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Drei Teams liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen Blick in die EBEL

Trainer Rob Daum steht mit den Black Wings Linz an der Spitze der EBEL. (Foto: dpa)Trainer Rob Daum steht mit den Black Wings Linz an der Spitze der EBEL. (Foto: dpa)

Platz 1: Black Wings Linz, 49 Punkte

Tabellenführer sind die Linzer, die sich am Freitag diese Führung nach einem Sieg über Wien erobert haben. Insgesamt läuft es beim Team von Rob Daum ausgezeichnet. Allerdings musste man auch einen Spielerabgang verzeichnen. Der kurzzeitverpflichtete René Swette hat sich inzwischen den Dresdner Eislöwen aus der DEL2 angeschlossen. Neu im Team ist Center Ryan Potulny, den man vom HK Hradec Kralove in die Stahlstadt locken konnte. Der Ex-Augsburger Dan DaSilva führt momentan die Torjägerliste an. Auch in der Powerplay- und Unterzahl-Statistik führen die Linzer.

Platz 2: Vienna Capitals, 49 Punkte

Auch bei der Mannschaft von Serge Aubin war Bewegung im Kader. Der französische Teamspieler Kevin Hecquefeuille war zum Tryout geladen, dies wurde nach nur vier Tage aber aus sogenannten persönlichen Gründen wieder beendet. Ansonsten ist man auch in Wien auf Kurs und kann mit dem bisherigen Saisonverlauf sehr zufrieden sein.

Platz 3: Red Bull Salzburg, 47 Punkte

Ob das beim Meister auch so ist, ist nicht so klar. Mit zwei Punkten Rückstand ist der Topfavorit „nur“ auf Platz drei. Die Punkte muss sich das Team von Coach Greg Poss doch härter als erwartet erarbeiten. Zuletzt musste man fünf Mal in Folge in die Overtime. Doch den Salzburgern geht es nicht besser wie jedem Spitzenteam, den vor allem hier scheinen die Gegner immer besonders motiviert zu sein. Trotzdem liegt man klar auf Play-off-Kurs und wird nach wie vor ein gewaltiges Wort mitreden. Erstaunlich: die sechs Spieler mit der besten Plus-Minus-Statistik sind alles Salzburger. Goalie Luka Gracner weist die beste Fangquote und den geringsten Gegentorschnitt auf.

Platz 4: HC TWK Innsbruck, 41 Punkte

Der HCI hat zwar sechs Punkte Rückstand auf Salzburg, ist aber trotzdem das Überraschungsteam der Saison. Doch bei genauer Betrachtung ist das gar nicht mal so überraschend. Das Team wurde an den richtigen Stellen verstärkt und offenkundig ausgezeichnet zusammengestellt. Zudem hat man mit John Lammers den aktuell punktbesten Spieler in den Reihen. Er ist aktuell auch der Top-Vorlagen-Geber.

Platz 5: HC Bozen Südtirol, 38 Punkte

Bitter! Das Spiel gegen Salzburg musste kurzfristig abgesagt werden, da ein Großteil der Mannschaft von der Grippe im Bett gehalten wurde. Zunächst war nicht klar, ob es eine Spielwertung oder einen Wiederholungstermin gibt. Inzwischen ist klar: das Spiel wird nachgeholt. Letzter Zugang war vor gut einem Monat der Ex-Mannheimer Glen Metropolit. Richtig eingeschlagen ist er aber noch nicht. In seinen bisherigen fünf Spielen kommt er auf fünf Vorlagen.

Platz 6: Villacher SV, 34 Punkte

In Villach hat man sich sicher etwas mehr erwartet, doch zum einen ist die Saison noch nicht zu Ende und zum anderen beherrschte ein anderes Thema die letzten Tage. Zunächst berichtete die Kleine Zeitung über einen möglichen Umbau der Villacher Halle, was eigentlich eine erfreuliche Meldung wäre. VSV-Vizepräsident Michael Dräbnig teilte mit, dass die Pläne „sehr weit gediehen seien“. Erstaunlicherweise zog er sich damit den Unmut der Fans zu, da diese mit einer Preiserhöhung und einen gewissen Stimmungsverlust befürchten. Inzwischen ruderte der Club zurück und auch der Villacher Bürgermeister Günther Albl nahm der Meldung den Wind aus den Segeln und sagte: „Seitens der Stadt gibt es keinerlei Pläne“.

