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Žiga Pance und Kevin Poulin sind die Helden der WocheBlick in die EBEL

Der frühere Straubinger Goalie Matt Climie steht nun beim HC Bozen zwischen den Pfosten. (Foto: dpa)Der frühere Straubinger Goalie Matt Climie steht nun beim HC Bozen zwischen den Pfosten. (Foto: dpa)
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Platz 1: Vienna Capitals, 37 Punkte

Was ist los mit Wien? Nachdem letzte Woche die Siegserie gerissen war, hat man diese Woche gleich beide Partien verloren. In Zagreb verlor man 1:4, dabei war man von Beginn an die spielbestimmende Mannschaft. Doch anstatt dass die Hauptstädter die Tore machten, fielen sie auf der anderen Seite. Am Samstag folgte die 1:2-Niederlage gegen Salzburg. Diese kam aber erst in den letzten fünf Minuten zustande. Trotzdem war es die erste Null-Punkte-Woche der Saison und die erste Heimniederlage seit dem 20. Januar 2017.

Platz 2: Black Wings Linz, 30 Punkte

Die Stahlstädter aus Linz hatten nur eine Partie zu bewältigen. Diese wurde jedoch mit 5:2 recht klar gegen die Grazer gewonnen. Rick Schofield eröffnete den Abend bereits nach gut fünf Minuten mit einem Unterzahltor. Der Ausgleich noch in derselben Minute brachte die Hausherren aber nicht aus dem Konzept. Am Ende war Steffan Gaffal mit zwei Toren einer der entscheidenden Spieler.

Platz 3: Klagenfurter AC, 27 Punkte

Die Rotjacken haben sich diese Woche ins Spitzentrio gespielt. Mit zwei Siegen gegen Bozen und Villach gab es Punkte satt. Dabei musste man in Südtirol bereits nach vier Minuten feststellen, dass man schon 0:2 im Rückstand war. Doch der KAC berappelte sich und drehte das Spiel noch im ersten Drittel. Am Ende war es ein 5:4-Auswärtssieg, bei dem Julian Talbot den Siegtreffer markierte. Im Derby gegen Villach hätte man nach drei Minuten schon wieder nach Hause gehen können, denn da stellte Tommy Koch bereits den 1:0-Endstand her.

Platz 4: HC TWK Innsbruck, 25 Punkte

Den Titel „Überraschungsteam“ muss man in Zusammenhang mit Innsbruck langsam, aber sicher streichen, denn auch diese Saison spielen die Haie oben mit. Obwohl die vergangene Woche bei weitem nicht optimal verlief. In Villach sicherte man sich zwei Punkte durch den Treffer von Sacha Guimond in der Verlängerung. In Zagreb musste man sich jedoch mit 1:4 geschlagen geben, weil man immer wieder an Kevin Poulin scheiterte.

Platz 5: Red Bull Salzburg, 24 Punkte

War dass die Trendwende bei den Mozartstädtern? Nach zwei Siegen konnte man sich immerhin um drei Plätze verbessern. Beim 8:4-Ergolg gegen Fehérvár war Rob Schremp mit einem Tor und drei Vorlagen der Beste Salzburger, da halfen auch drei Tore des Kurzzeit-Düsseldorfers János Hári nichts. Den Sieg in Wien darf man durchaus als „Überraschung“ einordnen. Allerdings hat man es sehr spannend gemacht, denn den Ausgleich machte Manuel Latusa erst in der 56. Minute und der Siegtreffer zum 2:1-Endstand fiel durch John Hughes nur eine Minute später. Doch auch der Kader hat sich nochmal verändert. Alex Aleardi konnte die Erwartungen nicht erfüllen und musste gehen.

Platz 6: Graz 99ers, 23 Punkte

In Graz holpert die Saison weiter dahin, dabei hat die Offensive respektable Statistiken vorzuweisen. Aber in der Defensive läuft es nicht. Doch nachverpflichten ist nicht. Fast schon demonstrativ stellte man das diese Woche klar und Coach Doug Mason fordert stattdessen mehr Defensivarbeit von seinen Stürmern. In Linz legte man einen Fehlstart hin und musste bereits nach fünf Minuten die Scheibe aus dem eigenen Netz holen. Dass man die Partie 2:5 verloren hat, änderte auch nicht der schnelle Ausgleich in derselben Spielminute. Gegen Znojmo holte man beim 4:2-Heimsieg die Punkte. Entscheidend waren fünf Minuten im Mitteldrittel, in denen die 99ers drei Tore machten.

