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Bozen ist das Team der StundeBlick in die EBEL

Jubel beim HC Bozen. Es läuft bei den Füchsen. Besonders bei Brodie Reid (rechts), der vier Tore und drei Vorlagen erzielte. (Foto: dpa)Jubel beim HC Bozen. Es läuft bei den Füchsen. Besonders bei Brodie Reid (rechts), der vier Tore und drei Vorlagen erzielte. (Foto: dpa)

Platz 1: Vienna Capitals, 62 Punkte

Es war das Spitzenspiel, dem alle entgegenfieberten. Wien gegen Salzburg. Auch wenn das Ergebnis mit 4:0 recht klar war, das Spiel war es nicht. Es war schnell und zeigte Chancen auf beiden Seiten. Doch dann kam der Spitzenreiter aus dem Tritt. Niederlagen gegen Znaim und den KAC lassen die Hauptstädter nicht allzu weit enteilen. Serge Aubin meinte nach dem Spiel gegen Znojmo: „Es ist immer enttäuschend, wenn man verliert, es war ganz knapp. Ich bin aber trotzdem stolz auf meine Mannschaft. Es ist hin und her gegangen.“ Und weiter: „Wir können mit der Leistung zufrieden sein. Es gibt dennoch viel Positives.“

Platz 2: Red Bull Salzburg, 58 Punkte

Ist das eine Krise? Nein, das wäre übertrieben, aber dennoch ist die Situation für einige neu. Nicht nur, dass man nicht an der Tabellenspitze steht, vielmehr dass man bittere Schlappen hinnehmen muss. 0:4 in Wien und 0:7 in Innsbruck. Zwei Spiele in Folge ohne eigenes Tor – Neuland für die roten Bullen. Gegen die Südtiroler kam die Treffsicherheit aber wieder zurück. Doch es gab noch eine Schlappe abseits des Eises. Die Zeiten von Dominique Heinrich beim schwedischen Örebro HK gehen dem Ende entgegen. Doch Heinrich will nicht zurück in die EBEL. Auch ein Angebot von Wien und einem finnischen Club reizt ihn nicht. Er hofft darauf, bei einem anderen schwedischen Club unterzukommen.

Platz 3: Black Wings Linz, 57 Punkte

Der ehemalige Tabellenführer läuft momentan nicht rund. Einen Drei-Punkte-Sieg gab es nur gegen Laibach. Ansonsten musste man sich mit Overtime-Niederlagen gegen Fehervar und den VSV zufrieden geben. Doch die 2:3-Niederlage gegen den Klagenfurter Erzrivalen schmerzt am meisten. Zuvor hatten die Stahlstädter fünf Siege in Serie, die Rotjacken hingegen vier Niederlagen.

Platz 4: HC Bozen Südtirol, 53 Punkte

Bozen ist so etwas wie das Team der Stunde. Drei Siege aus den vier Spielen lassen sie in der Tabelle klettern. Nur gegen die Salzburger war nichts zu holen. Das Team von Tom Pokel kommt immer besser in Fahrt. Überragender Mann war diese Woche Brodie Reid mit vier Toren und drei Vorlagen. Ebenfalls das Punktekonto aufgestockt hat Travis Oleksuk mit drei Toren und zwei Vorlagen.

Platz 5: HC TWK Innsbruck, 50 Punkte

Was war das denn? Ein Hurrikan? Ein D-Zug? Nein, es waren nur die Innsbrucker Haie die den Salzburger roten Bullen mit sage und schreiben 7:0 die Hörner gestutzt haben. Und das bei einem Schussverhältnis von 29:37 für die Bullen. Damit hat Schlussmann Andy Chiodo natürlich einen gehörigen Anteil. Der andere überragende Hai war John Lammers mit drei Toren. Auch gegen den KAC lag man fast 41 Minuten in Führung, verlor am Ende aber knapp. Es war also nur fast eine perfekte Woche. Am Ende musste man sogar einen Platz in der Tabelle hergeben.

