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Wien gewinnt GrunddurchgangBlick in die EBEL

Jubel bei den Vienna Capitals: Die Wiener haben den Grunddurchgang in der EBEL gewonnen. (Foto: dpa)Jubel bei den Vienna Capitals: Die Wiener haben den Grunddurchgang in der EBEL gewonnen. (Foto: dpa)

Platz 1: Vienna Capitals, 98 Punkte

Serge Aubin hat in seinem ersten Jahr in Wien einiges geschafft. Als Zwischenergebnis steht der Sieg des Grunddurchganges in den Büchern. Mit einem Sieg gegen Znaim im letzten Spiel des Grunddurchgangs hätte man die 100 Punkte erreicht. Am Ende verlor man in der Overtime und beende die Runde mit 98 Punkten. Die Wiener haben mit Collin Bowman den Verteidiger mit der besten Plus-Minus-Statistik. +26 ist aller Ehren wert. Goalie David Kickert ist kaum zu überwinden. Mit 93,2 Prozent kann er die beste Fangqoute aufweisen. Zudem hat der mit nur 1,85 den geringsten Gegentorschnitt.

Platz 2: Red Bull Salzburg, 87 Punkte

Wie allgemein vermutet wechselte Verteidiger Dominique Heinrich vergangene Woche von Örebro HK zurück zu den roten Bullen. Doch typisch für den bisherigen Saisonverlauf tat man sich die letzten Spiele, auch gegen vermeintliche Underdogs schwer. Der Salzburger John Hughes ist bester Plus-Minus-Spieler. Der Stürmer beendet die Runde mit +34.

Platz 3: Black Wings Linz, 86 Punkte

Die Black Wings beenden den Grunddurchgang auf Rang drei. Zuletzt hat man drei Spiele in Folge gewonnen. Punktbester Spieler des Grunddurchganges war Dan DaSilva. Er konnte 60 Punkte (29 Tore / 31 Vorlagen) machen. Mit seinen 29 Toren ist er auch treffsicherster Torjäger. In Unterzahl sollte man gegen die Linzer nicht geraten, denn mit 25,5 Prozent ist man in dieser Disziplin das beste Team der Liga. Mit 85,7 Prozent hat man auch den Topwert im Penaltykilling. Zudem sind die Stahlstädter der Zuschauerkrösus der Liga. 162.754 Fans kamen zu den 22 Heimspielen. Das macht einen Schnitt von 3.698 Fans je Spiel.

Platz 4: HC Bozen Südtirol, 78 Punkte

Der HCB gewann das letzte Spiel im Grunddurchgang gegen den KAC. Dabei machte man zwischen der 11. und 13. Minute drei Tore beim späteren 4:2-Sieg. Insgesamt sind die Südtiroler wieder richtig in Schwung gekommen. Man darf gespannt sein, wie sich die Mannschaft von Tom Pokel in der Pick-Round präsentiert.

Platz 5: HC TWK Innsbruck, 66 Punkte

Die Haie haben es geschafft. Im fünften Jahr nach der Rückkehr in die EBEL erreichen die Innsbrucker erstmals wieder die Play-offs. Da ist es auch fast egal, dass man das letzte Rundenspiel verloren hat.

Platz 6: Klagenfurter AC, 66 Punkte

Erst war fast schon eine Monsteraufgabe, doch der aus Wolfsburg gekommene Mike Pellegrims hat sie mit seinem Team bewältigt. Nachdem man in den letzten drei Jahren einmal die Play-offs verpasst und zweimal gerade noch über die Qualifizierungsrunde in die Play-offs kam, sind die Rotjacken diese Saison bereits nach dem Grunddurchgang für das Viertelfinale qualifiziert.

Platz 7: Villacher SV 62 Punkte

Philipp Pinter musste wegen einer Schulterverletzung seine Laufbahn beenden. Pinter wird dem Sport aber wohl erhalten bleiben, denn er absolviert gerade den letzten Teil der österreichischen Diplomtrainerausbildung. Doch den VSV kann er in der Qualifikationsrunde nur von der Tribüne aus unterstützen. Im letzten Spiel konnte man mit Innsbruck nochmal ein Team aus den Top-Sechs besiegen. Außerdem hat man mit Corey Locke den Spieler mit den meisten Vorlagen der Liga. Locke machte 47 Assists.

