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Wien hat ein kleines PolsterBlick in die EBEL

Die Vienna Capitals stehen an der Spitze der EBEL. (Foto: dpa)Die Vienna Capitals stehen an der Spitze der EBEL. (Foto: dpa)
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Platz 1: Vienna Capitals, 58 Punkte

Drei Siege in Folge brachten die Wiener zurück an die Tabellenspitze. Dabei war für die Fans alles dabei. Shutout in Graz, überzeugende Leistung gegen Laibach und eine abgewehrte Aufholjagd gegen Bozen. Am Sonntag steht aber mit Salzburg ein ganz dicker Brocken vor der Tür. Mit Spannung wird dieses Spitzenspiel erwartet.

Platz 2: Red Bull Salzburg, 52 Punkte

In dieses dürften die roten Bullen mit gemischten Gefühlen gehen. Vor kurzem musste man sechs Mal in Folge in die Overtime gehen, was Ligarekord bedeutet hat. Dabei konnte man aber nicht jeden Zusatzpunkt sammeln. Nach der Niederlage in Bozen folgte der leichte Sieg gegen Ljubljana. Damit werden die Wiener zu einem echten Prüfstein.

Platz 3: Black Wings Linz, 52 Punkte

Linz hatte ein Spiel weniger als die meisten im Kalender stehen. Das Spiel gegen Dornbirn wurde dann auch noch zu Zitterpartie. Zwar war man schon 4:1 in Führung, doch die Bulldogs griffen nochmal an. Am Ende konnten die Stahlstädter eine Ein-Tor-Führung über die Ziellinie retten. Coach Rob Daum war daher auch nicht ganz zufrieden und meinte nach der Partie: „Dominante Teams müssen zuhause stark sein, wir holen den Gegner immer wieder zurück ins Spiel, da können wir uns in unserer eigenen Halle steigern.“

Platz 4: HC TWK Innsbruck, 47 Punkte

Der Spielplan der EBEL hat immer wieder Überraschungen parat. So mussten der HCI an zwei Tagen in Folge auf Punktejagd gehen. Am Freitag in Graz wurde man mit 2:9 vom Eis gefegt, doch am Samstag konnte man in Laibach einen Sieg einfahren. Das war aber ein wahrer Kraftakt. Kein Wunder, denn wenn jemals ein Team „Busbeine“ hatte, dann waren das dieses Wochenende die Innsbrucker. Den Siegtreffer machte der 20-jährige Mario Huber in der 58. Minute.

Platz 5: HC Bozen Südtirol, 44 Punkte

Für die Südtiroler war es wieder eine Woche mit Licht und Schatten. Zunächst konnte man Salzburg in einem wilden Spiel schlagen, wobei Glen Metropolit seinen ersten Treffer für den HCB erzielen konnte. Doch Tage später zog man gegen Wien den Kürzeren. In den anstehenden Spielen ist man jedoch Favorit, somit läuft der Angriff auf Platz vier und Innsbruck auf Hochtouren.

Platz 6: Villacher SV, 36 Punkte

Villach musste wieder Federn lassen. Dabei blamierte man sich auch noch gegen den Tabellenletzten, den man offensichtlich unterschätzt hat. Zwar konnte man einmal in Führung gehen, lief aber meist einem Rückstand hinterher. Am Ende unterlag man in der Verlängerung. Ähnliches Bild auch gegen Fehérvár und auch hier blieb dem VSV nach der Overtime nur ein Punkt. Headcoach Greg Holst muss sich langsam etwas einfallen lassen.

Platz 7: Graz 99ers, 35 Punkte

Befreiungsschlag der 99ers nach fünf Niederlagen in Serie. Coach Ivo Jan mischte dabei seine Reihen kräftig durch. Der 9:2-Sieg über Innsbruck gab ihm am Ende Recht. Jetzt gilt es die nächsten Spiele zu beweisen, dass es nicht nur die gefürchtete Eintagsfliege war.

Platz 8: Orli Znojmo, 35 Punkte

Die Neuauflage des letzten Finals stand vergangene Woche im Kalender. Die spannende Partie wurde erst in Penaltyschießen entschieden. Sieger waren am Ende aber ein weiteres Mal die Salzburger. Besser lief es für die Tschechen in Klagenfurt. Dabei wurde der zurückgekehrte Colton Yellow Horn einmal mehr zum Matchwinner und schießt den KAC wieder ein Stück näher an die Krise.

Platz 9: Klagenfurter AC, 29 Punkte

Für den KAC will und will es nicht laufen. Inzwischen hat man schon wieder vier Niederlagen in Serie zu verzeichnen. Damit sind die Rotjacken einmal mehr in einer schwierige Phase. Gegen Linz müssen jetzt Punkte her, ansonsten dürfte das Wort „Krise“ in den Klagenfurter Sprachgebrauch Einzug halten. Dass sowohl Linz als auch Klagenfurt wahrscheinlich auf ihren jeweiligen Top-Verteidiger verzichten müssen, sorgt für ein weiteres Spannungsmoment. Linz allerdings zuletzt auch mit einen schwächen in der Abwehr. Außerdem sind Spiele zwischen diesen Teams immer etwas Besonderes.

Platz 10: Sapa Fehérvár, 28 Punkte

Wenn man schon nicht oben mitspielen kann, dann sorgt man wenigstens anderweitig für die Unterhaltung der Fans. Nach drei Jahren gibt es erneut zwei Freiluftspiele am Fuße der Vajdahunyad Burg im Herzen Budapests. Am 28. Dezember lautet der Gegner Salzburg und am 30. Dezember gastiert Klagenfurt. Wer dabei sein will, sollte schnell handeln, denn die Hälfte der 4000 Karten sind bereits verkauft worden.

Platz 11: Dornbirner EC, 23 Punkte

Die letzten Verstärkungen im Team brachten bisher noch nicht den gewünschten Effekt. Zwar konnte man gegen Linz eine Aufholjagd starten, am Ende lief dem DEC aber die Zeit davon. Auch gegen Innsbruck musste man eine knappe Niederlage schlucken. Ein Sieg und fünf Punkte aus den letzten zehn Spielen sprechen eine deutliche Sprache. Laut Medienberichten ist man nun auch noch auf der Suche nach einem neuen Torwart. Dazu passt, dass Cedrick Desjardins und John Muse offenbar in der EBEL angeboten werden.

Platz 12: Olimpija Ljubljana, 17 Punkte

Sportlich kam man nach dem leichten Aufschwung nun doch wieder deutlich unter die Räder. Allerdings waren die Gegner mit Wien und Salzburg von der besseren Klasse. Doch die Laibacher scheinen ganz andere Sorgen zu haben. Zum Auswärtsspiel nach Salzburg reisten nur 14 Feldspieler und zwei Torhüter mit. Offiziell fehlte der Rest des Teams wegen Verletzung oder Krankheit. Laut Journalistenmeldungen und Medienberichten traten die Spieler aber wegen zwei ausstehenden Gehaltszahlungen nicht an. Nach Alagić und Ropret ist mit dem Letten Kristaps Baževičs bereits der dritte Spieler abgewandert. Auch Goalie Jeff Frazee  scheint vor dem Absprung zu sein. Passiert kein Wunder, dürfte sich Ljubljana auf einer Abschiedstour durch die EBEL befinden.