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Topteams verteilen keine GeschenkeBlick in die EBEL

Medvescak Zagreb (weißes Trikot) im Duell mit Spartak Moskau. Das könnte bald vorbei sein: Die Kroaten liebäugeln mit einer Rückkehr aus der KHL in die EBEL. (Foto: dpa)Medvescak Zagreb (weißes Trikot) im Duell mit Spartak Moskau. Das könnte bald vorbei sein: Die Kroaten liebäugeln mit einer Rückkehr aus der KHL in die EBEL. (Foto: dpa)

Platz 1: Vienna Capitals, 78 Punkte

Der Hauptstadtclub ist nicht zu stoppen. Diese Woche hatte der Spielplan mit Dornbirn und Ljubljana aber auch eher zwei leichtere Gegner auf Tableau gebracht. Der dritte Kontrahent waren jedoch die Füchse aus Bozen. Es dauerte bis zum Penaltyschießen, ehe der erste Sieg nach 705 Tagen in der Bozener Eiswelle perfekt war.

Platz 2: Black Wings Linz, 69 Punkte

Die Black Wings haben ihre Minikrise überwunden und jagen nun wieder die roten Bullen. Alle drei Spiel endeten mit einem Sieg für die Stahlstädter. Innsbruck, Dornbirn und Fehérvár gehören aber für ein Team, das Titelansprüche hat, auch zu den Teams, gegen die ein Sieg Pflicht ist. Insgesamt geht es für die Oberösterreicher nach oben, vorbei an den Salzburgern.

Platz 3: Red Bull Salzburg, 66 Punkte

In Salzburg ist Greg Poss die Verteidigung zu löchrig. Um dem entgegenzuwirken, holte man den 32-jährigen Schweden Daniel Sondell vom HC Lugano. Innerhalb drei Tagen spielte man ein Back-to-Back gegen den VSV mit unterschiedlichem Ausgang. Dabei musste man einmal mehr in die Overtime und verlor. Am Tag vor Weihnachten konnte man jedoch glatt gewinnen. Doch am zweiten Weihnachtstag setzte es für die launenhaften Mozartstädter die nächste Niederlage gegen Innsbruck.

Platz 4: HC Bozen Südtirol, 63 Punkte

Bozen kämpft um den Anschluss an die Top-Drei und muss dabei mehr Federn lassen als gewollt. Zwar konnte man die Heimserie gegen Wien nicht ausbauen, aber gegen Graz und Villach machte man es klar. Nach dem Spiel gegen Graz meinte Headcoach Tom Pokel: „Mit Herz und Leidenschaft haben wir den Sieg über die Runden gebracht. Wenn man wie in dieser Phase der Meisterschaft ein Spiel jeden zweiten Tag hat, dann funktioniert nicht alles gleich, aber unsere Stärke ist Teamgeist, Leidenschaft und Opferbereitschaft. Derzeit ist es eine sehr harte Phase mit Play-off-Intensität.“

Platz 5: Klagenfurter AC, 56 Punkte

Wie bei jedem letzten Heimspiel vor Weihnachten gab es auch diese Saison einen Teddy Bear Toss in Klagenfurt. Das Spiel gegen Laibach war der neunte Sieg in Serie für die Rotjacken. Das Spiel gehörte zum dritten Back-to-Back-Match rund um die Feiertage. Auch die erste Partie ging an den KAC. Gegen Dornbirn holte man sich den zehnten Sieg in Serie. Doch war ein hartes Stück Arbeit, da die Bulldogs bereits 2:0 führten. Der Ausgleich fiel erst in der 57. Minute durch Manuel Ganahl. In der dritten Minute der Overtime sorgte Verteidiger Mitja Robar für den KAC-Sieg.

Platz 6: HC TWK Innsbruck, 56 Punkte

Gegen Linz war wenig zu holen und es setzte die sechste Niederlage in Folge, doch gegen Graz brechen die Tiroler endlich den Bann und siegen mit 3:2. Der Sieg gab das nötige Selbstvertrauen und schon läuft es auch gegen Salzburg und es gab den nächsten Sieg. Damit haben die Innsbrucker drei der vier Saisonduelle gegen Salzburg gewonnen.

