Eishockey - aktuelle Schlagzeilen

01.02.2012 - 16:30

Wölfe treffen auf Tabellenführer und Schlusslicht

Rein von der Tabellensituation her könnten die beiden nächsten Herausforderungen für den EHV Schönheide 09 unterschiedlicher kaum sein. Denn während die Wölfe am Freitag, 3. Februar, um 20 Uhr als klarer Außenseiter beim Tabellenführer Saale Bulls Halle antreten müssen, kommt am Sonntag, 5. Dezember, um 17 Uhr mit den Preussen Juniors Berlin das aktuelle Schlusslicht der Oberliga Ost als Gast in den Schönheider Wolfsbau.


Gegen die Saale Bulls Halle war für den EHV 09 in dieser Saison bislang kein Kraut gewachsen. Alle drei absolvierten Spiele (2:3, 2:5, 0:6) gingen mehr oder weniger deutlich an den Tabellenführer, wonach den Wölfen auch im vierten und letzten Vergleich nur die Außenseiterrolle bleibt. Nach anfänglichen Schwierigkeiten zu Saisonbeginn ist der MEC 04 mittlerweile seiner Favoritenrolle in der Liga gerecht geworden. Acht der letzten neun Begegnungen konnten die Saale Bulls erfolgreich gestalten, lediglich die überraschende 1:2-Heimniederlage am letzten Wochenende gegen die Jonsdorfer Falken trübt die Bilanz ein wenig. Die Wölfe müssen in Halle neben Julius Michel (Wechsel nach Crimmitschau) auch auf die Verteidiger Marcus Löffler (aufgrund dritter Zehn-Minuten-Strafe gesperrt) und Christian Heumann (Knieverletzung) verzichten. Zusätzlich fallen auch die Langzeitverletzten Danny Reimann (Schulterverletzung) und Norbert Pascha (Knöchelverletzung) weiterhin aus. Nach abgesessenen Strafen stehen aber am Wochenende wieder Petr Kukla und Christian Müller im Wölfekader.

Das Heimspiel am Sonntag gegen die Preussen Juniors Berlin kann man aufgrund der Tabellensituation getrost als Sechs-Punkte-Spiel bezeichnen. Momentan liegen die Wölfe lediglich zwei Punkte vor den Berlinern, welche aber am Samstag zuhause mit Jonsdorf gegen einen weiteren direkten Konkurrenten punkten könnten. Damit die Wölfe also selbst vom Tabellenende fern bleiben, zählt gegen die Charlottenburger nur ein voller Erfolg. Insgesamt liest sich die Bilanz gegen die Preussen in dieser Saison dann auch gar nicht so schlecht. Zwei Wölfesiegen (6:4, 4:3 n.P.) steht nur eine knappe 4:5-Niederlage nach Penaltyschießen entgegen. Mit helfen bei der Mission Heimsieg kann am Sonntag wieder Verteidiger Marcus Löffler, welcher dann seine Spielsperre aufgrund der dritten Zehn-Minuten-Strafe aus dem Derby abgebrummt hat.

Die heiße Phase der Meisterschaftssaison in der Oberliga Ost hat begonnen. Während sich noch vier Mannschaften um die ersten zwei Plätze für die Teilnahme an der Zwischenrunde streiten, ist gleich für fünf Mannschaften von Tabellenplatz 5 bis 9 noch alles drin. Mit Blick auf das Restprogramm aller Kontrahenten wird deutlich, dass für die Wölfe jeder Punktgewinn extrem wichtig ist, um am Ende einer durchwachsenen Saison zumindest in der Tabelle noch weiter nach vorn zu kommen.

Die Endplatzierungen könnten auch noch wichtig werden, wenn es um die Gruppeneinteilung für die anschließende Pokalrunde geht. Wie im Sommer auf der Ligentagung der Oberliga Ost beschlossen, nehmen insgesamt zehn Mannschaften (Platz 3-9 Oberliga Ost, Platz 1-3 Regionalliga Ost) am Pokalwettbewerb teil. Ab dem 24. Februar sollen diese zehn Teams in zwei Fünfergruppen aufgeteilt und in einer Einfachrunde Jeder gegen Jeden (4 Heim- und 4 Auswärtsspiele) zunächst die jeweiligen Staffelsieger ausgespielt werden. Die beiden Erstplatzierten spielen danach das Pokalfinale. Letzte Aufschlüsse, wie genau die Pokalrunde vonstatten gehen wird, gibt es am Samstag, 11. Februar, auf einer eigens dafür einberufenen Ligentagung in Leipzig.

Restprogramm Platz 5 bis 9:

Niesky (6 Spiele): Leipzig, Preussen, Erfurt (A), FASS, Jonsdorf, Chemnitz (H)
Chemnitz (5 Spiele): Leipzig, Niesky (A), Erfurt, Halle, Jonsdorf (H)
Schönheide (4 Spiele): Halle, Jonsdorf (A), Preussen, Leipzig (H)
Jonsdorf (6 Spiele): Preussen, Niesky, Chemnitz (A), Leipzig, Preussen, Schönheide (H)
Preussen (6 Spiele): Schönheide, Jonsdorf, Halle (A), Jonsdorf, Niesky, FASS (H)

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