durch Alexander Cijan verkürzen, doch nur 86 Sekunden nach dem Anschluss stellte Manuel Geier den alten Abstand wieder her. Für die endgültige Entscheidung sorgte Matthew Neal mit seinem Treffer ins verlassen Tor.

Partie Nummer fünf war ein Eishockey-Krimi, indem Klagenfurt dreimal in Führung ging, doch die Mozartstädter gleichen das jeweils aus, sodass es in die Overtime ging. Dabei ging die Post aber erst ab etwa der 30. Minute ab. Zuvor war die Partie zwar auch schnell, doch es gab nur den Klagenfurter Führungstreffer durch Marco Brucker. Der Ausgleich durch Ryan Duncan hielt aber nicht lange, dann stellte Steven Strong die KAC-Führung wieder her. In den letzten Minuten überschlugen sich die Ereignisse. Bill Thomas (55.) glich aus, was Jamie Lundmark (58.) erneut änderte. Der letzte Ausgleich durch Ryan Duncans zweites Tor fiel erst in der 60. Minute. Für die Entscheidung sorgte Žiga Pance. Erst holte er eine Strafe gegen Alexander Pallestrang heraus, dann verwertete er den Pass von Tommy Koch zum Siegtor.

Im sechsten Aufeinandertreffen lieferten sich die Teams ein enges und ausgeglichenes Eröffnungsdrittel. Tore waren allerdings keine im Angebot. Dies sollte sich im Mitteldrittel ändern. Manuel Geier (22.PP) konnte eine Überzahl nutzen und brachte den KAC damit auf die Siegerstraße. Salzburg hatte direkt die Ausgleichschance, doch je länger das Drittel lief, umso mehr bekamen die Rotjacken Oberhand. Im Schlussabschnitt wurde der Titelverteidiger endgültig entzaubert. Žiga Pance (47.) erhöhte mit einer Direktabnahme und als Jamie Lundmark (54.PP) am Ergebnis schraubte, schwammen den roten Bullen alle Felle davon. Jamie Lundmark (55.) machte eine gute Minute später die Salzburger Lichter aus. Nach dem 4:0-Sieg steht der KAC nach vier Jahren wieder im Finale.

Rund um die Liga

Im Laufe der Woche wurde bekannt, dass es eine Neuauflage des Red Bulls Salute geben wird. Gespielt wird vom 10. bis 13. August im Olympia-Eissportzentrum in Garmisch-Partenkirchen. Gastgeber ist der EHC Red Bull München und dieser hat sich hochkarätiges in die Halle geholt. Der SC Bern, HC Sparta Prag sowie der EC Red Bull Salzburg werden teilnehmen. Dabei werden im Halbfinale Prag gegen Salzburg und München gegen Bern spielen.