Eine andere Zahl lautet: 5346. So viele Zuschauer begrüßten die Nordhessen zu diesem sportlich eher unbedeutenden Spiel. Denn die Huskies standen als Dritter, die Füchse als Vierter fest. „Damit liegen wir in der Zuschauerstatistik vor Frankfurt“, sagte der Stadionsprecher und freute sich mit den übrigen Huskies über den ersten Platz in dieser Statistik. Eine Zahl, die übrigens beeindruckt und gehobenen Ansprüchen in der 2. Bundesliga und selbst in der DEL genügt.
Eine weitere Zahl: 80. So viele Strafminuten wurden insgesamt auf beiden Seiten verteilt. Ein ungewöhnlich hartes und unfaires Spiel also in einem unbedeutenden Spiel? Nein, überhaupt nicht. Ein, zwei kleinere Rangeleien. Das war’s aber auch schon. „Es gab etwas zu viele Strafzeiten“, meinte Kassels Trainer Jamie Bartman. Tatsächlich muss man sich fragen, was sich Schiedsrichter Roland Seckler dabei gedacht hat, EVD-Kapitän Michael Hrstka in der 14. Minute eine „Zehner“ aufzubrummen, als er offensichtlich ruhig nach dessen Entscheidung gefragt hat. Fortan schickte er mit theatralischen Gesten Spieler weg. Unklug war angesichts dessen, dass sich auch Patrik Gogulla kurze Zeit später eine „Zehner“ abholte. Zudem gab es noch jeweils 2+2+10 gegen Kassels Marc Roedger und Duisburgs Alexander Preibisch für ein Handgemenge. „2+2 hätten es da auch getan“, meinte EVD-Teammanager Matthias Roos.
Ein Grund, warum Kassel so dominant war, könnte die Zahl „2“ sein. Denn die drei Verstärkungen, die die Huskies getätigt haben, gaben Kassel durch eine zweite starke Angriffsreihe deutlich mehr Tiefe im Kader, der offensive Druck war deutlich größer. „Wir haben gegen den Topfavoriten der Meisterrunde gespielt. Kassel ist klar die beste Mannschaft, gegen die wir bislang gespielt haben“, sagte EVD-Trainer Franz Fritzmeier.
So schoss sich Kassel durch Artjom Kostyrev (2), Stéphane Robitaille und Manuel Klinge heraus, wobei der EVD in der Abwehr zu nachlässig agierte. Vorne waren die Füchse, die gerade im zweiten Drittel einige gute Chancen hatten, nicht bissig genug. Aufs Scoreboard kamen die Duisburger durch einen Powerplaytreffer von Patrik Gogulla.
Die Füchse beginnen die Meisterrunde am 6. Januar beim EC Bad Nauheim. Am Sonntag, 8. Januar, 18.30 Uhr folgt das erste Heimspiel gegen die Kassel Huskies.
Tore: 1:0 (2:43) Robitaille (Sikora, Valenti/5-4), 2:0 (17:56) Kostyrev (Vorel, Koziol), 3:0 (32:54) Manuel Klinge (Koziol, Sikora), 4:0 (36:33) Kostyrev, 4:1 (49:32) Gogulla (Strodel, Daniel Fischbuch/5-4). Strafen: Kassel 22 + 10 (Roedger), Duisburg 18 + 10 (Hrstka) + 10 (Gogulla) + 10 (Preibisch). Zuschauer: 5346.

















