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Alois Schloder wird 70Der

Alois Schloder (links) im Spiel gegen Finnland während der Olympischen Winterspiele 1976. In Innsbruck gewann die deutsche Mannschaft die Bronzemedaille. (Foto: dpa)Alois Schloder (links) im Spiel gegen Finnland während der Olympischen Winterspiele 1976. In Innsbruck gewann die deutsche Mannschaft die Bronzemedaille. (Foto: dpa)

Schloder verirrte sich zu Beginn seiner sportlichen Laufbahn zunächst kurz zum Fußball, bevor er es seinem älteren Bruder Kurt gleich tat und die Schlittschuhe für den EV Landshut schnürte. Was folgte war eine lange und überaus erfolgreiche Karriere auf dem Eis. In 23 Bundesliga-Saisons, in denen der Niederbayer ausschließlich für den EVL auflief, absolvierte er 1085 Spiele und erzielte dabei 631 Tore. Auch auf der internationalen Bühne machte er sich schnell einen Namen. Neben deutschen Legenden wie Lenz Funk Senior oder Erich Kühnhackl trug Schloder lange Zeit das ’C ’auf der Brust. Insgesamt 272 Mal lief er für die deutsche Nationalmannschaft auf, unter anderem auch beim größten internationalen Erfolg der deutschen Eishockeygeschichte. 1976 gewann Schloder an der Seite von Kießling, Reindl, Auhuber und Co. die Bronzemedaille bei den Olympischen Winterspielen in Innsbruck. Im Jahr 2000 wurde der heute 70-Jährige auf der rechten Außenstürmerposition in das All-Star-Team des Jahrhunderts gewählt, 2005 wurden seine sportlichen Erfolge dann mit der Aufnahme in die IIHF Hall of Fame gewürdigt. Heute lebt Schloder noch immer in Landshut und verbringt nach wie vor fast jeden Tag in der Eissporthalle am Gutenbergweg. Im kommenden November wird eine knapp 900 Seiten lange Vereinschronik von ihm auf den Markt gebracht und das eingenommene Geld geht zu 100 Prozent, wie könnte man es auch anders erwarten, an den Nachwuchs des EVL. So ist Alois Schloder eben.