Platz 8: Graz 99ers, 61 Punkte

Die 99ers müssen sich steigern und endlich konstant werden. Denn so schön Siege gegen Wien auch sind, unter dem Strich war man im Grunddurchgang zu launisch. Das letzte Spiel war wieder mal ein Ausrufezeichen gegen Fehérvár. Mit 121 Strafminuten ist Verteidiger Matt Pelech der Bad Boy der Liga.

Platz 9: Orli Znojmo, 58 Punkte

In Znaim geht es nach dem zwischenzeitlichen Hoch wieder bergab. Für den Vizemeister heißt es in der Qualifikationsrunde durchzustarten, sonst finden die Play-offs ohne die Tschechen statt. Ein kleiner Hoffnungsschimmer ist der Overtime-Sieg über den Tabellenführer. Die Tschechen sind das fairste Team. Gerade einmal 345 Strafminuten haben sie gesammelt.

Platz 10: Dornbirner EC, 53 Punkte

Verstärkung für die Defensive kam in der Woche vom Modo Hockeyklubb. Der aus Düsseldorf und Bad Nauheim bekannte Drew Paris ist der lange gesuchte Verteidiger. Fünf Siege in Folge lassen die Hoffnung auf die Play-offs noch nicht sterben, doch der Weg ist kein leichter. Das letzte Spiel verlor man gegen Salzburg in der Overtime.

Platz 11: Sapa Fehérvár, 53 Punkte

Weit weg von der direkten Qualifikation für die Play-offs und doch scheint man mit der Arbeit des Coaches zufrieden zu sein, denn die Ungarn haben im Laufe der Woche den Kontrakt mit dem aus der DEL bestens bekannten Benoît Laporte um eine weitere Saison verlängert. Am letzten Spieltag des Grunddurchganges verlor man noch einen Platz und landet auf dem vorletzten Rang. Auf dem letzten Platz liegen sie in der Fair-Play-Wertung. Mit 548 Strafminuten hat man so viel, wie sonst keine Mannschaft.

Platz 12: Olimpija Ljubljana, 24 Punkte

Kommt Laibach doch noch irgendwie in Schwung? Nach dem Überraschungssieg gegen Bozen konnte man auch Innsbruck im Penaltyschießen schlagen und verlor gegen Salzburg erst in der vorletzten Minute. In der 44. Runde sah man aber wieder das gewohnte Bild – eine Niederlage gegen Linz. Die grünen Drachen haben mit 7,9 Prozent das schwächste Überzahlspiel und mit 74,1 Prozent das schwächste Unterzahlspiel der EBEL. Ljubljana hatte in den 22 Heimspielen 68.395 Zuseher, das macht einen Schnitt von 1.554 Fans pro Spiel.

Wie geht es weiter?

Ab jetzt wird das Feld geteilt. Die Plätze eins bis sechs sind bereits für das Viertelfinale qualifiziert und spielen nun in der sogenannten Pick-Round. Gespielt wird eine Hin- und Rückrunde, in Summe also zehn Partien. Im Vergleich zu vielen andern Ligen spielt in den späteren Play-offs aber nicht automatisch der Erste gegen den Achten. In der EBEL darf der Sieger der Pick-Round als Erster seinen Gegner wählen. Danach der Zweite, dann der Dritte und der Vierte bekommt das Team das noch übrig ist.

Die Plätze sieben bis zwölf nach dem Grunddurchgang spielen in der Qualification-Round ebenfalls ein Hin- und Rückspiel. Wer hier Erster und Zweiter wird, hat gerade noch das Play-off-Ticket gelöst. Für die anderen ist die Saison beendet.

Gestartet werden die Runden aber nicht mit den bisher erspielten Punkten. Der Erste nach dem Grunddurchgang startet mit sechs sogenannten Bonuspunkten. Der Zweite erhält vier Punkte, der Dritte zwei, der Vierte einen und die Plätze fünf und sechs gehen ohne Punkte in Runde. Ebenso verteilen sich Bonuspunkte auf die Plätze sieben bis zwölf in der Qualification-Round.

Somit hat Ljubljana nun sechs Bonuspunkte Rückstand auf Villach, anstatt 38 Punkte Rückstand nach dem Grunddurchgang.