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Tilen Spreitzer hält Laibachs Sieg festBlick in die EBEL

Platz 1: Vienna Capitals, 94 Punkte

Platz eins nach der Hauptrunde ist den Caps wohl kaum noch zu nehmen. Da macht auch die erste Niederlage nach zehn Siegen nichts. Der Villacher SV war es, der den Wienern wieder ein Bein stellen konnte und dabei selbst wichtige Punkte sammelte. Sam Labrecque-Garneau war der Glückliche, der das Spiel in der Overtime entschieden hat. Im Spiel gab es ein höchst umstrittenes Tor für die Wiener. So gingen die Meinungen auch auseinander. Wiens Coach Serge Aubin sagte: „Ich denke schon, dass es ein Tor war, als der Puck seinen Schlittschuh trifft, gab es keine Bewegung, deswegen ist es für mich ein reguläres Tor, weil er nicht versucht, den Puck ins Tor zu kicken.“ Doch auf der Übertorkamera ist eine klare Bewegung zu sehen. So meinte Sky-Experte Bernd Brücker: „Aber der Puck geht ganz normal in die Ecke, wenn Vause nicht die Bewegung mit dem Schlittschuh macht. Für mich ist das ein irreguläres Tor, er macht klar eine Bewegung und damit ist es ein Schlittschuhtor.“ Villachs Coach Greg Holst sagte: „Das ist schade für die Mannschaft. Zwei Schiedsrichter haben sich die Wiederholung angeschaut und das Tor gegeben, das tut mir leid für meine Mannschaft.“ Tags darauf veröffentlichte die Liga ein sehr anschauliches Video und erklärte, warum der Treffer zurecht gegeben wurde. Gegen Salzburg hingegen ließ man nichts anbrennen und entschied das Spiel mit vier Toren im Mitteldrittel binnen sieben Minuten.

Platz 2: Red Bull Salzburg, 79 Punkte

Kehrt Verteidiger Dominique Heinrich doch zu den roten Bullen zurück? Vor Wochen hatte er das noch ausgeschlossen, doch da seine Frau in kürze ihr erstes Kind erwartet, zieht es den 26-jährigen doch in die Heimat. Neben Salzburg sollen Heinrich noch Angebote aus Wien, Klagenfurt und Graz vorliegen, doch Aufgrund seiner Vergangenheit gilt die Mozartstadt als heißester Kandidat. Sportlich hatten die Salzburger mit Klagenfurt, Linz und Wien drei dicke Brocken vor der Brust und lösten das gut. Vor allem gegen Linz hieß es „Feuer frei“ und man fegte die Stahlstädter mit 8:2 vom Eis.

Platz 3: Black Wings Linz, 78 Punkte

Für die Linzer lief es nicht so rund. Nicht nur die Klatsche gegen Salzburg liegt schwer im Magen, auch die Niederlage gegen Klagenfurt bereite wenig Freude. Man führte bereites 3:0, musste sich am Ende aber 4:5 geschlagen geben. Da man einzig gegen Graz siegen konnte, verlor man den zweiten Platz wieder an die Salzburger.

Platz 4: HC Bozen Südtirol, 71 Punkte

Bozen holte mit Mikko Luoma den nächsten Routinier. Der 40-jährige Verteidiger spielte bis letzten Oktober bei schwedischen Modo Hockeyklubb und war seither vereinslos. In der Verteidigung scheint man auch dringend bedarf zu haben, denn die Südtiroler verloren im Wochenverlauf gegen die letzten drei der Tabelle – Dornbirn, Fehérvár und Laibach. Trotzdem ist man das vierte Team, das das Play-off-Ticket lösen konnte.

Platz 5: HC TWK Innsbruck, 65 Punkte

Ein weiterer Ligarückkehrer könnte der 28-jährige Goalie René Swette sein. In Dresden ist sein Zweimonatsvertrag ausgelaufen. Laut der Kleinen Zeitung soll der HCI ein Auge auf ihn geworfen haben. Dies wäre eine wünschenswerte Entlastung für Andy Chiodo. Vor allem da es nach den letzten Siegen wieder nach der direkten Qualifikation für die Play-offs aussieht.

Platz 6: Klagenfurter AC, 63 Punkte

Klagenfurt ist das Team der Serien. Zu Saisonbeginn gab es eine Niederlagenserie, dann folgte eine lagen Siegserie und zuletzt verlor man wieder viermal am Stück. Erst nach dem Comeback-Sieg in Linz zeigt der Pfeil bei drei ausstehenden Spielen wieder Richtung Play-offs.

Platz 7: Villacher SV 56 Punkte

Der VSV kann trotz des Overtime-Sieges gegen Wien nicht näher an Platz sechs rücken. Niederlagen gegen Znaim und Graz werden die Adler wohl in die Qualifikationsrunde schicken. Bei sieben Punkten Rückstand und noch neun zu holenden Punkten muss schon einiges passieren, um den KAC doch noch abzufangen.

Platz 8: Orli Znojmo, 56 Punkte

Für Znojmo gilt dasselbe wie für Villach. Um doch noch die direkte Play-off-Qualifikation zu erreichen, muss der KAC schwächeln und man selbst muss siegen. Doch das gelang in der letzten Woche nicht so. Der Trainerwechsel hat keinen sonderlich positiven Effekt ausgelöst. Eigentlich ging der Schuss sogar eher nach hinten los.

Platz 9: Graz 99ers, 55 Punkte

Der auch in Deutschland gut bekannte Stephen Werner musste seine Karriere verletzungsbedingt beenden. Damit kann er nur noch zusehen, wie die Grazer einen Lauf haben. Linz, Klagenfurt und Villach wurden im Wochenverlauf allesamt geschlagen. Für die Top-Sechs ist man zu spät in Fahrt gekommen, doch kann man den Schwung in die Qualifikationsrunde mitnehmen, darf man die 99ers nicht abschreiben.

Platz 10: Sapa Fehérvár, 53 Punkte

In Ungarn kann man sich getrost auf die Qualifikationsrunde vorbereiten. Die letzten drei Hauptrundenspiele gegen Dornbirn, Villach und Graz sind fast schon bedeutungslos. Doch da Rang sieben noch in Reichweite ist, will man natürlich versuchen, sich die Bonuspunkte zu ergattern.

Platz 11: Dornbirner EC, 46 Punkte

Ebenfalls zu spät fängt der DEC zu punkten an. Auch wenn man Bozen, Ljubljana und Znojmo schlagen konnte und somit fleißig Punkte sammeln konnte, nach oben ist kaum noch was drin. Es ist jetzt schon klar, dass man sich in der Qualifikationsrunde eigentlich keinen Ausrutscher leisten kann.

Platz 12: Olimpija Ljubljana, 22 Punkte

Wer hätte das gedacht? Ljubljana kann doch noch siegen. Mit einem 1:0-Sieg über den HC Bozen gelingt den grünen Drachen der dritte Sieg nach 60 Minuten der laufenden Saison. Dabei verzweifelten die Südtiroler mit 45 Schüssen am 19-jährigen Schlussmann Tilen Spreitzer. Laibach hatte nur 13 Schüsse im Spiel. Den Siegtreffer machte Nik Pem in der 34. Minute.