Drei Trainerentlassungen in der EBELBlick in die EBEL

In der Kabine des VSV entlassen: Greg Holst. (Foto: dpa/picture alliance/PIXSELL)In der Kabine des VSV entlassen: Greg Holst. (Foto: dpa/picture alliance/PIXSELL)
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Das Team der Woche kommt aus Dornbirn, die sechs Plätze in der Tabelle klettern konnten. Der Linzer Biran Lebler stellt einen neuen Teamrekord auf und Jérôme Samson muss aufgrund seiner Gehirnerschütterung seinen Vertrag auflösen.

Platz 1: Vienna Capitals, 58 Punkte

Die Hauptstädter hatten zwei Spiele zu bestreiten, wobei beide gegen die Graz 99ers waren. Einmal in der heimischen Albert-Schultz-Eishalle und einmal im Grazer Merkur Eisstadion, das als „Bunker“ besser bekannt ist. Insgesamt beendete man die beiden Spiele mit 5:0. Das Spiel in Wien gewann man 3:0 und das in Graz 2:0. Doch es gab auch einen unfreiwilligen Abgang zu verzeichnen, denn der ehemalige DEL-Spieler Jérôme Samson hat einvernehmlich seinen Vertrag aufgelöst. Samson leidet an einer Gehirnerschütterung, die er sich Mitte Oktober zugezogen hat. Da ein Comeback zurzeit nicht absehbar ist, bat der Kanadier um die Vertragsauflösung und ist zur weiteren Behandlung bereits nach Kanada abgereist.

Platz 2: Klagenfurter AC, 50 Punkte

Auch der KAC kam ohne Gegentor durch die Woche. Beim Spiel in Bozen siegte man 2:0, wobei es bis zur Entscheidung dauerte. Das erste Tor fiel erst in der 47. Minute durch Manuel Geier und in der Schlussminute machte Johannes Bischofberger alles klar. Gegen Fehérvár folgte der siebte Sieg in Serie. Den Auftakt zum späteren 4:0 machte Marco Richter in der elften Minute in Unterzahl. Matchwinner war jedoch Manuel Ganahl mit zwei Treffern.

Platz 3: Black Wings Linz, 44 Punkte

Auch der Tabellendritte konnte seine beiden Spiele siegreich gestalten. Zunächst trat man in Salzburg an und dort bekam der Fan einiges geboten. Dass es nach dem ersten Drittel 2:2 stand, verdankten die roten Bullen Martin Štajnoch, der 0,7 Sekunden vor der Pause gerade noch den Ausgleich machte. Am Ende hieß es 5:4 für Linz, doch dieses Ende war denkbar dramatisch. Zunächst machte Salzburgs Ryan Duncan den 4:4-Ausgleich in der 58. Minute in Unterzahl, doch Corey Locke sorgte 34 Sekunden vor Spielende für den Linzer Siegtreffer. Der 4:2-Sieg über Bozen war weitaus weniger dramatisch. Allerdings hat Brian Lebler mit seinen beiden Toren einen neuen Vereinsrekord aufgestellt. Kein Linzer hat jemals mehr als 175 Tore geschossen und das werden sicher noch mehr.

Platz 4: Dornbirner EC, 39 Punkte

Wie eng die Liga ab Rang vier ist, zeigt Dornbirn. Denn die Bulldogs machen nach ihren drei Siegen satte sechs Plätze in der Tabelle gut. Zwei Siege fuhr man gegen Zagreb ein. Zunächst holte man nach einem 3:0 die Punkte in Kroatien ab und erreichte dasselbe Ergebnis im Heimspiel. Sieg Nummer drei machte man gegen Znojmo, wobei das die engste Kiste war, denn das 3:2-Führungstor erzielte Chris D'Alvise in der 57. Minute im Powerplay. Für den 4:2-Endstand sorgte der Ex-Straubinger Scott Timmins in der letzten Minute per Empty-Net-Goal.

Platz 5: Red Bull Salzburg, 38 Punkte

Die Mozartstädter mussten sich in der höchst spannenden Partie den Linzern 4:5 geschlagen geben. Dabei verlor man das Spiel erst im letzten Drittel, genauer gesagt in den letzten beiden Minuten. Gegen Znaim wollte man nichts anbrennen lassen, denn man gewann den Eröffnungsabschnitt 3:0. Nach 60 Minuten feierte man einen kaum umstrittenen 4:1-Heimsieg.

Platz 6: HC TWK Innsbruck, 36 Punkte

Die Innsbrucker Haie scheinen die Formdelle überstanden zu haben. Zunächst besiegte man Zagreb 3:1, wobei man es unnötig spannend machte, denn das 1:2-Anschlusstor durch Tero Koskiranta musste man bei eigener Überzahl schlucken. Den Schlusspunkt setzte Tyler Spurgeon in der Schlussminute. Der nächste Sieg folge in Villach. Beim 4:2 waren die Special Teams mit zwei Überzahltoren entscheidend.