Platz 7: Graz 99ers, 32 Punkte

Wenig Spektakuläres tut sich in Graz. So ist es kein Wunder, das man im Mittelfeld der Liga dahindümpelt. Zu gut, um unten reinzurutschen, aber eben auch zu schwach, um oben was zu reißen. Bad Boys der Liga sind Matt Pelech und mit einer Minute weniger Kyle Beach.

Platz 8: Orli Znojmo, 31 Punkte

Wie erwartet ist die aktuelle Saison des Vizemeisters ein schweres Unterfangen. Das hohe Risiko bei der Kaderzusammenstellung rächt sich Woche für Woche. Erste personelle Konsequenzen gab es bereits. Die unverständliche Verpflichtung des Holländers Kevin Bruijsten wurde rückgängig gemacht und dieser spielt nun bei den Dundee Stars in der EIHL. Einer Liga, die ihm sicher mehr entgegen kommt. Zurückgekehrt ist Topspieler Colton Yellow Horn, der letztes Jahr maßgeblichen Anteil an der Vizemeisterschaft hatte. Beim HC Plzen konnte sich der Kanadier nicht wirklich durchsetzen, in Znaim ist er aber bereits wieder voll bei der Musik und machte in seinen ersten acht Spielen bereits sechs Punkte.

Platz 9: Klagenfurter AC, 29 Punkte

In der Mannschaft von Mike Pellegrims ist der Wurm drin. Zwar gibt es zwischendurch klare Siege und auch Überraschungen wie gegen Salzburg, insgesamt lässt man aber viel zu viele Punkte gegen vermeintlich kleine Teams. In keiner Statistik drängen sich Spieler und Mannschaft auf. Der erhoffte Neuaufbau und Neuanfang scheint also auch unter Pellegrims nicht gelungen zu sein. Die Rotjacken werden wohl erneut den schweren Gang über die Qualifikationsrunde gehen.

Platz 10: Sapa Fehérvár, 23 Punkte

Auch das Team von Benoît Laporte taumelt durch die Liga. Zuletzt musste man auch noch den Abgang von Adam Courchaine verkraften. Gerüchten zufolge hat sich dieser für das berühmte Butterbrot bei der Düsseldorfer EG selbst angeboten, um wieder in der DEL spielen zu können. Neu in der Mannschaft ist dafür Thomas Beauregard, der mit sieben Punkten aus den ersten fünf Spielen einen ausgezeichneten Einstand feiern konnte. Der Ex-Düsseldorfer Drew Schiestel soll der Abwehr mehr Stabilität geben.

Platz 11: Dornbirner EC, 23 Punkte

Dave MacQueen hat sich sein fünftes Jahr in Dornbirn sicher einfacher vorgestellt. Seit einem Monat wird auch wieder kräftig am Kader umgebaut. Gehen musste Stürmer Charlie Sarault. Er wird ersetzt durch Brock McBride, der vor gut einem Monat in Villach um die Vertragsauflösung bat, der er mit dem System so seinem Sorgen hatte. In Dornbirn will er nun wieder voll durchstarten. Auch in der Verteidigung hat man sich mit Brian Connelly eine echte Granate angeln können. Spannend wird sein, ob diese Veränderungen die Bulldogs doch noch zurück in die Spur bringen können.

Platz 12: Olimpija Ljubljana, 15 Punkte

Ein leichter Aufwärtstrend zeichnet sich in Laibach gerade ab, denn in den letzten drei Spielen konnten die grünen Drachen punkten. Ungewohnte Glücksgefühle. Doch insgesamt ist man recht abgeschlagen unterwegs. Mit nur 9,5 Prozent ist man in der Überzahlstatistik weit abgeschlagen. Außerdem hat man das schlechteste Penaltykilling der Liga. Zudem ist der Zuschauerschnitt mit gerade einmal 581 Zuschauern pro Spiel mehr als beängstigend. Der letzte Platz dürfte erneut früh vergeben sein.