Platz 6: Villacher SV, 44 Punkte

Mühsam nährt sich das Eichhörnchen. Hier ein Pünktchen, da zwei und da drei. Die Villacher festigen ihren Platz, müssen aber auf Verfolger Znaim aufpassen. Zudem gewann der VSV ein irres Spiel gegen Dornbirn. Die Adler waren schon 4:1 und 5:2 in Führung, doch die Bulldogs kamen zurück und schossen in der 52. Minuten den Ausgleich durch Matt Siddall. In der 59. Minute sichert Benjamin Petrik dem VSV doch noch den Sieg. Zudem schepperte es gehörig. 77:52 Strafminuten sind deutlich. Nikolas Petrik, Kevin Wehrs und Patrick Platzer erhielten eine Matchstrafe.

Platz 7: Orli Znojmo, 41 Punkte

Nachdem die Tschechen letzte Woche Colton Yellow Horn zurückholten, gab es diese Woche die nächste Rückholaktion. Mit Martin Podešva kommt ein weiterer wichtiger Erfolgsgarant vergangener Jahre zurück. Er wechselte vor der Saison zum HC Zlin, konnte sich aber nur schwer behaupten und musste deshalb auch ein paar Spiele in die zweite tschechische Liga zum HC Prerov. Sportlich konnte man durchaus überraschen und Spitzenreiter Wien im sogenannten Ostderby schlagen. Podešva machte den Ausgleich zum 2:2. Den Siegtreffer machte Verteidiger André Lakos und lässt Znaim in der Tabelle klettern.

Platz 8: Klagenfurter AC, 40 Punkte

Das ging gerade nochmal gut. Vier Niederlagen in Folge und dann das Duell mit dem Erzrivalen Linz. Doch genau das gewann man und hat seither einen Lauf. Dem Sieg über die Stahlstädter folgten weitere Dreier gegen Dornbirn und Innsbruck und ein Sieg in Overtime gegen den Spitzenreiter Wien. Mike Pellegrims ist mit dem KAC noch lange nicht da, wo er hin will, aber es war ein Schritt in die richtige Richtung.

Platz 9: Sapa Fehérvár, 36 Punkte

Und plötzlich läuft es wieder. Gegen Dornbirn verlor man zwar ein Duell gegen einen direkten Kontrahenten, doch das gegen Graz konnte man gewinnen. Dann überraschte man die Linzer in der Overtime und die Innsbrucker. Trotzdem, für die direkte Play-off-Teilnahme dürfte es knapp werden.

Platz 10: Graz 99ers, 35 Punkte

Die Talfahrt bei den 99ers lässt sie auch in der Tabelle weiter fallen. Seit dem überraschenden und deutlichen Sieg über Innsbruck geht nichts mehr. Der Ruf nach Verstärkungen wird lauter und man scheint auch schon einen Spieler im Visier zu haben.  Vom Ligakontrahenten Ljubljana hat Chris Langkow das Interesse der Grazer geweckt zu haben. Aufgrund der slowenischen Zahlungsmoral dürften die Chancen nicht so schlecht stehen.

Platz 11: Dornbirner EC, 32 Punkte

Einige klangvolle Namen, aber offenbar kein Team. Immerhin konnte der DEC den Vizemeister überraschen und hatte eine tolle Aufholjagd gegen Villach, die aber nicht belohnt wurde. In Dornbirn hat man sich vielleicht schon damit abgefunden, in die Qualifikationsrunde zu müssen. Doch auch in dieser muss man sich steigern, will man in die Play-offs.

Platz 12: Olimpija Ljubljana, 17 Punkte

In Laibach nehmen die Auflösungserscheinungen weiter zu. Mit John Harty verließ nun der punktbeste Verteidiger das Team. Harty wechselt in die DEL2 nach Heilbronn. Offiziell suchte Harty eine „Alternative“. Nachdem es zuletzt auch Gerüchte um einen Wechsel von Goalie Jeff Frazee gab, tauchte diese Woche der Name Chris Langkow auf. Am 27-jährigen Topscorer scheinen die Graz99ers und der Villacher SV großes Interesse zu haben. Beide könnten einen durchschlagskräftigen Stürmer gut gebrauchen.