Platz 7: KHL Medveščak Zagreb, 36 Punkte

Zagreb hat den Schwung der letzten Woche nicht in diese mitnehmen können und verlor gleich alle drei Spiele. Dementsprechend rutschte man in der Tabelle auch wieder um drei Plätze ab. Die erste Niederlage gab es gegen Dornbirn. Beim 0:3 verzweifelte man vor allem an Goalie Rasmus Rinne, der 46 Saves zu verzeichnen hatte. In Innsbruck konnte man immerhin ein Tor erzielen, an der 1:3-Niederlage änderte das aber nichts. Die nächste Enttäuschung holte man sich in Dornbirn ab und verlor wieder mit 0:3. Erneut zeigte Rinne ein gutes Spiel, der Sieg ging jedoch auf die Dornbirner Überzahlreihen, die zwei Powerplaytreffer beisteuerten.

Platz 8: Graz 99ers, 34 Punkte

Die 99ers hatten ein „Back-to-Back“ mit den Vienna Capitals und verloren beide Spiele. In Wien musste man sich 0:3 geschlagen geben und im Heimspiel setzte es ein 0:2. Dabei war man vor allem im Heimspiel gar nicht so weit weg, doch es braucht keine Eishockeyweisheit um festzustellen, dass man ohne ein Tor zu machen, auch nicht gewinnen kann. Für den Platz in der Tabelle heißt das, dass es um zwei nach unten ging.

Platz 9: Villacher SV 30 Punkte

Düstere Zeiten in Villach. Dabei war es in Fehérvár äußerst knapp. Wobei die Ungarn fast das gesamte Spiel führten, kamen die Adler immer wieder ran. Trotz zweier VSV-Treffer in den letzten zehn Minuten, siegten die Ungarn 5:4. Auch gegen Innsbruck hechelte man oft und lange einem Rückstand hinterher. Mit zwei Treffern in Unterzahl konnte man die 2:4-Niederlage aber nicht verhindern. Das war die sechste Niederlage aus den letzten sieben Spielen und besiegelte das Aus für Coach Greg Holst. Doch so groß war der Paukenschlag nicht mehr, denn die erste Krisensitzung gab es schon vor einigen Wochen. Ungewöhnlich jedoch der Zeitpunkt und Ort der Beurlaubung, denn VSV-Boss Ulf Wallisch machte das direkt nach dem Match in Kabine vor versammelter Mannschaft. Der bisherige Co-Trainer Markus Peintner wird zunächst die Mannschaft übernehmen. Wie lange ist jedoch noch unklar, da man noch nicht geklärt hat, ob ein Nachfolger kommen wird. Holst wird dem Club aber wohl erhalten bleiben und eventuell in den Nachwuchs eingebunden.

Platz 10: Orli Znojmo, 30 Punkte

Ebenfalls keine gute Woche für die Tschechen, doch zunächst trennte man sich von Verteidiger Jan Pohl. Er wechselte dorthin, wo er vor der Saison her kam, zu Slavia Prag in die zweite tschechische Liga. Das Spiel in Salzburg verlor man bereits im Eröffnungsdrittel, das 0:3 verloren ging. Davon erholte man sich bis Spielende nicht mehr, sodass man ein 1:4 in die Bücher schreiben musste. In Dornbirn war es knapper, doch mit zwei Gegentoren in Unterzahl und einem Empty-Net-Gegentor war bei der 2:4-Niederlage auch hier nichts zu holen.

Platz 11: Sapa Fehérvár, 29 Punkte

Auch in Ungarn gab es einen Trainerwechsel. Obwohl Benoît Laporte immer wieder betonte, wie sehr ihm die Arbeit bei Fehérvár Spaß macht, konnte er diese Saison kein Mittel gegen die Heimschwäche finden. Diese war dann auch der Grund für die Freistellung. Nachfolger ist der Finne Hannu Järvenpää, der die Liga bereits aus seinem Engagement in Ljubljana und Villach kennt. Auch in Fehérvár war er bereits kurz tätig. Järvenpää betreute zuletzt die Lausitzer Füchse in der DEL2. Dieser Wechsel fruchtete zunächst auch und man konnte das Heimspiel gegen Villach 5:4 gewinnen. In Klagenfurt musste man sich aber 0:4 geschlagen geben.

Platz 12: HC Bozen Alperia, 23 Punkte

Die erste Trainerentlassung gab es aber in Bozen. Pat Curcio musste gehen und wurde durch den Finnen Kai Suikkanen ersetzt. Suikkanen hat sowohl als Spieler, als auch als Trainer einige Erfolge vorzuweise und soll Bozen nun wieder in besseres Fahrwasser führen. Einfach wird das nicht, denn die letzten Wochen hatte man sieben Verletzte angesammelt, die zum Großteil auch noch länger fehlen werden. Gegen Klagenfurt klappte das schon mal nicht und man musste sich 0:2 geschlagen geben. Und auch in Linz gab es nichts zu holen. Die 1:4-Niederlage fand bereits in der zweiten Minute ihren Anfang. Die Wende war aber auch hier noch nicht in Sicht.