Eishockey News

Das Phänomen SbornajaRussland völlig souverän beim Deutschland-Cup

Auch ohne die erste Garde bärenstark: die russische Eishockey-Nationalmannschaft. (Foto: Bianca Ebenhöch)Auch ohne die erste Garde bärenstark: die russische Eishockey-Nationalmannschaft. (Foto: Bianca Ebenhöch)
Lesedauer: ca. 1 Minute

Das DEB-Team um Bundestrainer Marco Sturm war meist nur zum Hinterherschauen abgestellt, wenn das Team von Oleg Bratash so richtig aufdrehte. Das DEB-Team konnte rund 30 Minuten gut mithalten, bevor die Sbornaja so richtig aufs Tempo drückte, das US-Team sah auch kaum Land gegen Yeryomenko und Co., während Vorjahressieger Slowakei beinahe im Alleingang von Aleksei Makeyev besiegt wurde.

Doch was steckt hinter dieser unglaublich starken, russischen Mannschaft und inwiefern hat sich die Auswahl Russlands für dieses Turnier bewährt? „Russland ist unheimlich breit aufgestellt. Auch wenn sie nicht mit den ganz großen Namen auflaufen, können sie immer den Ausgang eines Turniers mitbeeinflussen“, so DEB-Präsident Reindl. Wie breit Russland wirklich aufgestellt ist, zeigte sich unter anderem in der heutigen entscheidenden dritten Partie, als Oleg Bratash gleich auf acht Stammkräfte verzichten und trotzdem souverän gewinnen konnte.

Ein breit gefächerter Kader ist jedoch nicht der einzige Schlüssel zu einem guten Kader, wie Bundestrainer Marco Sturm befand: „Russland ist einfach eine andere Liga. Sie sind läuferisch und technisch überlegen: gerade auch die jungen Spieler.“ Dass eine gute Basis in der Jugend ausschlaggebend ist, ist hinlänglich bekannt. In kaum einem Land wird bereits in der Jugend so hart trainiert, wie in Russland: technische Feinheiten, sowie auch der Siegeswille. Schon der legendäre Viktor Tichonow senior sagte seinerzeit: „Ein Spieler, der nicht bereit ist, sich ständig zu verbessern, und nicht jedes Spiel, sei es noch so unwichtig, gewinnen will, der wird nie ein Großer werden!“