Platz 7: Orli Znojmo, 23 Punkte

Klar nach unten zeigt die Kurve bei den Tschechen. Nach zwei Niederlagen rutschte man um drei Plätze in der Tabelle ab. In Dornbirn gab es bei er 5:8-Niederlage ein regelrechtes Scheibenschießen. Vor allem im Mitteldrittel bekamen die Fans mit 5:2 Toren einiges geboten. Beim Spiel in Graz wurden den Tschechen fünf Minuten im Mitteldrittel zum Verhängnis. Zwischen der 21. und 26. Minute kassierte man drei Tore der 2:4-Niederlage.

Platz 8: KHL Medveščak Zagreb, 21 Punkte

Eine perfekte Woche legten die Kroaten aufs Eis. Bei den zwei Siegen gab es einiges zu feiern, denn Zagrebs neuer Goalie Kevin Poulin wurde zweimal zum überragenden Akteur. Beim 4:1-Sieg verzweifelten die Wiener Seriensieger an ihm und bei 3:1-Sieg hatten die Innsbrucker dasselbe Schicksal. Beim Spiel gegen Wien war der 1:0-Treffer in der 12. Minute durch den 35-jährigen Tschechen Tomáš Netík das 800. Tor der Kroaten in ihrer EBEL-Geschichte. Bemerkenswert auch die Zuschauerzahlen, den mit gut 5.500 und 6.000 Fans schreibt man in der EBEL wieder Bestzahlen.

Platz 9: Villacher SV 20 Punkte

In Villach reagiert man auf die nicht befriedigen Tabellensituation und holte Verteidiger Samuel Labrecque von Wichita Thunder zurück ins Team. Er spielte bereits vergangene Saison für den VSV und konnte dabei 26 Punkte verzeichnen. Gefruchtet hat die Aktion noch nicht, denn man konnte nur einen Punkt gutschreiben und rutschte um weitere zwei Plätze ab. Diesen einen Punkt gab es gegen Innsbruck, als man die Partie in der 63. Minute 1:2 verloren hat. Knapp war es auch im Kärntener Derby gegen Klagenfurt. Diese war aber nach dem Tor von Tommy Koch in der dritten Minute 0:1 entschieden. Es würde nicht verwundern, wenn diese Woche die Diskussionen um Coach Greg Holst wieder an Fahrt gewinnen würden.

Platz 10: Dornbirner EC, 18 Punkte

Die Bulldogs zeigten vor allem im Mittelabschnitt gegen Znojmo Eishockey vom Feinsten. Überragender Mann beim 8:5-Sieg war Žiga Pance mit vier Toren. Gegen Fehérvár musste man sich jedoch 2:3 nach Penaltyschießen geschlagen geben. Doch der Treffer zum zwischenzeitlichen 2:1 für die Ungarn hätte nicht zählen dürfen, denn die waren ohne angezeigte Strafe und mit Goalie im Tor, mit sechs Feldspielern auf den Eis. Die Videobilder sprechen eine klare Sprache, trotzdem fiel es im Spiel keinem Schiedsrichter und keinem Dornbirner auf. Bitter für den DEC, denn ein Einspruch ist nicht möglich.

Platz 11: HC Bozen Alperia, 16 Punkte

Bereits nach vier Minuten führten die Füchse mit 2:0 gegen den KAC. Doch zur Drittelpause war der Vorsprung dahin und es stand 2:3. In der munteren Partie hieß es nach 40 Minuten 4:4. Doch die Entscheidung fiel in Minute 41. durch den langjährigen Berliner Julian Talbot zugunsten der Klagenfurter. Da dass die einzige Partie der Südtiroler war, gab es diese Woche keine Punkte und man sitzt weiter unten fest. Nun reagierten die Italiener mit einem Goaliewechsel. Der 30-jährige Slowake Marcel Melicherčík gehört nicht mehr zum Team, seinen Posten hat der ehemalige Straubinger Goalie Matt Climie übernommen. Er wechselte zu Saisonbeginn eigentlich zum HKM Zvolen, wurde doch aus privaten und sportlichen Gründen aber nicht glücklich, sodass man vergangene Woche die Trennung beschloss.

Platz 12: Sapa Fehérvár, 15 Punkte

Gegen Salzburg wehrte man sich nach Kräften und konnte zwei Drittel mithalten. János Hári steuerte drei Tore bei, konnte die 4:8-Niederlage jedoch nicht verhindern. In Dornbirn klaute man zwei Punkte nach dem 3:2-Sieg nach Penaltyschießen. Hári machte erneut zwei Tore, den Siegtreffer verbuchte aber Olivier Latendresse. Irregulär war jedoch das Tor zum 2:1, denn zu diesem Zeitpunkt waren sechs Feldspieler der Ungarn auf dem Eis.