Platz 7: Orli Znojmo, 50 Punkte

Rückhohlaktion Nummer drei in Znaim. Nun kam auch Verteidiger Antonín Bořuta, der beim HC Zlin keinen Fuß fassen konnte, zurück. Den umgekehrten Weg ging Dalibor Řezníček. Auch die Tschechen hatten ein Back-to-Back. Ihr Gegner waren die Ungarn, die beide Duelle gewannen. Damit war der Höhenflug des Vizemeisters erstmal beendet. Auch gegen Graz verlor man, wenn auch erst in der Overtime.

Platz 8: Villacher SV, 49 Punkte

Viel Arbeit wenig Brot in Villach. Nur zwei Punkte aus drei Spielen lässt den Kontakt zu Platz sechs vorerst abreißen. Salzburg konnte man im ersten Back-to-Back-Game in Overtime niederringen, im zweiten Vergleich zog man jedoch den Kürzeren. Auch gegen Bozen musste man sich geschlagen geben, sodass langsam aber sicher die Qualifikationsrunde für den VSV näher rückt.

Platz 9: Sapa Fehérvár, 46 Punkte

Im Back-to-Back-Duell zwischen Fehérvár und Znojmo war Thomas Beauregard der Mann des ersten Spiels. Mit einem lupenreinen Hattrick binnen 4:21 Minuten entschied er das Spiel. Auch das zweite Spiel ging an die Ungarn, hier machte die Reihe Chris Bodó, Csanád Erdély und Andrew Sarauer zwei Tore. Erst die Linzer konnten die Ungarn stoppen.

Platz 10: Graz 99ers, 43 Punkte

Die Grazer wurden fündig bei der Stürmersuche. Der vor kurzem in Dornbirn geschasste Matt Siddall spielt nur für die 99ers und konnte auch schon die ersten Punkte sammeln. So machte er auch den entscheidenden Treffer am Montagabend in der Overtime gegen Znojmo. Für den Ex-Schwenninger und Fast-Hamburger Matt Pelech sind es hingegen harte Zeiten. Im Spiel gegen Innsbruck leistete er sich einen Kniecheck, der im Spiel jedoch nicht bestraft wurde. Nachträglich wurde er vom DOPS jedoch für vier Spiele gesperrt. Bei Spielende fing er sich dann doch noch eine Spieldauerstrafe ein. Da dies seine zweite war, kommt ein weiteres Spiel Sperre hinzu.

Platz 11: Dornbirner EC, 36 Punkte

Die Leidenszeit der Bulldogs geht weiter. Auch wenn man gegen die Top-Teams aus Wien und Linz aufs Eis musste, etwas mehr Widerstand hätten sich die Fans sicher gewünscht. 0:4 und 1:6 sind sicher zu viel. Gegen den KAC ging es dann aber in die Overtime, wo man jedoch den Rotjacken den Vortritt lassen musste.

Platz 12: Olimpija Ljubljana, 18 Punkte

Drei Spiele – null Punkte. Viel mehr kann und muss man über das Dauerschlusslicht der Liga nicht sagen. In zwei der drei Partien gelang den grünen Drachen nicht mal ein Tor. Olimpija Ljubljana ist schlichtweg nicht konkurrenzfähig.

Rund um die Liga

Ab der Spielzeit 2017/18 spielt auch die EBEL im Overtime-Format drei gegen drei und fünf Minuten. Das beschloss die ordentliche Generalversammlung in Salzburg. Aktuell spielt man vier gegen vier und hat sieben Minuten Zeit sich den Extrapunkt zu sichern.

Das Abenteuer für Zagreb in der KHL scheint dem Ende entgegenzugehen. Offenbar haben die Bären auch Interesse an einer Rückkehr in die EBEL, die bestätigte nun erstmals die EBEL-Führung. Ein möglicher Wiedereinstieg wurde auf der Generalversammlung diskutiert und die Ligaführung mit Detailverhandlungen beauftragt. Die Meldefrist für die Saison 17/18 endet am 15.Januar 2017.